Ich glaube ja, Leute die Bock auf bezahlen mit QR-Code basierten System wie wero haben, haben einfach noch nie länger mal so ein System benutzt.

Ich laufe z.B. fast jeden Morgen erst mal 20m vom Kaffeeautomaten weg, damit ich genug Internet habe, um den auch zu bezahlen. (Oft sogar zwei mal, weil die beschissene Wallet-App nichtmal aufgeht ohne Internet)

Also alleine wegen der Offline-Fähigkeit finde ich ja NFC-based Bezahlungsmöglichkeiten deutlich besser.

@Lilith Ich glaube nicht, dass viele Menschen Wero feiern, weil es per QR-Code funktioniert, sondern weil es sich als EU-Alternative zu PP praesentiert.
Klar wuerde ich gern einfach ein paar MUenzen in die Kaffeemaschine werfen anstatt die x-te Handy-App zu nutzen, aber die Lebensrealitaet sieht halt anders aus.
Und lieber lobbyiere ich beim lokalen Restaurant, das nur PayPal und Bargeld akzeptiert, fuer Wero anstatt fuer Master/Visa.
@blindcoder Und genau diesen Gedankengang, sich für ein schlechteres Verfahren bei dem mehr Daten anfallen, einzusetzen. Nur auf der Basis von digitalem Nationalismus, den verstehe ich nicht.
@Lilith Achtung, alles nur Erfahrung aus meiner Bubble, keine relevante Datenbasis:
Das Vertrauen in die Betreiber von Kreditkarten und Paypal ist zuletzt gefallen, Gruende dafuer sind vielfaeltig.
Gleichzeitig wollen viele Menschen aber die Bequemlichkeit, "nur" ihr Handy, nicht den Geldbeutel, mitnehmen zu muessen.
Wero befindet sich im Kompromiss zwischen diesen beiden Situationen.
Ja, Google/Apple/Swift, ich weiss.
Besser waere es, per NFC mit der Bank-app zu zahlen. Wenn der Haendler will.
@blindcoder Nee sorry, meine Bank bekommt nicht dieselbe UX wie Apple-Pay hin 🤣.

@Lilith UX ist ein Nebenschauplatz und gar kein Punkt, den ich machen will.

Das Vertrauen in EU-Alternativen ist in meiner Bubble jedenfalls hoeher als in (hauptsaechlich) US-Amerikanische Dienstleister. In dieser Nische kann Wero punkten. Sicher koennte das GNU Taler auch, aber IMO hat Wero eine groessere Chance auf Akzeptanz.

@blindcoder @Lilith

Ja, da lobe ich mir den guten alten Zahlungsverkehr mit Bargeld. Keine Internetprobleme, null Daten von mir, die missbraucht werden können.

Klar, verursacht das Bargeldhandling beim Händler einen gewissen Mehraufwand. Abgesehen davon, dass viele Händler ja eh beides anbieten (also das Bargeldhandling eh machen müssen), zahle ich gerne einen Aufpreis, der direkt beim lokalen Händler landet (Arbeitsplätze, lokaler Konsumkreislauf), als dass der Gewinn des Zahlungsverkehrs bei einem anonymen Finanzdienstleister landet. Ein Gewinn, der nicht mehr in den Kreislauf der realen Wirtschaft zurückkehrt, sondern in den Spähren der Finanzwirtschaft verbleibt, und nur die eh schon Reichen noch reicher macht.

#Bargeld #Zahlungsverkehr #Geld #Offline #Datenmissbrauch #Arbeitsplätze

@heri Bin voll bei dir. Und genau da kann man bei den Händlern ansetzen.
Bargeld bleibt 100% beim Händler.
Handy/Uhr: Keine genaue Ahnung, das wissen die Händler oft selbst nicht. Habe aber Aussagen von bis zu 30% gehört, wenn das durch Google, PayPal, Kreditkarte und noch NeoBank in Reihe laufen soll (bitte als Gerücht behandeln).
Wero soll wohl im einstelligen Prozenztbereich Gebühren verlangen.