Lesenswerter und fairer Vergleich zwischen @OpenCloud @ownclouders @nextcloud im Linux-Magazin. Imho fehlen aber drei-vier Sachen (oder hab ich die nur übersehen?): Updates/Upgrades, der in OpenCloud integrierte Radicale CALDAV/CARDDAV-Server, die coolen Suchfunktionen dort und Beispiele für große Installationen. 1/4
https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2026/03/freie-clouds-im-enterprise-kontext/
Nextcloud, ownCloud und OpenCloud unter der (Enterprise-)Lupe

Cloud-Speicher und Online-Kollaboration sind in Unternehmen längst Alltag. Dort wächst langsam das Bewusstsein, dass Daten nicht bei beliebigen Anbietern liegen sollten. Freie Cloud-Lösungen wie Nextcloud holen die Kontrolle in die Firma zurück. Der CLOUD Act zwingt US-Provider zur Herausgabe gespeicherter Daten, Handelsstreitigkeiten führen zu einer wachsenden Skepsis gegenüber den Angeboten der Hyperscaler. Datenhoheit, Unabhängigkeit und Compliance-Anforderungen wie die DSGVO sind für Unternehmen weitere Gründe, nach Alternativen zu proprietären Cloud-Diensten zu suchen. Hier kommen Open-Source-Cloud-Lösungen wie Nextcloud, ownCloud und OpenCloud wie gelegen. Sie eigenen sich schon lange nicht mehr nur für den privaten Gebrauch, ihr Einsatz lohnt auch im Enterprise-Kontext. Wir s uns die Stärken und Schwächen der einzelnen Plattformen an, und unterstützen Sie bei der Auswahl der Angebote. Nextcloud für Unternehmen Nextcloud Hub entstand 2016 als Fork von ownCloud und ist inzwischen eine eigenständige, ausgereifte Kollaborationsplattform [1]. Der Kern besteht aus dem in Abbildung 1 gezeigten Nextcloud Files, das unter anderem eine Datei-Synchronisation und ein Datei-Sharing ermöglicht. Dieses Angebot ergänzen Hunderte Apps aus dem App-Store. Besonders populär sind Nextcloud Talk für Video- und Audiokonferenzen sowie Nextcloud Mail und Groupware, die eine Kalender- und Kontaktverwaltung nachrüsten. Nextcloud Office integriert wahlweise über Collabora oder OnlyOffice ein Büropaket, während der Nextcloud Assistant einen lokal betriebenen KI-Assistenten zur Text- und Audioverarbeitung bereitstellt. Für den Unternehmenseinsatz bündelt Nextcloud seine Leistungen unter der Marke Nextcloud Enterprise. Das Abonnement [2] umfasst laut Hersteller eine zusätzliche Qualitätssicherung, frühzeitige Fehler- und Sicherheits-Patches, fünf bis zehn Jahre Long-Term-Support und ein dediziertes Support-Team, das je nach Service Level Agreement rund um die Uhr erreichbar ist („24/7-Support“). Kunden erhalten direkten Kontakt zu den Entwicklern, Unterstützung bei Migrationen sowie Workshops und Best-Practice-Beratung. Im Rahmen von Enterprise Influence können größere Kunden sogar die Roadmap beeinflussen. In Unternehmen integriert sich Nextcloud mit weiteren Produkten, allen voran Outlook, SharePoint, Microsoft Teams, Active Directory und Office Online. Sicher skalierbar Die Enterprise-Variante garantiert, dass der Quellcode sicher ist und zum Beispiel HIPAA- oder FERPA-Anforderungen erfüllt. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (via TOTP, U2F, WebAuthn), eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, eine App zur Dateizugriffskontrolle, Ransomware-Schutz und weitere, feingranulare Berechtigungskonzepte. Für sogenannte M&A-Transaktionen im Finanzwesen und ähnliche sensible Szenarien steht ein Virtual Data Room zur Verfügung. Dieser ermöglicht Aktivitätsprotokolle, Mehrfaktor-Authentifizierung, digitale Rechteverwaltung, Wasserzeichen und Remote-Wipe. Für die gesetzliche Compliance bietet die Plattform eine Data-Request- und Delete-Account-App sowie exportierbare Nutzerdaten. Obwohl in PHP implementiert, lässt sich der Nextcloud-Server horizontal skalieren. Unternehmen können mehrere Webserver hinter einem Load-Balancer betreiben und Speicher über S3-kompatible Backends, unter anderem Ceph, Swift und MinIO, bereitstellen. Für Überwachung stehen Monitoring-Apps sowie Integrationen in Prometheus, Grafana und Elastic bereit. Die Nextcloud GmbH verweist darauf, dass ihre Plattform hohe Leistung und niedrige Latenz bei Hunderten bis Millionen von Nutzerinnen bietet. Obendrein arbeitet Nextcloud recht effizient: Als erste Cloud-Plattform erhielt Nextcloud 2025 den Blauen Engel [3] für energie- und ressourceneffiziente Software (DE-UZ 215). Die Software hat sich in zahlreichen Behörden und Unternehmen etabliert. So nutzt das französische Ministerium für Energiewende laut Nextcloud eine Instanz für 50.000 Beschäftigte [4] und betont den Schutz von Bürger- und Mitarbeiterdaten. Die EU-weiten Ausschreibungen zeigen, dass Nextcloud als vertrauenswürdiger Anbieter für digitale Souveränität

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Seltsam, dass hier schon wieder mal Geschichte wiederholt: Vier Sachen fehlen, bei denen Nextcloud imho nicht die Nase vorn hat. Aber mei, so ist das halt. :-) Insgesamt doch recht ausgewogener Bericht. 2/
Remember: Owncloud Infinite Scale #OCIS läuft beim CERN und in der bayerischen Schulcloud, ist cloud-native, von der Performance vielen Konkurrenten weit überlegen und macht bei Updates/Upgrades keine Probleme, anders als viele PHP-Community-Apps. #Opencloud hat die gleiche Code-Basis, ist aber von Heinlein Group, hat freundliche Menschen im Backend und keine US-Israelische Geheimdienstvergangenheit.
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Hintergrund zur Entstehungsgeschichte, Mein Artikel über Streits und Mythen rund um die Open-Source-Clouds:
https://www.golem.de/news/open-source-stress-in-der-cloud-2507-197492.html
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Open Source: Stress in der Cloud - Golem.de

Opencloud hat vor einigen Wochen eine neue Version herausgebracht. Ebenso spannend wie die Neuerungen ist die Story, aus der Opencloud hervorging.

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