Möchte etwas loswerden:

Wenn ich mir anschaue, was @rpolenz und @BlumeEvolution so abbekommen, würde ich mich wirklich freuen, wenn hier einige verbal abrüsten würden.

Bitte beurteilt Menschen nach ihrem konkreten Handeln und nicht nach Etiketten, die ihnen angeheftet werden.

Allen, die das tun, möchte ich hiermit herzlich danken und ihnen meine Hochachtung aussprechen.

Und ebenso allen, die die Kraft finden, ihren Umgang mit Menschen in den sozialen Medien kritisch zu reflektieren.

@Awet Tesfaiesus, MdB Ich denke gerade daran, wie zu meinen Kinderzeiten über die jeweiligen Politiker geschimpft und geflucht wurde. Schlimmste Verwünschungen wurden ausgesprochen.
Blieb aber halt alles am Tresen, beim Kaffeekränzchen, auf dem Sportplatz. Ein Dorf weiter hat keine Sau was davon erfahren. Und wenn doch, gab es zu denen, die sich da geäußert hatten, oft ähnliche Aussagen. Je nach dem auf welcher Seite man stand.
War aber eben kein Geschäft für Medien. Social Media ist halt ne riesige Kneipe. Entsprechend wird sich benommen.
Strauß und Wehner haben sich nichts geschenkt, jedenfalls öffentlich. Wie viele Biere die gemeinsam im Bundestagskeller gekippt haben, weiß ich nicht.
Und vielleicht hatten beide auch so ein Grund-Gefühl, wann Schluß mit lustig war und das Reißverschlußverfahren her musste um schwierige Baustellen meistern zu können.

@Michael Blume @Ruprecht Polenz

@ulrich

Danke, solche Reflektionen geben mir Hoffnung:

Viele Menschen werden sich auch im #Fediverse erst neu aus ihren jeweiligen, auch politischen Blasen heraus bewegt haben, hinzu kommt die vermeintliche Anonymität pseudonymer Accounts & sicher auch oft emotionalisierte Nachwirkungen durch algorithmische #Konzernmedien.

Hoffe, dass sich mittelfristig (& leider auch an Eskalationen wie derzeit) 1 neue Kultur des Dialoges entwickelt. Auch deswegen halte ich gerne durch.

@AwetTesfaiesus

@Michael Blume Ich gehe nicht in jede Kneipe.

Technisch ist das Stummschalten, Blocken.

Auf Hubzilla kann man selber eine Kneipe aufmachen, mit Türsteher. Da kommt nur rein, wer an der Gesichtskontrolle vorbeikommt. Soweit ich das technisch weiß, kann das auch nicht (einfach) über den Nutzerkreis hinaus versand werden.
Privacy Police heißt das beim Hubi.

@ulrich

Nun, im Bild der #Kneipe mit Einlasskontrolle bietet sich mir halt die Befürchtung einer mimetischen #Blase. Wenn ich damit zufrieden wäre, würde ich mich einfach aus #Mastodon zurückziehen.

Aber nach meiner Einschätzung brauchen freiheitliche #Demokratien immer auch Orte der gemeinsamen Öffentlichkeit und des Dialoges - der Begriff #Republik kommt von res publica = öffentliche Sache.

Eine "zerblasene" Gesellschaft wäre der Traum von Autoritären & ich möchte genau nicht dorthin.

@Michael Blume Je öffentlich, desto Gegenwind. Das artet dann auch gern mal zu Kriegsschauplätzen aus.
Wenn man sich den Iran anschaut: sind sie das wortwörtlich.

@BlumeEvolution @ulrich Vor kurzem war ich in einem Talk über technologische Werkzeuge für demokratischen Diskurs, und wurde dort auf das Projekt pol.is aufmerksam gemacht.
Soweit ich das verstanden habe (alles ohne Gewähr), ist das Prinzip wie folgt:
- Menschen schreiben kurze (microblogging) Posts über Policy Issues
- Die Posts können bewertet und gerankt werden (reddit ähnlich)
- Nutzer:innen werden algorithmisch in Meinungsgruppen sortiert auf Basis ihres Votingverhaltens
- Das Ranking gewichtet solche Posts stärker, die von Nutzer:innen positiv bewertet wurden, die einer anderen Meinungsgruppe angehören als die Autor:in des Posts
- Posts mit hohem Ranking sind daher diejenigen, die wahrscheinlich konsensfähig sind.

Scheinbar konnte das in Taiwan erfolgreich genutzt werden, um Policies mit enorm hohen Zustimmungswerten zu beschließen.