Hat jemand von euch Erfahrungen damit eine Klasse 5 an der weiterführenden Schule explizit als #smartphonefrei zu bewerben? Ist das realistisch umsetzbar, was bedeutet das für Kolleginnen und Kollegen?

"Erst Kindheit. Dann Smartphone.
Unsere Vision ist eine Kindheit, in der unsere Kinder wieder unbeschwert, frei und selbstbestimmt heranwachsen.
Ohne Smartphone. "

#fedilz #smartphone
https://www.smarterstartab14.de/

Smarter Start ab 14

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@dreamchipper Ja 🙋🏼‍♀️
Allerdings halte ich nichts von komplett Smartphone frei, aber der Einsatz mit echtem Konzept. Kinder brauchen eine lange eng begleitete Trainingsphase, die gilt es zu gewährleisten und zu gestalten. Der Aufbau von Medienkompetenz bindet Unterricht, Schüler*innen und Eltern über einen längeren Zeitraum aktiv ein, sodass Medienkompetenz aufgebaut ist, wenn man Kinder später in die Selbstständigkeit damit überführt. Melde dich gerne für nähere Infos.
@goodthinkhunting Es geht vor allem um die Phase in der die Kids noch recht klein sind und durch WhatsApp etc. in der peer group ein gewisser Druck entsteht. Wenn das weg wäre, hält man es länger aus ohne den Kram? Medienbildung findet bei uns ab Klasse 5 in einem expliziten Fach statt. Ein Argument wäre sogar, erst die Medienbildung und dann kann man auch nach und nach eigene Gerät haben, oder immer mehr das Gerät eigenständig verwenden? (1/2)
komplett frei über die gesamte Schulzeit halte ich auch nicht für zielführend (2/2)
@dreamchipper Ich glaube nicht, dass das in der Breite realistisch ist. Viele Eltern wollen, dass ihre Kinder ein Handy haben, wenn sie mit dem Bus zur Schule fahren; andere haben schon in der GS ein Handy.
Die Idee finde ich aber gut! Man müsste das den Eltern von Anfang an klar kommunizieren und Begleitangebote schaffen (Medien-Elternabende bspw.).
@Sebeisele Ich erhoffe mir dabei dass Eltern, die sich bewusst für so eine Klasse entscheiden, entsprechend von daheim unterstützen und nicht alles allein in der Schule geregelt werden muss.

@dreamchipper Ein benachbartes Gymnasium (Speckgürtel HH, jedoch SH) hat das mit sehr großem Andrang und Erfolg zu Beginn des Schuljahres gestartet. Vielleicht ist die Kollegin offen für einen Austausch des Konzepts.

Homepage: https://www.gymnasium-wentorf.de/service/neuigkeiten/artikel/pilotprojekt-smartphonefreie-klasse.html

Bericht im NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/ganz-ohne-smartphone-fuenftklaessler-vermissen-nichts,handy-216.html

Pilotprojekt: „Smartphonefreie Klasse“

@lehrerperle Ähnliches höre ich auch meinem Umfeld hier in Stuttgart. Daher wollte ich den Gedanken zumindest mal weiterspinnen und freue mich über Erfahrungen an andern Schulen. Danke für’s Teilen.
@dreamchipper
An der Schule meines Enkels ist der Gebauch von Handy, Tablet etc nicht gestattet, es sein denn im Unterricht. Einfach mal die Schulleitung kontaktieren.
Siehe "Die HBS - Kontakte/Schulverwaltung - Schulordnung"
https://www.benrathschule.de/
Henry-Benrath-Schule – Gesamtschule des Wetteraukreises

@lress Danke für den Hinweis. Regelungen für mobile Endgeräte haben wir auch schon länger. Ich fand den Gedanken interessant, dass man Klassen explizit danach bildet, dass Eltern sagen, sie geben dem Kind kein Handy (mit). Dadurch erhofft man sich mehr Unterstützung bei der Thematik durch die Eltern, wenn ich das Konzept richtig verstehe.

@dreamchipper
Ich halte dies leider nicht für landtauglich ...im gut ausgebauten Infrastrukturbereich sehe ich dafür eher Chancen.

Allerdings verfolge ich persönlich einen anderen Ansatz: ähnlich wie die aktuelle Frage zur Altersgrenze für SM sollte diese auch zur Nutzung digitaler Endgeräte nicht vom Alter her beantwortet werden.
Das ist so als ob keine Verkehrsregeln gelten und deshalb Kindern das Fahrradfahren verboten wird. Und anstatt, dass wir drüber

reden wie wir Regeln durchsetzen oder sie vielleicht auch anpassen müssen, diskutieren alle nur darüber ob man in dem Alter auch wirklich schon sein Gleichgewicht halten kann.
@dreamchipper

@dreamchipper und wiedermal werden Probleme die anderweitig entstehen auf ein Werkzeug geschoben. Probleme verschieben ist einfach.. macht interessanten Unterricht, sorgt dafür, dass sich die Kids wohlfühlen etc. und schon ist das alles viel weniger Problem.. ich weiss ich weiss der einzelne kann/darf nicht...

#smartphonefrei #fedilz #smartphone

@anmey @dreamchipper

Da geht es doch explizit darum, dass die Kids auch daheim kein Smartphone nutzen sollen, oder?

@onkelmarkus @anmey Mir geht es vor allem um die Zeit in der Schule

@anmey @dreamchipper
Ich bin mir nicht sicher, in wie weit süchtige Eltern und süchtige Eltern ein gutes und schützendes Vorbild sein können, oder gute Konzepte zum Smartphonefreien Leben haben.

"Interessanter Unterricht" ist auch leicht gesagt, wenn das Maß aller Dinge nicht mehr die Aufmerksamkeitsspanne von 90 Sekunden ist, sondern nur noch 15 Sekunden zur Verfügung stehen. Unterbrochen nur von aufmerksamkeitsheischenden Benachrichtigungen von Messenger und "social Media". …

@dreamchipper Unser Nachbargymnasium hatte mit genau dem Konzept nun schon zwei große Artikel in der Lokalpresse, und das kurz vor den Sextaner-Infoabenden. (ein bisschen knurrig sind wir schon jetzt ;)
Bisher bewerben sie es damit, dass interessierte Eltern ankreuzen können, ob ihr Kind in so eine Klasse soll oder nicht. Damit halten sie es sich offen: kriegen sie eine ganze Klasse zusammen? Oder wollen es (fast) alle, dann schulweit einführen. (1/3)
Ich bin kein Freund davon. Wir haben uns schon lange auf klare Regeln geeinigt, die wir auch den Kleinen und den Eltern von Beginn an kommunizieren und sie auch konsequent durchsetzen. Die IuM-Kolleg:innen führend behutsam an die digitale Welt heran, nach den Herbstferien erste Berührungspunkte mit dem hauseigenen Matrix-Chat. (2/3)
Dieses „Start ohne Handy“ wirkt auf mich wie „be smart don't start“, ein Hauch Populismus, ein Hauch Digitalbashing à la Spitzer. Schule will auf Teufel komm raus Gesellschaft und deren Habits formen? Gerne! Thema Handy ist für mich aber an falscher Front verkämpft. (3/3)
@TeachrDigital Danke für den Einblick. So ähnlich ist es bei uns auch. In IuM werden die Grundlagen gelegt, Regeln haben wir schon länger und setzen die konsequent um. Ich habe auch das Gefühl dass solche Konzepte in #eduBW jetzt bei G9 für alle auch als besonderes Merkmal etablieren lässt um sich von Nachbarschulen abzuheben.
@dreamchipper Geht für mich in die falsche Richtung: Eltern schieben Verantwortung & Konfliktpotenzial einmal mehr auf die Schule. Die ist dann gezwungen, bei unvollständiger „Durchseuchung" kleine peer groups zu bilden & abzuschotten. Auf dem Schulhof hantieren andere Gruppen dann aber (illegal, aber wen juckt’s) mit den Handys unter den Nasen der Handylosen. Und nu’? Wie kriegt man 10-jährige dazu, da „drüber zu stehen“? Echt, das ist doch Mumpitz und NOCH eine Baustelle für eine Schule.
@TeachrDigital Ich verstehe den Ansatz eher als enges Miteinander, die Eltern die sich bewusst dafür entscheiden sind sehr an dem Thema interessiert und unterstützen es. Ohne Eltern kämpft man in der Schule gegen Windmühlen. Die Baustelle haben wir auch ohne solche Konzepte.