Wer ist überhaupt auf die Scheisshausidee gekommen, dass die Bürgersteige von den Eigentümern eines Hause geräumt werden müssen? Das funktioniert doch nicht, hätte man aber wissen können.
Ist ja auch wurscht, wenn die Leute sich die Haxen brechen.
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Winterdienst-Wer-muss-wann-Eis-und-Schnee-raeumen,winterdienst278.html
Winterdienst: Wer muss wann Schnee räumen, welche Regeln gelten in Norddeutschland?

Fällt im Winter Schnee oder bildet sich Eis, müssen Hausbesitzer oder Mieter tagsüber die Gehwege vor ihrem Grundstück räumen und streuen. Die wichtigsten Regeln im Überblick.

ndr.de
@DauniDwarsloeper Wer sonst soll das machen?
@taschenorakel Gute Frage. Von städtischer Seite und die Kosten umlegen?

@DauniDwarsloeper Und was machen die hierzu notwendigen kommunalen Fachkräfte im Sommer, oder während milder Winter?

Nein, das Problem ist das typische Vollzugsdefizit in unseren Kommunen: Statt über Steusalz zu philosophieren, unverzüglich drakonische Bußgelder an alle Hausbesitzer, die ihrer Pflicht nicht nachkommen. Größenordnung mind. eine (theoretisch erzielbare) Monatsmiete. Direkt per Postwurf und Pfändung nach entsprechender Frist.

Sollst mal sehen, wie schnell die Wege sicher wären.

@taschenorakel @DauniDwarsloeper
Nein, das ist BS. Denn es gibt bekanntlich auch Vermieter:innen, die selbst woanders leben. Für die wäre es schon aus Haftungsgründen vollkommen wahnsinnig, dafür keinen externen Dienstleister zu beauftragen, obwohl man dafür eine Stange Geld zahlt. Logisch ist aber auch, dass diese externen Dienstleister, die je nach Region in 5 von 6 Wintern überhaupt keine Leute brauchen, nicht genug Leute einstellen, um dann im 6. Winter vor allen ihren Kunden zu räumen.
@taschenorakel @DauniDwarsloeper Und deshalb müsste das eine kommunale Aufgabe sein. Wie gesagt, gegen entsprechende Gebühren. Die haben dann auch die entsprechende Technik, räumen den ganzen Gehweg und nicht nur vor einem Block, das ist viel effektiver.
@DauniDwarsloeper @kanuka Und warum bitte sehr, soll es Kommunen besser gelingen, als Privaten, die von Dir beschriebenen Personalprobleme zu lösen? Viel mehr sind die Kommunen sogar im Nachteil gegenüber Privaten, denn private dürfen Saisonkräfte einstellen, während Kommunen aus gutem Grund Tarifverträgen unterliegen.
@taschenorakel @DauniDwarsloeper Dass die Externen zu wenig Leute haben, liegt ja nicht am Personalmangel, sondern daran, dass sie die Leute in jedem Winter bezahlen müssen, aber nicht jeden Winter brauchen. Wie ich oben schon erklärt habe, haben die Kommunen demgegenüber die Möglichkeit, Mitarbeitende nicht nur zum Schneeräumen, sondern auch für die Pflege von Grünanlagen und Schulhöfen, für den Abtransport von Sperrmüll, für die Kontrolle von Rasern und 1000 andere Dinge einzusetzen.
@kanuka @DauniDwarsloeper
Das wird doch bereits gemacht. HIer in Panketal z.B beschäftigt der Betriebshof ca. 30 Personen, die sich genau um diese Dinge kümmern und im Winter die Bushaltestellen, Schulhöfe, Schulwege und Radwege räumen. Damit sind diese Leute komplett ausgelastet. Für mehr Mitarbeiter ist schlichtweg kein Geld verfügbar. Jedes Mal, wenn die Gemeinde versucht, ihre Einnahmen zu erhöhen, um besseren Service bieten zu können, gibt es massiven Protest.
@kanuka @DauniDwarsloeper Außerdem: Woher immer dieses Mitleid mit Privatunternehmern? Mit welchem Recht fordern sie nochmal Profit ein? Aufgrund des unternehmerischen Risiko, welches sie eingehen. Ich wünschte mir sehr, dass Unternehmer in diesem Land mehr dafür täten, ihre Profitansprüche zu rechtfertigen, statt immer nur zu jammern und zu fordern!