Dieser Text schaffte es auf die Titelseite von @derStandard
Geschrieben von der stellvertretenden Chefredakteurin.

Da versuchen wir seit Jahren, durch medizinische Aufklärung ins kollektive Bewusstsein zu bringen, dass es nicht gut ist, wenn Leute krank in die Arbeit, in die Schule, in den Kindergarten gehen. Nein, der Glaube, dass Kinder krank sein müssten, um gesund zu bleiben, ist grundfalsch.

Durch viel Aufklärung und oft persönliche schlechte Krankheitserfahrungen hat sich bei vielen Lehrenden durchgesetzt, dass kranke Kinder ernst zunehmen sind. Zum Wohle der Kinder und zum Wohle der Lehrenden. Immerhin sind sie -noch vor den Gesundheitsberufen - die Berufsgruppe mit dem höchsten Anteil an #LongCovid und anderen postakuten Infektionssyndromen (PAIS).

Aber wenn die Kinder zu Hause halt zu mühsam sind...

@docjosiahboone @derStandard
Das ist gemeingefährliche Hetze, die entsprechend kommentiert gehört.
Ich habe jeden Tag diese Kinder in der Klasse sitzen, die mit schniefenden Nasen, Kofpschmerzen, Fieber und sonstigen Symptomen von ihren Eltern, aus den bekannten Gründen, in die Schule geschickt werden um ihre Mitschülerinnen und Kolleginnen daran teilhaben zu lassen. Man gibt ja gerne. Nichts gelernt und einfach menschenverachtend.
@villon @docjosiahboone @derStandard Das Schulministerin in NRW hat kürzlich wieder Texte und auch Grafiken an alle Eltern verschicken lassen, die Selbstverständlichkeiten enthielten (bei Fieber, Erbrechen etc. Bleibt mensch zu Hause). Alleine, das so etwas noch immer verschickt werden muss, weil die Krankentage von Kitas und Schulen in die Höhe jagen, macht mich traurig. Es herrscht Egoismus pur. Oder ist es doch Dummheit? Ich begreife es leider nicht…
@nona @docjosiahboone @derStandard
Multifaktoriell würde ich sagen. Angst um den Job, Überforderung mit den Aufgaben, Geldgeilheit oder wie du sagst Egoismus und Dummheit pur.