Im Durchschnitt sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute eine #Inflationsrate von 2,48 Prozent (Jahresdurchschnitt) für heuer vorher. Aus heutiger Sicht verfehlt die Bundesregierung ihr 2-Prozent-Ziel damit um ein Stück. 6/
Eine gesamte Streichung der #Mehrwertsteuer auf Lebensmittel könnte die Inflation weiter senken. Preisdeckel für Grundnahrungsmittel, eine Begrenzung hoher Gewinnmargen und ein schnellerer Abbau des Österreich-Aufschlags bis zur Jahresmitte würden #Lebensmittel spürbar verbilligen. 7/
Beim #Strom sollten die Bundesregierung und die Landesregierungen ihre Preissenkungsmaßnahmen fortsetzen. Setzen sie einen „10 Cent pro Kilowattstunde für alle Stromkund:innen Tarif“, wie ihn der Verbund und die niederösterreichische EVN vorgeben, sinkt die Inflation im Energiebereich. 8/
Eine strengere #Mietpreisbremse, die auch im privaten Bereich die Mieten auf zwei Prozent deckelt und den Katalog der Betriebskosten überarbeitet, kann für niedrigere Lebenshaltungskosten beim #Wohnen sorgen. Insgesamt lässt sich damit die Inflationsrate im für 2026 auf 1,9 Prozent drücken. 9/
Die #Budgetsanierung liegt heuer vermutlich auf Kurs. Der Fiskalrat warnt jedoch, dass bis 2028 rund fünf Milliarden Euro zusätzlich eingespart werden müssen, um das Defizit auf drei Prozent zu senken. Wir empfehlen daher wachstumsschonende #Steuererhöhungen. 10/
Die Einsparungsziele lassen sich mit fünf Steuermaßnahmen erreichen: Reform der #Grundsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Wiedereinführung der Kalten Progression, Übergewinnsteuer für Banken und Rücknahme der Körperschaftsteuersenkung. So kann der Staat ausreichend #Einnahmen erzielen. 11/
Vermögensbezogene Steuererhöhungen, die vor allem Reiche und große Unternehmen treffen, belasten die Wirtschaft kaum. Sie werden meist aus #Vermögen auf Konten oder in Finanzanlagen bezahlt – im Unterschied zu Steuern, die breite Bevölkerungsschichten treffen. 12/
“Kanzlerformel”: Wie die Regierung 2-1-0 erreichen kann - Momentum Institut

Bundeskanzler Stocker hat mit dem 2-1-0 Plan die wirtschaftspolitischen Ziele der Bundesregierung für 2026 ausgegeben: 2 Prozent Inflation, 1 Prozent Wirtschaftswachstum. Dazu kommt, dass das Budgetdefizit bis 2028 auf 3 Prozent sinken soll. Die Regierung wird aus heutiger Sicht ihre Ziele ein Stück weit verfehlen.  Abhilfe schaffen könnten: Ein kleines Konjunkturpaket für mehr Wachstum, weitere preissenkende Maßnahmen gegen die hohen Lebenshaltungskosten, sowie wachstumsschonende Steuererhöhungen gegen das Budgetdefizit.

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