Rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland (16,1 % der Bevölkerung) hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze und galten deshalb als armutsgefährdet. Ein Jahr zuvor hatte die Quote bei 15,5 % gelegen. Weitere Infos: https://destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_039_63.html?nn=2110

#Armut

@destatis

Menschen die unter der Armutsgrenze leben, sind nicht gefährdet arm zu sein.

Sie SIND arm!

#Armutsbetroffen

@pruno @destatis Wenn der Begriff grundsätzlich mit Armut verwechselt wird, muss doch beim Amt die Frage nach der Anzahl der Haushalte gestellt werden , die tatsächlich „nur“ gefährdet sind ! Und vorher hätte ich auch vom Amt gerne die Gefährdet-Definition . Denn die Armutsgrenze gemessen am Abstand zum Durchnittseinkommen ist mir schließlich lange bekannt. Aber hier wieder schwammig: wo finde ich wiederum diese Definition ? Und zwar mit Herleitung. Verschleierungen …
@enigma @pruno
Wir verschleiern hier nichts, diese Informationen sind alle auf unserer Website zu finden (siehe Link im Post): Nach Definition der Europäischen Union (EU) gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.
@enigma @pruno
2025 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland netto (nach Steuern und Sozialabgaben) bei 1 446 Euro im Monat (2024: 1 381 Euro) und für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3 036 Euro im Monat (2024: 2 900 Euro)."
Eine Erklärung für "Äquivalenzeinkommen" kann man sich direkt im Text anzeigen lassen. Daten zu Haushalttypen finden Sie in der Pressemitteilung ebenfalls, auch mit Link zu weiteren Infos.
@destatis
Die Schwelle 60% war hier längst bekannt, was Sie schon lesen konnten. Sie beziffern belehrend den Schwellenwert, als ob man sich das nicht selbst ausrechnen könnte. Denn gefragt war nach der Herleitung für das Äquivalenzeinkommen. Also Thema verfehlt. Wenn Sie einerseits Ihre Arithmetik vorrechnen, dann aber nur auf ihre Quellen verweisen, die niemand in Zweifel zieht, warten wir auf treffendere Antworten.
@pruno
@destatis
was Sie scheinbar nicht verstanden haben, ist, wie nach dem Unterschied gefragt wurde, wann jemand in Armut lebt oder nur "armutsgefährdet" ist.
@pruno
@enigma @pruno
Armut ist kein definitiver Zustand wie etwa die Frage, wie viel jemand verdient oder mit wie vielen Personen jemand zusammenwohnt. Wir nähern uns dem Thema über verschiedene Indikatoren an - übrigens nach EU-weiter Vorgabe von Eurostat. Einer davon ist eben die Armutsgefährdungsgrenze, die über das Einkommen berechnet wird.
@enigma @pruno
Da das Einkommen allein noch nicht viel darüber aussagt, wie die Lebensbedingungen einer Person aussehen (Vermögen, also etwa das Geld auf dem Sparbuch, spielt hier z. B. keine Rolle), gibt es weitere Indikatoren für Armut und soziale Ausgrenzung: Den Fragenkatalog zu materieller und sozialer Entbehrung und die Erwerbsbeteiligung. So nähern wir uns der Realität so weit wie möglich an. Trotzdem können wir nur Aussagen dazu treffen, wer armutsgefährdet - also potentiell arm - ist.

@destatis
Verstanden. Daraus resultiert halt, dass das mangelnde Einkommen entweder mit definitiver Armut ( die es eigentlich in BS nicht permDefinition gibt) gleichgesetzt werden kann - weil ohne Vermögen, Erbe usw. Oder das Gegenteil der Fall sein kann: Dank Vermögen, Erbschaft, Kapital oder Immobilien, entfällt das Arbeitseinkommen . Dazu muss man kein Millionär sein. Dennoch wäre er in der BS-Definition "armutsgefährdet" ( ohne regelm Einkommen über 60% Abstand ), richtig ?

@pruno

@destatis
wenn ich so lese ,wie statistisch Armut durch völlig none-monetäre Indikatoren beschrieben, festgehalten oder möglich ist, während jemand eigentlich noch nicht armutsgefährded ist, dank genug Abstand beim Einkommen von der Schwelle der Armutsgefährdung, dann wird das Missverhältnis sprachlich doch absurd: Arm, obwohl nicht armutsgefährdet. z. B wegen hoher anderer Entbehrungen, irgendwie
@pruno

@destatis @enigma

Danke für ihre Beteiligung!

Ihre Zahlen hat niemand angezweifelt.

@destatis
der Begriff armutsgefährdend kann als Verschleierung angesehen werden, solange Ihr Amt sich nicht an eine Definition von Armut hält, sondern nur "armutsgefährdet kennt . In Ihrer Stellungnahme reden Sie um den Unterschied wieder herum.
@pruno