Kann ich die "Dystopie" mit "die Arbeit wird uns allen von Robotern weggenommen" bitte nochmal sehen?

Also egal wie ich es drehe, ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Forderungen politisch auf irgendwen abzielen, außer Manfred der gerade 43 Jahre 38h/Woche am Band stand und irgendwie nicht reflektiert bekommt, dass weil er das gemacht hat, nicht jede*r machen müssen soll.

Alternativ vielleicht noch der eigentlich schon tote "Hidden Champion" ausm Mittelstand der gerne einen noch dolleren Arbeitgebermarkt hätte und als nächstes dann den Tarifvertrag kündigt.

Das Ding ist, ich sehe selbst in Ländern in denen formal ein starker Arbeitgebermark - auch in white collar jobs - vorherrscht, keinen Vorteil für die Unternehmer.

Weil es primär bedeutet das Arbeiter*innen ziemlich kreativ werden müssen um ihren Job zu bekommen und behalten.

Was dann in meiner Erfahrung einfach in einer Spirale von immer beschisseneren Arbeitsbedingungen/Umgehungsstrategien endet.
Schon lustig in wie wenig Zeit man gesellschaftlich solche Rückschritte machen kann.

Stattdessen alle einmal Bergmann lesen und am Ende bei einer gesünderen Gesellschaft und vermutlich sogar einem produktiveren Kapitalismus landen war auch einfach zu viel verlangt.
@Lilith es geht nicht um produktiven Kapitalismus, sondern um Zwang, Macht und Wehrlosigkeit bei der Ausbeutung.
@byteborg @Lilith Das könnte tatsächlich ein Punkt sein, dass Kräfte hinter der CDU auszuloten versuchen, wie weit man bei der Rechtebeschränkung der "Humanresourcen" noch gehen kann. Die INSM ist seit über zwanzig Jahren an diesem Projekt beteiligt und scheint genügend zu erreichen, um ihre Berechtigung zu erhalten. Klassenkampf von oben, wie Buffet zugab.
@Mr_Chons Machterhalt alter weißer Männer.
@Lilith
@byteborg @Lilith Basierend auf den Ängsten alter weißer Männer.

@Mr_Chons @byteborg @Lilith ich möchte noch eine Alternative Begründung liefern, die nicht erfordert, dass die Leute absichtlich böse sind.

Die Unternehmen haben aktuell mehrere Probleme. Mangelnde Innovation, überalternde Belegschaft, hohe Löhne und Probleme beim Absatz wegen Punkt eins und wegen der instabilen Weltlage.

Aus sich vieler Manager bedeutet alte Belegschaft nur, dass viele Leute wegfallen werden und weniger nachkommen. 1/x

@Mr_Chons @byteborg @Lilith Das erzeugt Druck auf die Löhne nach oben. Höhere Löhne erhöhen die Kosten und damit die Produktpreise. Am Ende ist man weniger konkurrenzfähig. An der Stelle könnte man zwei Dinge tun. Durch Innovation Produkte herstellen, die man teurer verkaufen kann, weil sie sonst niemand hat, oder die Löhne drücken.

Aber Löhne drücken kann man nicht wenn man gleichzeitig ein Arbeitskräftemangel hat. Also muss das Angebot besser werden. 2/x

@prefec2

Das beweist beispielsweise die Schweiz, dass dies möglich
ist.

@leobm mir ist leider das Fachvokabular für den Zusammenhang abhanden gekommen. 😁 Aber ich hatte mal dazu einen Vortrag eines Volkswirtschaftsprofessors gesehen in dem er das sehr schlüssig begründet hat.