Hab unter der Dusche ein Lied getextet. Auf die Musik von Bochum.
Strophe 1
Tief im Herzen von #Berlin,
wo die Luft so herrlich stinkt,
steh ich zwischen Blech und Chrom,
weil der Feierabend winkt.
Motor brummt wie ein Versprechen,
Feinstaub fliegt wie Parfüm,
ich brauch kein Meer und keine Berge,
ich hab die #Stadtautobahn zum Glühn.

Pre-Chorus
Wo andere fluchen,
da fühl ich mich daheim,
im endlosen Verkehr –
kann Freiheit schöner sein?

Refrain
Berlin, ich diesel dir,
du rollst so wunderbar,
auf der neuen #A100
steh ich Stunde um Jahr.
Berlin, ich diesel dir,
mein Lenkrad, mein Revier,
und wenn der Staat was ausgibt,
dann applaudier ich hier!

Strophe 2
Die Spur ist breit, die Baustell’n lang,
das Band aus frischem Teer,
Millionen sind verfahren –
doch das freut mich umso mehr.
Jeder Meter neue Strecke
ist ein Denkmal aus Beton,
ich hup im Takt der Haushaltspläne,
Subvention ist mein Chanson.

Pre-Chorus
Wo andere sparen,
da geb ich richtig Gas,
im Stau mit Gleichgesinnten –
ist das nicht ein Spaß?

Refrain
Berlin, ich diesel dir,
du klingst wie Sinfonie,
im Stop-and-Go-Verfahren
find ich meine Energie.
Berlin, ich diesel dir,
mein rollendes Glück,
im Leerlauf der Geschichte
will ich nie mehr zurück!

Bridge
Und wenn sie von Verboten reden,
lächel ich nur mild,
mein Tank ist voll Vertrauen,
mein Weltbild ungefiltert wild.
Klimadebatten zieh’n vorbei
wie ’ne S-Bahn ohne Ziel –
doch ich bleib treu im Standverkehr,
mein Herz schlägt für Diesel-Dieter-Feeling pur und viel.

Letzter Refrain
Berlin, ich diesel dir,
du röhrst so königlich,
auf der A100 im Dauerstau –
da find ich endlich mich!
Berlin, ich diesel dir,
mein Asphalt-Eldorado,
Steuergeld und Feierabendbier –
bravo, bravo, bravo!