Bin gleich lange im Flieger.

Mögt ihr mir mal sagen, was ihr zum Thema '#Rente' und den anstehenden Änderungen (welche das auch sein mögen) so denkt?

Wenn möglich nicht nur, wie es sein sollte, sondern auch, wie ihr den Status Quo seht.

Lese das dann ab morgen früh.

@AwetTesfaiesus

#Rente 1/x

Wird ein bisschen länger; mehrere Tröts, hoffentlich inhaltlich halbwegs strukturiert. Würde Punkte isolieren:
1. Demographisches Problem (Produktion)
2. Kapital- vs Lohndeckung
3. Leistungshöhe (Rentenniveau u.ä.)
4. Beamte, Selbständige, Freiberufler

@AwetTesfaiesus #Rente #Rentenniveau 9/x

3. Leistungshöhe

48% Rentenniveau (vor Steuern) ist nicht viel - aber doch mehr, als nach was es klingt. Zum einen werden noch Steuern abgezogen (bei Rentnern nicht viel), zum zweiten kommen andere Einnahmen (Betriebsrente, Riester,...) dazu, zum dritten müssen davon i.d.R. ja nur die Senioren leben (und nicht auch noch Kinder...)

@AwetTesfaiesus #Rente #Rentennivaeu 10/x

Der wahrgenommene Verlust kommt nicht durch das Rentenniveau zustande, sondern durch die Alters-Einkommensprofile. Ankerpunkt der Wahrnehmung ist nicht das mittlere im Erwerbsleben erzielte Einkommen, sondern das direkt vor Renteneintritt (oft nahe am höchsten Punkt).
Die Verlustwahrnehmung könnte man wahrscheinlich mit mehr Information reduzieren.

@AwetTesfaiesus #Rente #Rentenniveau 11/x

Die Diskussion um niedrige Renten wird durch die hohe Zahl an Kleinstrentenzahlungen befeuert. Dabei wird übersehen, dass für 5-6 der 8 Mio Kleinstrentenempfänger Rente eine nachrangige Form der Alterssicherung darstellt, die aus 5-10 Jahren abhängiger Beschäftigung vor Selbständigkeit, Freiberuflichkeit oder Verbeamtung resultiert.

Armutsgefährdung trifft Senioren überproportional, bittere Armut auf Grundsicherungsniveau nicht (trifft Kinder mehr).

@AwetTesfaiesus #Rente #Rentenniveau 12/x

Gut fände ich, bei der Umlagefinanzierung neben dem Erwerbsleben Kindererziehung/Unterhalt viel stärker zu gewichten - das ist einfach die zweite Säule; ohne künftige Beitragszahler geht nichts.

Deswegen: Grundrente bei 2+ Kindern ein bisschen anheben, bei 1 Kind auf 80% dessen kürzen, bei Kinderlosen (oder Unterhaltsverweigerern) auf 60%. Letztere konnten sich dafür ja mehr auf die Erwerbskomponente konzentrieren.