"Die ganzen «Fridays for Future» hätten nicht stattgefunden, wenn es ein Social-Media-Verbot für Jugendliche gäbe. Man nimmt den Kindern und Jugendlichen damit eine ganz wichtige politische Stimme. Es geht da ganz stark auch um Sichtbarkeit, Gehörtwerden und Präsentsein. Das hat eine starke politische Komponente."

https://kleinstadt.ch/mit-verboten-werden-jugendliche-zum-schweigen-gebracht/

Kleinstadt - Wie viel Bildschirmzeit für mein Kind ist okay? Eine Medienexpertin erklärt, worauf achten

Die Medienwissenschaftlerin Ulla Autenrieth ordnet die Debatte rund um den Bestseller «Generation Angst» von Jonathan Haidt ein. Sie erklärt, woran sich Eltern bei der Bildschirmzeit orientieren können. Und warum wir Kindern und Jugendlichen Social Media nicht verbieten sollten.

Kleinstadt - Wie viel Bildschirmzeit für mein Kind ist okay? Eine Medienexpertin erklärt, worauf achten

@dborch @harkank
Es ist auch der vollkommen falsche Spin durch die Medien und von ahnungslosen Politikern.

Das Problem sind nicht die sozialen Medien.

Das Problem sind die süchtig machenden Algorithmen, endless scrolling, das Maximieren von Aufmerksamkeit und Emotionen.

Würde man sich darauf fokussieren, wäre plötzlich das #Fediverse eine wunderbare Möglichkeit, sich zu vernetzen, ohne die meisten, wenn nicht sogar alle negativen Auswirkungen.

https://karl-voit.at/2024/06/18/Fediverse-and-Mastodon/

#publicvoit

Fediverse and Mastodon: Social Media, but in a Good Way: Sustainable, Healthy, Collaborative, ...

Fediverse and Mastodon: Social Media, but in a Good Way: Sustainable, Healthy, Collaborative, ...

public voit - Web-page of Karl Voit

@publicvoit @dborch @harkank

Mal angenommen:

Es kommt trotz "Social-Media-Verbot" gar nicht zu einem Verbot für Scial-Media und einer "ausgesperrten" Jugend, da ...

1) ... das Social-Media-Verbot nur auf "schädliche" Algorithmen angesetzt wird.
2) ... die kommerziellen Social-Media-Plattformen die Jugend nicht verlieren wollen und entsprechend neutrale Algorithmen und Darstellung nachrüsten.
3) ... in den betroffenen Altersklassen, sind die Alternativen natürlich bekannt.

Abseits des kommerziellen Internets existiert (noch) der freie Teil. Den sollten wir wiederentdecken! 🥳

Null Gefahr, dass hier Stimmen (durch ein "Social-Media-Verbot") verstummen!

DAS GLAUBEN NUR DIEJENIGEN, die auch glauben, dass ein Leben heute ohne X, Amazon, PayPal, netflix nicht mehr lebenswert ist 🫣

@paet @dborch @harkank

1) ... das Social-Media-Verbot nur auf "schädliche" Algorithmen angesetzt wird.

Ich habe da sehr wenig Hoffnung, da ich Null Tendenzen in der Diskussion sehe.

2) ... die kommerziellen Social-Media-Plattformen die Jugend nicht verlieren wollen und entsprechend neutrale Algorithmen und Darstellung nachrüsten.

Das würde ich persönlich ausschließen, da die Großen ohne diesen Algorithmen tot wären.

3) ... in den betroffenen Altersklassen, sind die  Alternativen natürlich bekannt.

Meiner Erfahrung nach - und ich engagiere mich im Vorstand eines Vereins dazu und mache Aufklärungsarbeit - haben auch die Jugendlichen zu >95% (Bauchgefühl) noch nie vom Fediverse gehört.

Frederik Elwert (@[email protected])

Viele im #Fediverse sind ja überzeugt, dass dezentrale Medien weniger Anreize haben, Verweildauer zu maximieren, und deswegen nicht süchtig machen. Nun gibt es (überwiegend) keine algorithmische Timeline, aber andere UX-Elemente (Favs, invinite scroll) sind ja von großen Plattformen übernommen und nicht plötzlich wirkungslos. Daher würde mich interessieren: a) Kennt jemand Studien zu Abhängigkeitseffekten von #Mastodon und anderen Plattformen?

FeDiHum

@felwert @dborch @harkank Nachdem ich schon so viel über die negativen Auswirkungen von Algorithmen, endless Scrolling und vielen anderen suchtoptimierenden Nudges der Plattformbetreiber gelesen habe: ziemlich guter educated guess, dass Mastodon und Co. bei deren Abwesenheit besser sind.

Also: ja. 😉

@publicvoit @dborch @harkank Mein Punkt ist ja nur: Mastodon ist ja so nah am alten Twitter, dass es vielleicht unwillkürlich einige der Mechanismen übernommen hat. Und die Suche nach sozialer Anerkennung über Likes und Boosts gibt es auch ohne Algorithmus. Um dem educated guess mal anektodische Evidenz entgegenzuhalten: Ich verbringe mehr Zeit im Fediverse als meine Freundin auf TikTok. Und jetzt? Deswegen die Frage nach empirischer Evidenz statt lang gehegten Überzeugungen.

@felwert Ich weiß nicht, was du damit ausdrücken willst.

Fakt: Die Algorithmen machen süchtig.
Fakt: Mastodon hat keine Algorithmen.
Folge: den Anteil an negativen Auswirkungen durch den Algorithmus gibt's bei Mastodon nicht.
(andere vielleicht schon)

Ohne den Boost durch Algorithmen wird es die von dir beschriebenen Phänomene geben. Aber weitaus nicht in dem Maße und in der Ausprägung.

Wenn du mehr Zeit im Fediverse verbringst als andere auf TikTok: up to you. Aber das passiert ziemlich sicher nicht, weil du Suchtverhalten entwickelt hast. Suchtverhalten kann man auch im CT messen. TikTik-Süchtige haben ähnliche CT-Analyzen wie Heroinsuchtkranke.

Insofern ist mir schleierhaft, worauf du hinaus willst. Mastodon durch mangelnde Selbstkontrolle gleich böse wie massiv süchtigmachende Services? 🤷

@publicvoit Okay, vielleicht überblickst du die Literatur zum Thema besser als ich, dann bin ich für Hinweise dankbar. Ich habe bisher noch keine Studie gefunden, die systematisch den Einfluss von algorithmisch gesteuerten Timelines auf Suchtverhalten von anderen Faktoren (soziale Bestätigung durch Likes und Boosts, UI patterns wie infinite scroll) abgrenzt. Mein Eindruck ist, dass wir den Einfluss von DER ALGORITHMUS überschätzen, aber vielleicht liege ich falsch.

@felwert Auf https://karl-voit.at/2024/06/18/Fediverse-and-Mastodon/ hab ich ein wenig verlinkt.

IMO kannst du Algorithmus nicht von Endless Scrolling trennen: ohne Algorithmus hast du auch kein endless Scrolling.

Ähnlich sehe ich das bei Boosts und Likes, da der Algorithmus massiv Sichtbarkeit steuert.

Insofern denke ich, dass du den Einfluss des Algorithmus zu eng siehst. IMO steht und fällt quasi alles an Mehrwert durch die großen Plattformen mit dem Algorithmus.

Fediverse and Mastodon: Social Media, but in a Good Way: Sustainable, Healthy, Collaborative, ...

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public voit - Web-page of Karl Voit
Overestimates of social media addiction are common but costly - Scientific Reports

Overuse of social media is commonly termed a behavioral addiction. However, there is reason to believe that users overestimate their addiction; instead, frequent use largely builds habits to automatically activate, scroll, post, and react on social media. The present research (N = 1204) explored the implications of overusing the addiction label. In Study 1, a national quota sample of Instagram users (N = 380) overestimated their addiction to the app, and those who perceived themselves as more addicted (but not more habitual) experienced less ability to control their use. We show that the perception of addiction likely arises from popular media’s frequent labeling of social media as addictive (vs. habit forming). Study 2 (N = 824) demonstrated experimentally that framing frequent Instagram use as an addiction has deleterious consequences for user self-efficacy, including reducing perceived control over social media use and increasing self-blame for overuse. In addition, misperceiving excessive social media use as addictive potentially diverts users from effective strategies that could be used to curb overuse habits.

Nature

@project1enigma @felwert Ich bin hier kein Suchtexperte und kann nur wiedergeben, was ich von den Expert:innen in sehr vielen Beiträgen gehört und gelesen habe. Das Bild war einhellig und eindeutig.

Einzelne Studien werden immer in Teilaspekten widersprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit so daneben liegt. Die haben ja auch Studien dafür und nicht eine persönliche Meinung.

@dborch natürlich wäre es die bessere Lösung, wenn die Algorithmen offengelegt würden und so angepasst würden, dass sie die Kids (Kunden allgemein) nicht süchtig machten und in Depressionen stürzten.
Aber wie realistisch ist das bitte? Bis dahin stehe ich hinter dem Verbot.
@dborch Aus konservativer Sicht ist das ein Feature und kein Bug.
@dborch Jugendliche werden weiter social media nutzen... Das geht so nicht, Ausweispflicht im Internet hat noch nie funktioniert und sie versuchens siet den 90ern.

@dborch, 😂😭

Anstatt einfach keine Ausbeutung und Zerstörung stattfinden zu lassen.

@dborch Natürlich ist das Absicht. Wenn sich diese ganzen linksgrünversifften Kids nicht mehr organisieren können, können sie auch nicht mehr dagegen demonstrieren dass wir ihnen die Zukunft versauen.
Die Politiker geben sich ja nicht mal mehr Mühe, dieses Ziel zu verschleiern.
@dborch Das ist doch für die "FF ist eine Kriminelle Vereinigung™"-Partei von Merz ein Argument für Social Media Verbot, nicht dagegen.

@dborch Süchtige diskutieren ob Ihre Sucht schädlich ist, erfinden Ausreden und Strohmannargumente, um Ihre Position zu stärken.

Auch dass man das Verbot algorithmischer Plattformen auf Kinder beschränken will zeigt, wie suchtkrank nach algorithmischen Medien unsere meinungsbildende Kaste ist.

Ansonsten was @publicvoit schreibt.

@dborch
Das mit FFF ist Bullshit, also weder falsch noch wahr. Das Internet bietet diesseits der Plattformen genug Protokolle und Anwendungen, um sich in Gruppen zu organisieren.
Heute ist ja auch das Problem, dass die Plattformen selbst die Feinde aller sozialen Bewegungen sind, sofern die nicht ethnisch-national ausgerichtet sind.