#Grüne auf #Langeoog Pressemitteilung:
Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog rufen auf zu Stellungnahmen zum #Netzentwicklungsplan 2037/2045 – Stellungnahmen bis 14. Januar 2026 möglich
Der Ortsverband Langeoog von #Bündnis90 / #DieGrünen warnt vor den gravierenden Folgen des ersten Entwurfs des Netzentwicklungsplans (NEP) 2037/2045 für die Nordseeinsel. 1/6
Der Plan, der als zentrales Steuerungsinstrument für den bundesweiten #Stromnetzausbau bis #2045 dient, sieht massive Eingriffe in die natürliche und schützenswerte Infrastruktur Langeoogs vor – ohne hinreichende Berücksichtigung der besonderen ökologischen und touristischen Belange der Insel.
„Die vorgesehene #Trassenführung berührt hochsensible Wasser-, Natur- und Artenschutzgebiete. 2/6
Dass hier Planungen vorgelegt werden, die unsere einzigartige #Insellandschaft und das fragile #Ökosystem gefährden, ist inakzeptabel“, kritisiert #BärbelKraus, Sprecherin der #Inselgrünen.
„Langeoog ist nicht nur ein Wohnort, die Insel liegt im #UNESCO - #Weltnaturerbe und #NationalparkWattenmeer und ist ein Hotspot der #Biodiversität. Der #NEP ignoriert diese Realität – und das können wir nicht hinnehmen.“ 3/6
Der Entwurf des NEP, der aktuell in der öffentlichen #Konsultationsphase bis zum 14. Januar 2026 steht, sieht vor, die Stromtransportkapazitäten massiv auszubauen – mit potenziell irreparablen Folgen für die Insel. Besonders problematisch sind die geplanten #Kabelquerungen, die direkt durch unsere Ersatzsüsswasserlinse und geschützte Dünen-, Watt- und Vogelbrutgebiete führen könnten. „Hier wird ein infrastruktureller Großangriff auf unsere Lebensgrundlage geplant“, so Kraus. 4/6
Bündnis 90/Die Grünen Langeoog ruft daher alle Einwohner:innen, Gäste und Freund:innen der Insel auf, sich an der Konsultation zu beteiligen und Stellungnahmen abzugeben. Diese können bis zum 14. Januar 2026 online unter www.netzentwicklungsplan.de oder per E-Mail an [email protected] eingereicht werden. „Jede Stimme zählt – auch wenn die Chancen auf Gehör nicht groß sind. Aufgeben ist keine Option“, betont der Ortsverband. 5/6
Bärbel Kraus

Grüne auf Langeoog🌻 Bitte teilen, teilen, teilen.. BITTE BETEILIGT EUCH UND GEBT AUCH EINE STELLUNGNAME AB.....ES GEHT UM UNSERE ZUKUNFT🙏 MEIN TEXT DARF GERNE VERWENDET WERDEN!!👇 Stellungnahme zum...

Hier noch den Text, der gerne verwendet werden kann!

"Stellungnahme zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2037/2045

Ich kann den o.a. Entwurf nicht mittragen und lege hierdurch Widerspruch aus folgenden
Gründen ein:

Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Planungstransparenz sowie unzureichende Darstellungen zu den geplanten Trassen- und Interkonnektorenquerungen der Nordseeinsel Langeoog, die bis 2045 realisiert werden soll.

Im aktuellen Entwurf fehlen konkrete Angaben zur weiteren technischen Umsetzung der Inselquerungen bis 2045, obwohl bereits acht Offshore-Netzanbindungssysteme (Onas) vorgesehen sind. Die kartografischen Darstellungen bleiben vage und unpräzise, insbesondere zu möglichen Trassenverläufen und der zusätzlichen Anbindung von Interkonnektoren.

Solch unklare Darstellungen sind weder mit den Anforderungen an eine zukunftssichere Energieinfrastruktur noch mit den Belangen des Natur- und Umweltschutzes auf unserer Insel vereinbar.

Ich fordere die Übertragungsnetzbetreiber auf, detaillierte Planungsunterlagen vorzulegen, aktuell ist die Insel Langeoog vor lauter "voraussichtlichen" Querungen kaum noch im Hintergrund zu erkennen, sh. z.B. Seite 176 im NEP.

Ist es angedacht, daß Langeoog bis 2045 ein "Industriepark" für diese Querungen werden soll? Die Insulaner leben weitestgehend vom Tourismus und verzeichneten im Jahr 2024 nahezu 1,6 Mio Übernachtungen. Unsere Insel ist eine stark nachgefragte Destination für Menschen, die Erholung und Naturerlebnis in einer nachhaltig ausgerichteten Umgebung suchen. Dies wird durch Ihre Vorhaben massiv beeinträchtigt.

Besonders besorgniserregend ist für Langeoog das Risiko für unsere Ersatzsüsswasserlinse im Inselosten, genau dort, wo die Querungen vorgesehen sind. Alle bisherigen Gutachten berücksichtigten nicht unsere kritischen Fragen.

Darüberhinaus waren die Gutachten nur auf die acht angedachten Querungen ausgelegt. Schon ab der 9. Querung müssten neue Gutachten vorgelegt werden.Wie bekannt ist, sind wir autark in der Wasserversorgung, ohne Anbindung ans Festland.

Selbst wenn erstmalig eine Wasserleitung zum Festland installiert werden müsste, wäre aufgrund der zunehmenden Wasserknappheit am Festland eine gesicherte Versorung der Insel bis 2045 mit Wasser sehr fraglich.

Ein weiterer kritischer Aspekt sind die veränderten technischen Rahmenbedingungen. Die aktuellen Planungen sehen neue Techniken mit größeren und schwereren Kabeln vor, die in den alten "Wasergutachten" nicht berücksichtigt wurden.

Frage: welche absehbaren Folgen und Beeinträchtigungen durch diese bisher im Watt nicht erprobte Verlegetechnik der neuen Kabelsysteme sind für unsere Umwelt und Natur zu befürchten? Die Kabel sind 3x schwerer (ca. 180 kg/lfd. m., bisher ca. 65 kg) und weniger biegsam, können nicht aufgerollt werden, es ist wohl zudem kein Transport auf Schiffseinheiten möglich.

Zudem finde ich keine exakte Erklärung über welches Gate diese angedachten Leitungen verlegt werden sollen. Das Übergabegate N 3 zwischen Küstenmeer und AWZ ( Baltrum/Langeoog ) ist mit 13 Kabeln ( 8 für Langeoog und 5 für Baltrum ) lt. Angaben des BSH voll ausgenutzt.

Bitte berücksichtigen Sie das auch bei Ihren Planungen.

Die extremem Belastungen für unsere Insulaner, unsere Umwelt und Natur dürften bekannt sein, spätestens seit der Fortschreibung des LROP mit dem Änderungsentwurf zum ergänzten Vorranggebiet Kabeltrasse über Langeoog. Diese genannten negativen Auswirkungen werden sich bei den Vorhaben lt. NEP noch erheblich verstärken und das bei unserer Insel im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Für mich hebelt dieser 1. Entwurf zum NEP 2037/2045 Umweltrecht aus und gefährdet den Schutz elementarer Lebensgrundlagen, deshalb widerspreche ich ihm und bitte um entsprechende Nachbesserungen.

Bärbel Kraus

Vorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen OV Langeoog"