Es überrascht mich immer wieder, wenn Menschen, überrascht sind, dass sie etwas nicht wussten oder etwas dazu gelernt haben. Denn das setzt voraus, dass diese Menschen dachten, bereits alles zu wissen.

Diese Annahme ist mir sehr fremd, aber sie begegnet mir immer wieder. Für mich ist "Nicht-Wissen" der Ausgangspunkt und der "Normal"-Zustand. Ich weiß sehr wenig. Und ich kann immer zu allen Themen etwas lernen

Habt Ihr Gedanken dazu? Als Lehrende beschäftigt mich das immer wieder.

@sonjdol

Gesellschaftlich ist etwas nicht zu wissen eine Schwäche. Das ist so ein tief verankertes patriarchales Ding. Wenn Menschen überrascht feststellen, dass sie etwas nicht wussten, dann ist das doch schon ein erster Schritt. Besser als die Unwissenheit in diesem Punkt zu Überspielen, zu Leugnen oder sonstwie Ungesehen zu machen.