Was an „Social Media“ ist eigentlich das Problem?

Ein Blick zurück hilft, diese Entwicklung einzuordnen. Vor fünfzehn Jahren galten soziale Netzwerke kaum als gesellschaftliches Großproblem.

Plattformen wie SchülerVZ, StudiVZ oder das frühe Facebook funktionierten im Wesentlichen als digitale Freundeslisten mit chronologischen Feeds. Man sah Inhalte von Menschen, die man kannte. Algorithmische Optimierung spielte kaum eine Rolle.

1/ #SocialMedia #SocialMediaVerbot

Erste Regulierungsversuche (#NetzDG) adressierten die falschen Punkte: permanentes Tracking, Lock-In-Effekte und die Marktmacht von Big Tech waren keine Regulierungsziele.

Die zentrale Veränderung kam erst später:

Plattformen wurden von sozialen Netzwerken zu hochoptimierten Engagement-Systemen umgebaut. Das Problem liegt daher (logischerweise!) nicht im Prinzip sozialer Vernetzung selbst, sondern in der Transformation hin zu algorithmisch gesteuerten Aufmerksamkeitsmaschinen.

2/

Regulierung sollte genau dort ansetzen: bei Designentscheidungen und Geschäftsmodellen – nicht beim Zugang.

Hier traut man sich nicht ran oder macht sich selbst kleiner als man ist. Statt Big Tech sollen nun junge Menschen reguliert werden. Fatal!

3/3

@henningtillmann Man traut sich nicht ran? Es gibt über 100 Millionen Gründe, dass man da nicht rangeht. Die Lobbyarbeit der Großkonzerne wirkt, speziell bei Wirtschaftskultisten.