Weil jetzt wieder über das Wort „Sondervermögen“ diskutiert wird, man solle doch lieber „Sonderschulden“ sagen: Bin auch kein Fan davon, wenn man den Geld-Verschuldungsgrad immer weiter steigert. Aber was ein sinkender Geld-Verschuldungsgrad für einen Sinn machen soll, wenn er zu Schulden in Form von nicht befahrbaren Brücken o.ä. führt, konnte mir noch nie jemand erklären. Es gibt auch Schulden in Form von fehlender Bildung, bröckelndem Beton und schlechten Digitalleitungen
@ulrichkelber die Argumentation ist OK, trotzdem ist das Wort eine Lüge, es sind und bleiben Kredite oder Schulden. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, in diesem Fall eine Wortlüge.
@RudiRastlos Jein. Es ist ein Sondervermögen, also Geld, dass verwendet werden kann. Gebildet wurde es aus einer höheren Schuldenaufnahme. Die Mehrheit der Menschen versteht diese Komplexität schon, da mache ich mir keine Sorgen
@RudiRastlos Wie würdest Du diesen Sonderhaushalt außerhalb des normalen (jährlichen) Haushaltes nennen?
@ulrichkelber Sonderinvestitionskredite
@RudiRastlos Das bildet aber nur den Prozess der Geldaufnahme ab. Danach steht das Geld ja dem Deutschen Bundestag nach bestimmten Regelungen zur Verfügung, dann sind es keine Kredite mehr. Der Bundeshaushalt heißt ja auch nicht 10%-Kredit-Rest-Einnahme-Bundeshaushalt
@ulrichkelber das ist bestimmt politisch/formal korrekt, nur ist es im Leben immer so, dass Kredite so benannt werden und dann in das Budget einfließen (Autofinanzierung, Hausfinanzierung usw.). Daher bleibe ich dabei, meine Familie hat bereits mehrfach bei der Bank ein Sondervermögen beantragt und, was ein Wunder, nie erhalten.
Wenn ein Bewerber für eine Führungsrolle in seiner Bewerbung sagt, es wäre genug Geld da, es muss nur korrekt verteilt werden, kommt diese Worttrickserei nicht gut an.