@kattascha hab vor allem nie verstanden wie Männer keine echte (vs. theoretische) Empathie dazu haben. Auch CIS-Männer haben Übergriffe erlebt, über die sie relaten könnten - der Tätschler auf den PO, sobald man in die Pubertät kommt ist kein Einzelfall und beginnt beim vermeintlich harmlosen Zwicken in die Wange als Kleinkind.. Genug Beispiele über die, wenn auch in Intensität und Struktur unterschiedlich, related werden könnte.
In meinem engeren Umfeld dankenswerterweise kaum Thema. In größeren Gruppen muss mein S/O dann aber doch immer wieder Brücken schaffen, bevor die Herren der Runde aufhören so zu tun, als würde sie das alles nur theoretisch - oder eigentlich garnicht - angehen.
So bleibt es dann immer wieder ein reines "Frauenthema", mit dem Mann im besten Fall theoretisch zu tun hat - quasi der moderne Buchclub der Partnerin. Uff.
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Edit PS: hoffe es ist OK wenn ich mich mit einer CIS-mann-perspektive einbringe. Wenn nicht erwünscht, dann bitte einfach ignorieren.
@ente das ist nicht mutually exclusive. In meinem persönlichen (bzw beschriebenen/konkreten) Fall hat es aber vor allem damit zu tun wem Raum und Gehör verschafft wird.
Ich bin ein relativ großer Mensch mit tiefer Stimme und ziehe daher die Aufmerksamkeit (wenigstens von Männern) stärker an. Mein S/O ist auch gegenüber dem Durchschnitt klein und hat eine hohe Stimme. Deshalb halte ich mich in solchen Situationen - abgesprochen - im Hintergrund.
Bemühe mich deine Frage als aufrichtig interessiert und nicht als primär herausfordernd zu sehen. Fühle mich aber, als würde mir was echt Ungutes unterstellt werden. Bitte nicht. Wäre schade.
@AwkwardTuring
Danke für die Antwort. Ehrlicherweise war ich ein bisschen herausfordernd, aber trotzdem interessiert.
In der ursprünglichen Antwort hatte es für mich ohne Kontext - Brücken Bauen kann ja sehr viel sein - den Eindruck, dass du das deiner SO überlassen hast. Dabei braucht es ja auch gerade die cis-Männer, die anderen cis-Männern ihr unangenehmes Verhalten spiegeln, um eine bessere Atmosphäre für alle zu schaffen. Für mich ist es auch emotionale Arbeit und nicht nur "Frauensache".