Burning Man: Dieser Artikel untersucht kritisch die Machbarkeit eines Übergangs zu erneuerbaren Energiesystemen und des „Green New Deal“ durch drei grundlegende Perspektiven: Physik, Ökonomie und Ökologie.

tl;dr: Es wird keine Energiewende geben.

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Burning Man

Warum der Green New Deal aus Sicht von Physik, Ökonomie und Ökologie zum Scheitern verurteilt ist.

@emk Es ist bei solchen Modellierungen - man könnte es auch Meinungsartikel nennen - erforderlich, auf die Annahmen zu achten, die dem Modell zugrunde liegen.

Die vorliegende Rechnung basiert auf der Annahme weiteren exponentiellen Wirtschaftswachstums. Dass es mit weiterem, beschleunigtem und ziellosem Wachstum keine Nachhaltigkeit geben kann, hat nichts mit den im Artikel beschriebenen Limitierungen von Solar - und Windenergie zu tun, sondern ist ein übergeordnetes Prinzip. Auf einem begrenzten Planeten stößt jedes Wachstum irgendwann an Grenzen. Die entsprechenden Klassiker-Sprüche schenke ich mir an dieser Stelle.

Die Aufgabe besteht darin, Energiewende und die Wende hin zu einer Suffizienz- und Wohlergehenswirtschaft zu kombinieren. Dann sehen die Modelle plötzlich ganz anders aus.

Interessant ist außerdem, dass die Autoren sich mit keinem Wort darum bemühen, Lösungen vorzuschlagen. Damit geht der Artikel schon fast (ich möchte das hier ganz bewusst nicht unterstellen, weil ich die Autoren nicht kenne!) ins Stadium 4 der Klimawandelleugnung: "Wir können nichts machen → Party bis zum Untergang".

Dabei ist nach wie vor sehr viel möglich, aber halt unter der Voraussetzung, dass wir unseren Energiebedarf senken, nicht weiter steigern.

@thorsten4future @emk
Die Herausforderung wird wohl sein, das Thema ,Suffizienz' also eine Abkehr von Wachstum, um sich positiv zu organisieren, zu fördern.
Solche positiven Ziele könnten ja auch Kernelemente einer Wende werden, die man dann guten Gewissens ,Energiewende' nennen darf.

Vermutlich gilt für viele Systeme aktuell, dass sie, wie Brian McLaren in seinem Buch LIFE after DOOM von sich selbst sagt, energiesüchtig sind - und daher schnell in Kontakt mit Entzugserscheinungen kommen.

@HGU @emk Suffizienz positiv zu beschreiben, ist genau der entscheidende Punkt. Und glücklicherweise ist das gar nicht so unglaublich schwer, denn die meisten Menschen kommen mit etwas begleitetem Denken sehr schnell an den Punkt, zu erkennen, dass ein gutes Leben nicht auf ständig steigendem Überflusskonsum beruht.

Die Bedürfnisse, die uns an den Rand des Untergangs gebracht haben und die Erzählung des 'homo oeconomicus' sind dagegen mit massivem Einsatz von Geld und erfundenen Erzählungen in die Gesellschaft gepresst worden. Das ist fragil und grundsätzlich sehr schnell zum Einsturz zu bringen.

@thorsten4future @emk Dazu passt u.a. ein Beitrag, den es in diesem Advent gab, den ich so gut fand, dass ich davon einen Screenshot machte

Gleichzeitig ist mir bislang nicht bewusst, dass diese nicht so schwere Aktivität verstärkt gepflegt wird - bin ich da in der ,,falschen'' Bubble? Welchem Konto müsste man dazu folgen, um einen Einblick zu bekommen?

@HGU @emk Ja, das ist genial und fasst im Endeffekt die Erkenntnisse der Glücksforschung gut zusammen - und wenn man sich etwas Mühe gibt, kann man das im Grundsatz auch in praktisch allen Philosophien und Glaubensbekenntnissen wiederfinden. Eben weil die Menschen nicht so sind, wie die Wirtschaft uns das vormachen will.

Gibt's nebenbei auch mit Bildern (s.u.)

und es gibt diese ganz tolle Folge des Achtsam-Podcasts von DLF nova:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/buddhismus-wie-buddhistische-tugenden-uns-und-der-welt-helfen
Es ist eigentlich alles da. Wir brauchen den Menschen gar nicht neu zu erfinden, sondern nur umsetzen, was schon seit Jahrtausenden bekannt ist. Sollte so schwer eigentlich nicht sein :)

Die Frage, welchen/welchem Account man hier folgen sollte, kann ich nicht beantworten. Ist aber eine spannende Frage!
Ich denke, dass der Gedanke bei einer ganz überwiegenden Mehrheit hier im Fediverse anschlussfähig ist. Ab und an tauchen Degrowth und Suffizienz auch in Diskussionen auf, aber so richtig bespielt wird das Thema kaum.

Und die, die Bücher dazu schreiben, sind leider noch nicht im Fediverse angekommen. Auch wenn es dazu inzwischen so viel gibt, dass man kaum hinterherkommt.

Mein Eindruck ist, dass es in der realen Welt schon sehr viel gibt - was man aber nur findet, wenn man danach sucht. Mir ist keine progressive Initiative bekannt, die richtig gute Öffentlichkeitsarbeit macht, was sehr schade ist, denn so wächst die Bewegung nur im Schneckentempo.

Der Gedanke, wie man das Thema offensiver bespielen könnte, ist es aber definitiv wert, weiter gedacht zu werden 💚