45 Millionen Arbeitnehmer*innen gibt es in unserem Land. Sie bringen jeden Tag ihre Leistung im Betrieb … und danach geht die Arbeit weiter, wenn Haushalt und Familie versorgt, der Nachbar unterstützt und der Verein organisiert wird. Es sind die hart arbeitenden Menschen, die Wirtschaft und Gesellschaft am Laufen halten.

Ich habe selbst jahrelang in schlecht bezahlten Jobs gearbeitet und weiß wie das ist, wenn man jeden Tag ackert und nicht weiß, wie man über den Monat kommen soll. 1/5

Die Union sagt: Ihr arbeitet zu wenig, seid zu oft krank. Ihr macht Lifestyle-Teilzeit und geht zu früh in Rente. Anstatt die Beschäftigten zu beleidigen, sollten wir als Politik dafür sorgen, dass sie gut arbeiten und ihr Leben gut bewältigen können. Dazu gehört, dass Busse und Züge pünktlich fahren, dass Kita und Schule nicht dauernd ausfallen, dass man einen Arzttermin bekommt, wenn man ihn braucht und dass Rente, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung einen nicht im Stich lassen. 2/5

Das alles braucht einen leistungsfähigen Staat, der sich nicht aus der Verantwortung stiehlt!

Wer aber Steuern für Unternehmen senken und der Soli abschaffen will, der muss ehrlich sagen: Davon profitieren nur Spitzenverdiener. Bezahlbarer Wohnraum, leistungsfähige Straßen und Schienen, gebührenfreie Kitas und gerechte Bildung schauen dagegen in die Röhre.

Auch bei den Kürzungen greift der CDU-Wirtschaftsrat tief in die Mottenkiste antisozialer und arbeitnehmerfeindlicher Politik. 3/5

Die Behandlung beim Zahnarzt soll nicht mehr von der Krankenversicherung bezahlt werden - da vergeht einem das Lachen.

Arbeitslosengeld soll auch für Ältere nur ein Jahr lang gezahlt werden. Danach bleibt nur noch Grundsicherung. Eine herbe Drohung.

Die härtesten Forderungen kommen bei der Rente: Die vorgezogene Rente für langjährig Versicherte soll abgeschafft werden, ebenso die Mütterrente und die Grundrente als Mindestrente für Geringverdiener. Stattdessen sollen alle länger arbeiten. 4/5

Und da will der CDU-Wirtschaftsrat die Beschäftigten glauben machen, dieser Frontalangriff auf ihre soziale Sicherheit sei eine „Agenda für Arbeitnehmer“?

Was für eine bodenlose Frechheit.

Wenn Wirtschaftsvertreter uns Sozialdemokrat*innen eine „Agenda“ abverlangen, schrillen bei mir alle Alarmglocken.

Zeit, aufzustehen und dem Sozialabbau ein Stoppsignal zu setzen. 5/5

@eskensaskia Wie großartig wäre es doch, wenn die SPD in dieser schwierigen Situation an der Regierung beteiligt wäre und nicht aus der Opposition heraus arbeiten müsste.
@mardor Die SPD ist auf Rückhalt angewiesen, um in der Regierung Dinge zu erreichen. Oder meinst Du, es reicht, wenn @eskensaskia zu Friedrich Merz geht und sagt: "ne, lass mal" 😉
@kaffeeringe @mardor @eskensaskia Was genau erreicht die SPD in dieser Regierung?

@hafensonne @kaffeeringe @mardor @eskensaskia

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Der Mindestlohn wäre bestenfalls um ein paar Cent gestiegen.

Die Sache mit dem Bürgergeld wäre noch ganz anders ausgegangen.

Ein schwarzer oder blauer Justizminister hätte Palantir längst durchgewunken.

Ganz allgemein will ich mir nicht vorstellen, wie eine schwarzblaue Regierung zu Werke ginge, denn das war die einzige rechnerische Möglichkeit. Neuwahlen hätten vermutlich direkt zu blauschwarz geführt.

@SPD_Kaiserstuhl_Tuniberg @kaffeeringe @mardor @eskensaskia Also wenn euer Anspruch nicht mehr sozialdemokratische Politik ist, sondern „schlimmer geht immer“, dann dürft ihr euch nicht wundern, wenn euch die Wähler:innen weglaufen.

@hafensonne @kaffeeringe @mardor @eskensaskia

Mit anderen Worten: Wenn man als Juniorpartner in einer Regierung nicht 100% des Parteiprogramms durchsetzen kann, dann hilft nur Fundamentalopposition?

@SPD_Kaiserstuhl_Tuniberg @hafensonne @kaffeeringe @mardor

Das sozialdemokratische Mantra, man würde ja so gerne eine ganz andere Politik gestalten, wenn man denn die dazu notwendigen Mehrheiten hätte, wird durch die ständige Wiederholung weder richtiger noch erträglicher.
Die "Sozialpolitik" dieser Koalition ist die Fortsetzung von Hartz4 ("Wer hat's erfunden?!") , nun halt mit schwarz- statt grün"rot")
und diese Esken Empörung ("bodenlose Frechheit") ist keine Politik, sondern Politkitsch.

@exESPEDE @SPD_Kaiserstuhl_Tuniberg @kaffeeringe @mardor Es ist ja noch nicht so lange her, da war der Kanzler sozialdemokratisch.