Rad- und Fußwege sind auch Wochen nach dem ersten Eis nicht geräumt, die Tram fuhr tagelang entweder gar nicht oder kaum und die U-Bahn ist unregelmäßig, aber immerhin rollt der Autoverkehr munter durch Berlin.

Oder wie die CDU sagen würde: "Mobilität für alle" möglich machen.

Anders im nordfinnischen Oulu: "Gerade zeigt mein Thermometer minus 27,5 Grad, die Sonne scheint auf eine herrliche Winterlandschaft. (...) Ich freue mich so darauf, gleich nach unserem Interview rauszufahren. (...) Die Wege sind so gut gepflegt, ich könnte jetzt sogar mein Rennrad nehmen."

https://www.spiegel.de/auto/fahrrad-im-winter-beim-schneeraeumen-zeigen-staedte-wen-sie-schuetzen-wollen-und-wen-nicht-a-5d9e47e9-2182-486b-8aaf-961c1733ee8b

Finnischer Stadtplaner über Winterradeln: »Beim Schneeräumen zeigen Städte, wen sie schützen wollen und wen nicht«

Im nordfinnischen Oulu herrschen monatelang strenger Frost und Dunkelheit – trotzdem fahren viele Menschen rund ums Jahr Fahrrad. Stadtplaner Pekka Tahkola erklärt, wie Radfahrer sich für den Winter begeistern können.

DER SPIEGEL

Wie hat Oulu das hinbekommen?

"Mit gut gepflegter Infrastruktur. Wir haben hier 1000 km Radwege, und die sind vollständig vom Autoverkehr getrennt, nicht bloß auf die Fahrbahn gepinselt. Viele verlaufen über eigene Trassen, wo man sich sicher fühlen kann."

Die beste Maßnahme, wie das klappt: "Jeder einzelne Beschäftigte des Räumdienstes muss regelmäßig selbst auf seinen Routen radeln. Wenn die Nutzer besonders zufrieden sind, kann es Boni geben."
@peterjelinek Wie ich schon mal schrieb: hätte ich keinen Rollator (aka dn Kinderbuggy), würde es mich andauernd hinlegen. Berlin ist was den Winterdienst angeht, einfach nur ein failed-State.
Von München kenne ich es, dass Räumdienste rumfahren, die streuen und evtl auch salzen. in Berlin habe ich diesen Winter NOCH GAR NICHTS davon gesehen.