#Fedihelp 🇦🇹

Hier steht demnächst eine Hausversammlung am Programm mit u.a. Entscheidungen zu Sanierung inkl. Tausch des Heizsystems - derzeit Öl.

Welche OBJEKTIVE Seite ist zu empfehlen um verschiedene Heizenergieträger zu vergleichen, die nicht von irgendeiner Lobbyorganisation betrieben wird?

Weil ProPellets, WärmeAusHolz, Biomasseverband, Wärmepumpe-Austria und wie sie noch alle heißen, versuchen entsprechend immer deren Heizsystem finanziell attraktiver darzustellen. 🤷‍♂️

Ein Heizkostenvergleich mit einem 3x so hohem Strompreis wie aktuell (ProPellets, auf die sich dann auch die meisten beziehen, führt für Jänner 2026 30,62 Cent/kWh an, hier in Tirol bei der TIWAG aktuell 9,8 Cent, Verbund soweit ich mitbekommen habe auch um 10 Cent) ist damit nicht mehr seriös.

#Energiewende #Sanierung #Klimakrise #Klimakatastrophe #Lobby #Lobbyverbände

@mechanical0815 beim strompreis mußt halt aufpassen, ob netto (nur die energie) oder brutto (mit netzentgelten, abgaben, evtl anteilig grundgebühren) und dann noch inkl/exkl MWSt gemeint ist. und da sind die 30¢ dann schon realistisch, wenn du alles mitrechnest.
die frage ist dann, ob sie bei den pellets auch nur den kg-preis ansetzen oder inkl lieferung?
@mechanical0815 sonst hast mich neugierig gemacht, es ist wirklich schwierg, was halbwegs aktuelles und neutrales zu finden -- aber diesen rechner hast wohl schon gesehen: https://www.energieinstitut.at/tools/heizrechner/
Heizrechner – Energieinstitut Vorarlberg

Der Heizungs-Vergleichsrechner des Energieinstitut Vorarlberg

@cm darauf bin ich auch schon gestoßen, aber beim "Heizrechner" gescheitert, weil ich unseren tatsächlichen Heizwärmebedarf nicht eingeben kann. Warmwasser hier kein Thema, weil jede Wohnung einen Elektroboiler hat.
@mechanical0815 da gibt's die option, daß das wasser nicht mit der heizung bereitet wird, ich hab die ergebnisse allerdings nicht nachgerechnet. aber der wesentliche punkt für die amortisation sind ja an sich die anschaffungskosten, und die können vmtl sehr stark mit den lokalen gegebenheiten variieren -- wo wäre platz für ein pelletslager und wie hoch wären die baukosten? was kostet eine bohrung für eine erdwärmepumpe konkret? da sind vmtl leicht fünfstellige unterschiede.
@mechanical0815 weil die betriebskosten selbst sind ja trivial, wärmebedarf / wirkungsgrad * energie-einheitspreis.

@cm Erdwärme wäre energetisch das Beste, aber keine Chance hier.

Größenordnung: 10 Wohnungen, 45 MWh Heizwärmebedarf
Pellets ~ 65 k€
Alternative Luft-Wasser-Wärmepumpe ~ 100k€
Andere Sanierungen je nachdem wofür die Mehrheit bereit ist, weitere zwischen 270 k€ und 520 k€.

Für nötige Erdwärmebohrungen (wir bräuchten wohl 4-7) kämen noch mehrere x k€ dazu - leider konnte ich hier nichts erfragen, ein möglicher Anbieter hat sich nicht mal zu einer Größenordung geäußert. Und ohne zu wissen ob wir uns in der Kostendimension in einem "diskussionsmöglichem" Bereich befinden, wollte ich nicht weitermachen.

Es gibt Leute hier die wollten nicht mal die 30 Jahre alten Fenster tauschen als es die bisher bestmögliche Förderung gab - und so mussten wir per Umlaufbeschluss festlegen, dass jede Wohnung für die Fenster selbst zuständig ist, was 5 EigentümerInnen einen Tausch ermöglichte (perfekter Zeitpunkt!), die anderen 5 hauen uns salopp gesagt jetzt das Hackerl ins Kreuz - u.U. fallen wir um Förderungen um (betrifft dann vermutlich nur mehr die Landesförderung) weil wir Sanierungsziele nicht erreichen, wenn nicht weitere Wohnungen die Fenster tauschen lassen (jetzt mit massiv weniger Förderung).
Mit Stand Juli 2025 wären es lt. Energieberater 17 k€ Förderung gewesen, die wir wegen den Fenstern nicht erhalten hätten - Stand aktuell weiß ich nicht.

@mechanical0815 aber berechnen kannst das dann eh selber, vor allem wenn die angegebenen kosten konkrete angebote sind und nicht nur "das kostet üblicherweise X k€"? dann brauchst also eher sowas wie eine oder zwei allgemeine infografiken, die du den miteigentümern zeigen kannst, plus halt ein selbstgerechnetes spreadsheet?

energiekosten-steigerungen der zukunft kannst mMn rauslassen, weil sich eh alles am gas/ölpreis orientiert und parallel steigt, strom tendenziell weniger.

@mechanical0815 interessante frage ist, ob's günstige geförderte kredite gibt, daß dir die leut nicht "für mich macht 10k vs 6,5k investition einen unterschied" sagen. also daß du eine rechnung mit "X€/jahr für 10 jahre" oder so präsentieren kannst.

@cm eine Ortsbank würde die Finanzierung machen (was lt. Hausverwalter nicht mehr selbstverständlich ist), 30 Jahre Laufzeit wäre möglich. Daran scheitert es nicht, aber womöglich an der Kurzsichtigkeit mancher. 🤷🏼‍♂️
Weil Kosten selbstverständlich immer wichtig, Dinge wie Amortisation verstehen schon mal manche nicht wirklich. Und der Gewinn an Wohnqualität/Komfort wird sowieso komplett ausgeblendet wenn es ums Geld geht. Und was umwelttechnisch gut bzw. sinnvoll wäre, damit braucht man schon gar nicht kommen. Bis vor 2 Jahren hatte einer noch die Präferenz für Erdgas. 🤦

Von 10 ist mal schon 1 sowieso gegen alles, ein paar Wohnungen sind vermietet, da spielen auch laufende Betriebs- und Heizkosten weniger Rolle, zahlt eh MieterIn.

Es ist schwierig. 🙄

@cm jetzt lass ich das mal ruhen, du wirst erfahren wie es weitergeht - in nicht mal 3 Wochen wird jedenfalls schon mehr klar sein.
@cm danke für deinen Input. ☺️