With a little help from my friends…
Gestern noch im Loch, heute wieder obenauf. Das geht nicht allein! Dafür braucht man die richtigen Leute um sich herum, und die habe ich, manche dichter, manche nicht immer ganz so dicht, manche voll erwartet und mit der Möglichkeit, sich auf sie zu stützen, manche überraschend. Es ist ein wahrer Schatz, so zwischen wundervollen Menschen geborgen zu sein.
Zur eigentlichen Sache: Natürlich geht die Form nicht von drei motivationsarmen Wochen den Bach runter. Aber dass ich heute neue Kraft getankt habe, neue Sicherheit und Freude, und ein neues Personal Best erlaufen habe, ist nicht allein mein Verdienst, im Gegenteil, es liegt daran, weil ich all diese Leute habe!
Die Zahlen-Fakten sind: 15 Kilometer in 1:00:23, gegenüber vorherigem Personal Best von 1:00:45, in der Altersklasse ganz gut platziert… und das nach Motivationstief und bei Bedingungen, die ich nicht mag, und gelegentlich auch ein bisschen Eis auf der Strecke.
Der Flausch ist… mehr.
Vor dem Rennen gab’s tolles Gespräch mit Esra auf dem Weg von der Bahn zu Halle und grüßen und sprechen mit Nils, Annette, Anne F., Rudi und vielen mehr… auf der Strecke ging es dann richtig zur Sache mit dem Flausch! Rudi und Anne K. schlossen zu mir auf, etwa beim ersten Durchlauf durch Hatzenbühl, und Anne blieb bei mir, die ganze Strecke über! Zuerst bremste sie ein bisschen, dann bekam sie den zweiten Wind und ich wurd‘ schwergängiger, aber wie Anne mir auf der Strecke sagte: „In der Gruppe laufen wir fünf Sekunden schneller auf den Kilometer als allein!“ Sie hat mich bis ins Ziel motiviert, am Schluss in hoher Frequenz! Warum? „To support brave running“, so schrieb sie auf Strava. Wir sind nicht im selben Verein, hatten das nicht verabredet… aber natürlich kannten und schätzten wir uns bereits zuvor als starke, aber auch auf ihr Umfeld bedachte Läuferinnen. Auf der Strecke hat mich Yvonne noch angefeuert, nicht nachzulassen – als Anne und ich sie überholten. Da habe ich sie nicht als „Yvonne“ erkannt, ihr Anfeuern aber sehr gerne angenommen! Im Ziel haben wir gesprochen, sie ist auch ein PB gelaufen – und bei der Siegerehrung trafen wir uns – für eine Umarmung – nochmal, sie Platz 3, ich Platz 2 hinter Vanessa Wilkins. Auch im Ziel traf ich Tanja, Philipp und so viele mehr! Dann war da Amulya, der vor seinen Lauffreunden mit mir angibt, all die vielen Läuferinnen und Läufer von parkrun, vom rennwerk-Lauftreff, von den Vereinen und-und-und… Petar, Susanne und der neue Kollege, dessen Namen ich noch nicht kenne, vom rennwerk gratulierten auf der Tribüne, und Petar freute sich sehr für mich – sein Support beim Schuhkauf, beim Einordnen, bei der Begleitung meines Laufens seit über sieben Jahren ist auch nicht unwesentlich für den Erfolg, den ich habe. Und zu guter letzt natürlich noch ganz, ganz herzlichen Dank an Hans für’s Heimfahren und nette Gespräche auf der Heimfahrt.
Man kann natürlich solo in so einen Wettkampf reinspringen, wohl auch ein bisschen erfolgreich sein. Aber mit lieben Anderen ist man nicht nur besser, sondern mit diesen Lieben ist alles besser!



