Wenn ihr nicht zufälligerweise die Heute-Show gesehen habt, bitte schaut euch diese 30 Sekunden des Mannes an, der uns regiert. 😱

Das ist keine Satire. Das ist echt.

@mina

Der regiert uns nicht, der wird regiert.

@OhWeh

Mit so einer Aussage entlässt du ihn aus der Verantwortung.

@mina

Nein!

Korruption ist kein Grund für Freispruch. Befehlsempfänger wurden auch gehängt.

Mit Recht!

@OhWeh

Aber nicht in Nürnberg.

99,9% sind auch später davongekommen, mindestens in Westdeutschland.

@mina @OhWeh Die meisten - ja. Aber die DDR war da nicht viel besser - abgesehen davon, dass man offiziell zu anfangs einem anderen Verbrecher namens Stalin huldigen musste.

https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/entnazifizierung-nazis-in-der-ddr-100.html

Von wegen Entnazifizierung: Nazi-Karrieren in der DDR

Am 27. Februar 1948 wurde die Entnazifizierung in der Sowjetischen Besatzungszone offiziell beendet. Es war ein Gründungsmythos der DDR, dass sie antifaschistisch und nazifrei war. Aber war sie das wirklich?

MDR

@scheichsbeutel

Ich weiß schon, dass die DDR kein Sonnenscheinstaat war.

Aber mindestens wurden Nazichargen, anders als in der BRD, ziemlich rigoros aus dem öffentlichen Dienst, der Armee und der Justiz verbannt.

Dass es dann eine andere Diktatur gab. Kacke.

@OhWeh

@mina @scheichsbeutel

Ich setze Euch mal @stefanmuelller dazu und gehe 😉

@OhWeh @mina @scheichsbeutel

Hallo Ihr, ich versuche, das hier ein bisschen differenzierter zu machen. Die großen Nazis waren klar im Westen. Da wäre ich an ihrer Stelle auch hingegangen, wenn „die Russen kommen“.

Dazu könnt Ihr in meinem Blog was lesen und ich poste auch immer neue Sachen dazu.

https://so-isser-der-ossi.de/nazis/

Unten auf der Seite habe ich mal geguckt, was aus Nazis geworden ist, die in KZs gearbeitet haben oder den Mördern, die die Psychiatrie-Patient*innen vergast haben.

Mit ganz wenigen Ausnahmen sind die in den Westen gegangen.

Zum #Braunbuch könnt Ihr in meiner Timeline was finden. Habe gerade gestern über Josef Abott gepostet. Das sind ganz andere Nummern als in der DDR. Gaaaanz anders.

https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/die-taeter/006-erster-staatsanwalt-josef-abbott-1913-1982

Und das steht im Wikipedia-Artikel zu #Antifaschismus:

„Eine Ost-West-Differenz spiegelt sich auch im justiziellen Umgang mit den NS-Verbrechen. „12.890 rechtskräftigen Urteilen bei etwa 17 Millionen Einwohnern in der DDR … stehen etwas mehr als 6.500 rechtskräftige Urteile in der BRD mit gut 60 Millionen Einwohnern gegenüber.“ Dabei sei zu berücksichtigen, „dass viele mutmaßliche NS-Verbrecher Zuflucht in Westdeutschland gesucht und gefunden haben und im Westen durch Tricks alte Nazis ganze Verfahren … erfolgreich hintertrieben haben“, wie Heiner Lichtenstein feststellte.[131]“

https://de.wikipedia.org/wiki/Antifaschismus

ZU den Ärzten habe ich ja auch was geschrieben. Die, die nicht gleich hingerichtet wurden, haben sich erfolgreich durchgewurschtelt und hatten dann Ateste, die ihnen Verhandlungsunfähigkeit bescheinigten und praktizierten dann fröhlich weiter.

Nazis in Ost und West - So isser, der Ossi

In den dis­kurs­re­le­van­ten Medi­en wird oft sug­ge­riert, das Nazi-Pro­blem sei ein Ost-Pro­blem. Das ist eine Abspal­tung und Ver­drän­gung, die letzt­end­lich für die gesam­te Demo­kra­tie gefähr­lich ist. Ich habe jah­re­lang davor gewarnt, so lang­sam wird die gesamt­deut­sche Kata­stro­phe sicht­bar. Hier gibt … Weiterlesen →

So isser, der Ossi
@stefanmuelller @OhWeh @mina @scheichsbeutel und wer wissen will, was die dort dann gemacht haben, dem sei (auf eigene Gefahr) dieser Link empfohlen https://www.deutschlandfunkkultur.de/medikamentenversuche-an-heimkindern-das-war-die-hoelle-100.html
Medikamentenversuche an Heimkindern - "Das war die Hölle"

Was die Pharmazeutin Sylvia Wagner ans Licht gebracht hat, ist erschütternd: Ab den 50er-Jahren wurden in deutschen Heimen Medikamentenversuche an wohl Tausenden von Kindern durchgeführt. Das Leben von Betroffenen ist dadurch ruiniert.

Deutschlandfunk Kultur
@mina @OhWeh Hier in Österreich wurde die Entnazifizierung auch sehr gemütlich gehandhabt: Wir waren einfach das erste Opfer unseres Landsmannes. Erst über 40 Jahre später nahm man plötzlich zur Kenntnis, dass es unter diesen Opfern proportional gesehen mehr Nazis gab als beim großen Bruder. Aber da war dann alles schon so lange her und hätte die Gemütlichkeit auch wieder gestört (wie die Waldheim-Geschichte, die auch nicht ins Selbstbild passte).

@scheichsbeutel

Aber die Österreicher haben sich doch mit ausgestrecktem rechten Arm gegen die Invasoren gewehrt, oder?!

@OhWeh

@mina @OhWeh Genau. Und dann am Heldenplatz mit dem verlorenen Sohn gefeiert. Wenn wir eines hier gut können, dann heucheln Aber das in Perfektion.

@scheichsbeutel

Naja. In der Hinsicht sind wir tatsächlich ein Volk.

@OhWeh

@mina @OhWeh Kann sein - aber diese Form von Verlogenheit (eben paradigmatisch beim Umgang mit der NS-Vergangenheit, bei uns gab es überhaupt kein Schuld-, nur ein Opferbewusstsein) ist schon speziell. Ähnlich wie die vielgepriesene "Neutralität": Die bedeutet einfach nur, dass wir abwarten, wer sich als der Stärkere herausstellt. Nur ja nicht zu früh sich auf eine Seite schlagen, der Wind könnte sich ja drehen.

@mina @scheichsbeutel @OhWeh

Na die Ösis hatten zu dem Zeitpunkt ja auch schon ein bisschen Übung darin. Und ob man nun vor dem "Führer und Reichskanzler" oder dem "Bundeskanzler und Frontführer" strammsteht, macht doch nicht so den ganz großen Unterschied...

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@ErikML @mina @OhWeh Natürlich, wir hatten schon mal mit 4 Jahren Austrofaschismus geprobt. Und den dann post festum für absolut harmlos erklärt. Das Wechseln zwischen Kruckenkreuz und Hakenkreuz ist uns leicht gefallen.
@[email protected] @[email protected] @[email protected] Nur weil das Pferd von Waldheim Mitglied bei der SS war, heisst das noch lange nicht, dass Waldheim nicht Generalsekretär der UNO war. Das wär ja, so als ob Trump nicht Präsident der TrumpOrg wäre, nur weil Epstein eine Insel gekauft hat.
@Life_is @mina @OhWeh Mir gefällt nicht, wie immer auf diesem armen Pferd herumgeritten wird. Seit dieser unbedachten Sinowatzschen Äußerung ist die gesamte Art Equus caballus in Misskredit geraten. Fehlt nur noch der aus den Ausführungen meines p. t. Vorredners (deren Logik in Zweifel zu ziehen ich mich niemals unterfangen würde) zu ziehende Schluss, dass das inkriminierte Mitglied der genannten Organisation Ahnherr/frau eines Reiterhofes auf besagter Insel war.