Kassel: Wo die Inkompetenz im Abgasstrom schaukelt
Es gibt Städte, die lernen aus Fehlern. Und dann gibt es Kassel. Wer dachte, der Gipfel der bürokratischen Umnachtung sei bereits mit eingeflogenen Berliner Star-Fotografen für Magistrats-Selfies oder dem Aufstellen von hölzernen Pferdeärschen erreicht, wurde nun eines Besseren belehrt. Für stolze 16.000 Euro hat die Stadtverwaltung ein Mahnmal der vollendeten Hirnlosigkeit errichtet: Eine Hollywoodschaukel mit Logenplatz an der B3.
Es ist die Krönung einer langen Tradition des Geldverbrennens. Ob nun „irritierende“ Säulen, die Passanten den Weg versperren, oder völlig überteuerte Prestigeprojekte – die Kasseler Planungsgenies beweisen seit Jahren eine Beständigkeit in ihrer Unfähigkeit, die fast schon bewundernswert wäre, wenn es nicht unser aller Geld wäre. Man muss sich das Personal in der Verwaltung bildlich vorstellen: Menschen, die wahrscheinlich auch eine Sonnenbank in der Tiefgarage und einen Skilift in der Wüste genehmigen würden, solange ein Fördermittelstempel draufklebt.
Dass die Verantwortlichen nun mit einer Sturheit, die jeden Esel vor Neid erblassen ließe, behaupten, das Einatmen von Stickoxiden beim Schaukeln steigere die „Lebensqualität“, ist kein Optimismus mehr – das ist pathologische Realitätsverweigerung. Wer 16.000 Euro für ein Stück Metall ausgibt, damit Bürger den LKWs beim Vorbeifahren direkt in den Auspuff schauen können, hat den Kontakt zur Basis nicht nur verloren, er hat ihn vermutlich gegen eine Portion Feinstaub eingetauscht.
In Kassel wird nicht einfach nur Geld verschwendet; hier wird die Dummheit regelrecht kultiviert und mit Steuergeldern gedüngt. Während der Bund der Steuerzahler das Schwarzbuch schreibt, schreibt die Kasseler Verwaltung offenbar lieber am Drehbuch für eine neue Folge „Behördenwahnsinn für Fortgeschrittene“.
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