Ha! Und wie ich gerade so über dieses Thema nachgrübel, hat Vox einen interessanten Beitrag dazu: http://youtube.com/post/Ugkxk0T4e0OlrDmHCXZI-9QDnAG4oC00VAZO
Mich beeindruckt vor allem der Begriff "attention souvereignty", Aufmerksamkeits-Souveränität. Oder vielleicht sollte man besser von "attention autonomy", also Aufmerksamkeits-Autonomie sprechen. Mein Punkt in der Debatte mit meiner Familie, war, dass jeder Mensch ein Recht auf Aufmerksamkeits-Autonomie haben sollte und Sender das respektieren sollten, so aus Etikette. 7/
#MessengerApps #FloodTheZoneWithShit #Desinformation
(1/
Ganz genau! --Kann ich als "neurotypisches" Wesen bestätigen:
"... dürfte diese Erkenntnis aber auch für neutotypische Menschen relevant sein. Denn wir alle leben im Informationszeitalter und wir alle haben begrenzte Aufmerksamkeitsressourcen. Deshalb funktionieren in unserer Gesellschaft Angriffsszenarien wie "flood the zone" und Desinformations-Kampagnen."
"...die Toleranzgrenze...
Danke fürs Teilen!
...die Toleranzgrenze für jeden individuell anders. Für mich als Autistin (#ActuallyAutistic) ist sie bspw. schnell erreicht, 👉wenn Nachrichten keine referentiellen Informationen mehr enthalten oder die referentiellen Informationen keinen persönlichen Bezug mehr zu mir und meinen Interessen haben👈.... "
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Was genau meinst du mit "referentiellen Informationen"?
Auf wen oder was beziehen sie sich denn dann nicht?
@levampyre
Verstehe. Das klingt faszinierend und irgendwo auch sehr effizient. *
Ist das bei dir gegenüber allen Menschen für dich so, oder nur bei der großen "Masse", die nicht zu deinem engsten Kreis gehört?
*Nicht falsch verstehen, kann man sich das als als "Neurotypischer irgendwie (von außen) ein bisschen wie beim Vulaner Mr. Spock aus Raumschiff Enterprise vorstellen?
Und (sorry🙈), weitere Frage (kein Stress, morgen ist auch noch ein Tag, musstest du das Filtern lernen, trainieren,...
...oder ist das für dich etwas "Natürliches", etwas das "automatisch", idee "von Innen" kommt und dir total leicht fällt?
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🤣🙈 Weiss ich auch nicht!
Sorry, dein Freund der Spellchecker!
Das hätte "das" (korrigiert) heißen sollen, aber die Fremdsprache der Tastatur (vergessen, wieder DE einzustellen) machte "FAS" daraus.
@HistoPol @levampyre es ist in manchen Dingen auch total effizient. Ich weis zB immer "alles" wo wir dran vorbeigekommen sind. Das im Schirmständer ein Brecheisen steckt, das vor 100 m eine Ausweiche auf dem Bergpass war und das in der Besteckschublade eine Büroklammer liegt.
Es war lange für mich kaum erklärbar, wie man sowas nicht (be)merken kann. Dafür bemerke ich zB üblicherweise nicht, wenn jemand in mich verknallt ist.
@HistoPol @levampyre Eine Kehrseite ist, dass einem die Welt so ineffizient vor kommt.
Warum erzählen die Leute die Unwahrheit zum Zeitvertreib ("Rumblödeln")? Das macht doch total viel Arbeit, herauszufinden, ob das "ernst gemeint" ist, oder nicht.
Warum redet man erst über das Wetter bevor man die Vertragsverhandlungen beginnt?
Warum spricht man darüber, was in irgendwelchen Königshäusern passiert ?
Warum geht es um Status und nicht um die Sache?
"...wenn ich bspw. die fast volle Geschirrspülmaschine noch mal ausräume, um sie effizienter wieder einzuräumen."
Lol.
Ich mach das auch, aber aus sich nachträglich erhebenden Effizienz-, Energiespar- und Ökologiegründen:
Wenn alles in "3D-chaotischem Manier" einräume, dann bekomme ich in 90% der Fälle noch (manchmal fast) das ganze Abendessensgeschirr auch noch mit hinein.
Eine Frage der Priorisierung: Zeit vs. $$ + Ökologie. 😇
😁🙃😅
Ja, vielleicht...oder doch eher: NÖ!
Die anderen sind vllt. die im Durchschnitt effizientereren Normalos, *wir* sind jedochdie ganzheitlich denkenden, umweltbewussten Normalos!--eine emergierende neue Evolutionsstufe (Homo holisticus)! 🤭🤗😉
@levampyre ich kann natürlich nicht für Dich sprechen, aber wenn ich darüber nachdenke kann ich ich schon sagen, das zumindest im nahen Umfeld das für mich anders funktioniert. "Papa ich hab dich lieb" ist keine neue Information aber hat eine positive Energiebilanz.
Smalltalk hingegen nicht.
Zumindest mein näheres Umfeld ist such gänzlich frei von Smalltalk. Sonst würden wir nicht passen. Wortspiele sind hingegen recht beliebt - das ist ja irgendwie auch rumblödeln 🤔
Verstehe.
Ich vermute zunächst eine systemtheoretisch Bedeutung (Varela/Maturana/Luhmann), danke für die Klarstellung.
Der Begriff wird also in deinem Fachgebiet *nicht* für abstrakte Dinge oder Konzepte verwendet, wie Mut, Hoffnung, das Leben nach dem Tode, Familie, etc.?
Habe mich damit auch schon schon sehr lange nicht mehr beschäftigt. 🙈
Dafür kenne ich mich überhaupt nicht mit Semiotik aus. 🤜🤛
Ich kann dir noch sagen, dass die Soziale Systemtheorie eine der komplexesten Theorien, die ich je gesehen habe--abgesehen vllt. von Quantenmechanik oder die der Multiversen.
That said, das erscheint mir eine gute Zusammenfassung zur Luhmann'schen Verwendung von "referent".

"Selbstreferenz kommt nur in Kombination mit Fremdreferenz vor."[1] "Der Begriff der 'Referenz' soll in einer Weise bestimmt sein, die ihn in die Nähe des Begriffs der Beobachtung rückt. Wir wollen damit eine Operation bezeichnen, die aus dem Element der Unterscheidung und der Bezeichnung (distinction, indication im Sinne von Spencer Brown) besteht. Es handelt sich also um die Bezeichnung von etwas im Kontext einer (ebenfalls operativ eingeführten) Unterscheidung von anderem."[2] "So ist die…