Mir wird derzeit wieder verstärkt geraten, mich in Sachen Barrierefreiheit & Inklusion nicht mehr zu engagieren, weil es eh nichts brächte & mich nur Zeit & Kraft koste.

Stimmt.

Und dann?

Probleme verschwinden nicht, wenn man sie ignoriert. Diskriminierung & Ableismus würden nur noch mehr zunehmen, blieben sie unwidersprochen.

Schweigen ist bequem, aber keine Lösung, sondern Teil des Problems.

Deshalb sollten viel mehr Leute laut werden & Betroffene nicht allein lassen.

#Ableismus

@AnyaKarl ich wage mal den Widerspruch mit "stimmt nicht!"- zumindest bei dem "bringt nichts".

Es wird oft davon ausgegangen, dass keine spürbare Veränderung bedeuten würde, dass es nichts brächte. Das ist einfach nicht wahr.

1. Veränderung muss massiv und recht öffentlichkeit sein, um spürbar zu werden. Viele kleine Erfolge werden aber nur selten wahrgenommen.
2. Veränderung muss kein Indikator sein, stillstand kann auch "kein Rückschritt" bedeuten. (Manchmal traurig, aber dennoch relevant)

@AnyaKarl Es mag stimmen, dass die Welt nie vollumfänglich barrierefrei sein wird, dass umfassende Barrierefreiheit eine Utopie sei - das ändert aber absolut nichts daran, dass Mensch das trotzdem anstreben kann und sollte. Das Ergebnis ist ja kein binäres "ganz oder gar nicht".

Alternativ sollten wir jede Form von (politischen) Bestrebungen dringend und sofort einstellen, bringt doch alles eh nichts. /s

@AnyaKarl und es mögen "ganz liebe Menschen" sein, aber ich halte da sehr viel von fragen und Eigenverantwortung respektieren. Ich mag diese "gut gemeinten Tips" einfach nicht - völlig egal, zu welchem Thema...

Manche meinen aus irgendeinem Grund, dass sie besser wüssten, was gut für andere sei - und liegen damit einfach oft falsch (und handeln dabei recht übergriffig, egal ob bewusst/gewollt oder unbewusst/-gewollt).