1. Unter den Fragen an mich bei #FragAwet gab es eine (für mich sehr überraschende) Häufung zur Frage der Rückkopplung mit "dem Volk" und dem Gespür für dessen Empfinden.

Das triggert mich ehrlich gesagt total!

Ich habe jetzt drei Anläufe für (lange) Toots verworfen, weil sie sehr (!) aggressiv klangen.

Erstmal vorweg:

2. "Das Volk" und sein "Empfinden" (oft fälschlich zu dessen "Wille" zurecht gelogen) ist eine vielgestreichelte Katze in der Politik. Alle wollen sich rankuscheln, aber niemand will sich mit dem Gedanken anfreunden, dass "das Volk" (1.) anders aussieht und (2.) vielleicht ganz andere Sorgen und (3.) aktuell eine krass viel schlechtere Perspektive hat, als die eigene „Obere Mittelschicht“-Blase (mit Privatflugzeug).
3. Ich denke, diese "Mittelschicht" (gemeint ist dann natürlich eine imaginierte Mittelschicht, von der man sich einredet, es seien nicht längst die oberen 10%) hat eine heftige (!) Gravitationkraft: Wenn Du in der Politik nicht sehr aufpasst, landest Du quasi ganz von allein genau dort: Mittelschicht mit Mittelschicht-Sorgen und mit Mittelschicht-Perspektive. Leistungsbejahend und "stolz auf sich", denn: "schau doch, was Du im Leben alles ganz allein erreicht hast."

4. Diese sog. "Mittelschicht" (bei BILD "das Volk", manchmal mit dem Zusatz "normal") ist sehr laut und gut vernetzt.

Wenn die "obere Mittelschicht" in die BILD niest, hat das politische Berlin eine schlimme Grippe.

Aber ich denke, da gibt es noch Fragen, die ich so verstehe: Was macht ihr, um euch nicht zu sehr von der Welt zu entkoppeln? Da steckt ein Narrativ drin, das ich sehr schwierig finde (woher wisst ihr denn, dass wir nicht alle schon vorher abgehoben waren?), aber OK! Ist das so gemeint?

Oder geht es tatsächlich um "Techniken" der Kommunikation/Informationskanäle mit und zu Abgeordneten?

Wenn ihr mir sagt, worum es Euch konkret geht, werde ich versuchen, Euch eine unaufgeregte Antwort zu geben.

PS: hate2break_it2U: ich bin mir recht sicher, für die BILD ist niemand, der auf Mastodon unterwegs ist, "die schweigende Mehrheit", "das normale Volk" und vermutlich auch nicht "die Frau auf der Straße" oder auch nur "die Menschen da draußen", … like ever!
@AwetTesfaiesus Mir persönlich ist scheißegal, was "das Volk" so denkt oder redet, ich mache mein Ding, unterhalte mich mit Leuten, welche ich für einigermaßen vernünftig halte, und hoffe, daß es noch etwas dauert, bis ich von irgendeinem Fascho umgebracht werde.
@AwetTesfaiesus
Vielen Dank!
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wann denn MdB mit jemandem sprechen, die oder der nicht in ihrer Bubble ist. Also mit jemandem, die oder der abhängig beschäftigt, gesetzlich versichert ist, Mindestlohn bekommt, alleinerziehend und/oder arm ist usw. Also Menschen, die nicht im BT oder Umgebung zu finden sind.
Nicht die Herren Merz oder Söder, die einmal im Jahr zur Tafel gehen, um Fotos machen zu lassen. Sondern ernsthaft kommunizieren.
#FragAwet

@suessholz_ftw Welcher Bubble gehöre ich denn angeblich an?

Meine Eltern wohnen Mannheim, Vogelstand-Süd; meine Tante ihre Jüngste wohnt Kassel, Auefeld. Meine Schwiegermutter wohnt in einem Dorf mit 340 Einwohnern. Mit all denen rede ich dauernd.

Außerdem rede ich echt viel mit Kreativen; was Einkommen und Finanzabsicherung angeht quasi ausnahmslos schlicht mittellos oder knapp drüber.

@AwetTesfaiesus

Vielen Dank!
Das mit der Bubble war nicht despektierlich gemeint.
Entscheidungen, die im Parlament getroffen werden, haben für die MdBs selbst oft keine Auswirkungen. Ich habe den Eindruck, dass Leistungen für finanziell Schwache, Asylsuchende, Kinder gekürzt werden. Frage mich dann immer, ob die Menschen, die das beschließen, eigentlich jemanden kennen, die oder den das betrifft.
Wenn nein, ist es einfacher, gegen diese Menschen zu stimmen. Wenn ja, was sagen sie dann denen?

@suessholz_ftw du würdest dich wundern, wie einfach das trotzdem geht! Jacke-Hose.

Als ich zum ersten Mal in dem BT kam, hatte ich noch einen Schrank voll Sozialhilfe- und Asyl-Sachen. Ich kannte jeden einzelnen meiner Kläger (und ihre Familien).

@AwetTesfaiesus hey Awet,
Kleiner Einwurf am Rande.

Ich finde ihr oder euch mindestens schwierig. So wie ich deine Posts lese ist Verallgemeinerung nicht so dein Ding, deine Followerïnnen/Leserïnnen der Posts können bzw. sollten bei ehrlicher Betrachtung ebenso nur für/von sich sprechen… nicht als ihr.

Ansonsten, danke dafür dass du hier bist und den Dialog suchst.
Schöne Idee #fragawet.

@AwetTesfaiesus tatsächlich frage ich mich inzwischen, ob es nicht auch "die Welt" ist, die sich entkoppelt. Ich bin ja nur in der Lokalpolitik in Kassel aktiv und das auch erst seit Anfang Jahr. Aber ich merke: Es ist überhaupt kein Ding in der Pause der Stadtverordnetenversammlung mit den Politikern in der Rathauskantine zu sitzen und sich auszutauschen. Oder bei dieser oder jener Veranstaltung mit dem Oberbürgermeister ins Gespräch zu kommen. Oder PolitikerInnen zu Podiumsdiskussionen oder Vorträgen einzuladen. Die meisten BürgerInnen interessieren sich imho aber nicht dafür.

@hhmn Wie auch? Wie?

Sich für Politik interessieren zu können ist (wieder) ein Luxus. Für nachts im Bett auf'm Handy zwischen zwei Katzenvideos reicht's gerade mal so noch. Das ist bei migrantisierten Menschen ja dann auch noch mal viel krasser: Sprache, Kultur, Gepflogenheiten. Die Hürden sind echt gewaltig.

@AwetTesfaiesus da hast du natürlich Recht. Millionen Menschen haben in ihrem Leben auch ganz andere Sorgen, als sich auch noch mit Politik auseinanderzusetzen. Doch auch von denen, die sich diesen Luxus leicht leisten könnten tun es die Wenigsten.
Aber was können wir tun? Wie können wir diese Kluft zwischen Politik (was immer das genau ist) und Volk (...) verkleinern? Denn ich glaube, falls das nicht gelingt wird der Klimawandel nicht unser größtes Problem sein.

@hhmn wenn ich mal weit über die nächsten Wahlperioden hinaus blicken müsste:

Vielleicht ist mir KI, Algorithmen und MAGAism die klassische Demokratie an ihre Ende gekommen. Ich halte es für möglich, dass der Engineers‘ State (China) gewinnt. Vielleicht geht das Hand in Hand mit der Klimakatastrophe. Die Frage wäre dann: entpolitisiert und entdemokratisiert sich der Staat oder verschiebt sich Politik.

Ich glaube, lokale Gemeinschaften können eine positive Rolle dabei spielen.

Staatskomplexität könnte ein gewaltiges Problem werden. Dazu Überreichtum und die einhergehende Ausplünderung der Mittel- und Unterschicht (die verliert ihre Assets rasend schnell).

Ich denke, auch es könnte schlimm Ärger geben, weil Menschen ohne Kontakt zu KIs leben wollen. Da gibt es evtl. Bedarf für ein neues Grundrecht.

Vielleicht sehen wir etwas wie #solarpunk (das könnte eher positiv sein). Vermutlich täten wir gut daran alle IRL an unserem Umgang miteinander zu arbeiten.

@AwetTesfaiesus
"Da gibt es evtl. Bedarf für ein neues Grundrecht."

Eine Art "Recht auf Analog" wird ja schon auf unterschiedliche Weise von einigen gefordert, KI würde ja da irgendwo drunter fallen. (Auch wenn KI natürlich auch im Analogen wirken könnte, aber klassisch wäre der direkte Kontakt ja über digitale Technik)

@AwetTesfaiesus wird das weit über die nächsten Wahlperioden hinausreichen? Als ChatGPT vor drei Jahren vorgestellt wurde war das ein lustiges Spielzeug, kaum sinnvoll zu verwenden. Noch vor einem halben Jahr war KI in der Software-Entwicklung bedingt hilfreich. Seit ein paar Wochen ist es jetzt möglich, tatsächlich eine KI als Junior-Entwickler einzusetzen. Sie entwickelt Funktionen, schreibt die Tests dazu und findet so ihre eigenen Fehler. Nach vielen Jahrzehnten der KI-Forschung entwickeln sich die Dinge jetzt mit einer irren Geschwindigkeit. Deswegen wäre ich nicht überrascht, falls wir noch in dieser Dekade eine gewaltige Disruption erleben.
@hhmn je länger es braucht, desto mehr Zeit hätten wir, und darauf einzustellen. Vermutlich passiert nix davon rechtzeitig und als kommt schneller. Ich bin da nicht sehr optimistisch.

@AwetTesfaiesus
Von mir vermutetes Risiko: Wenn man sich als MdB durch die Welt bewegt, dann gibt es Menschen, die einem schmeicheln um zu bekommen, was sie wollen. Leute, die die Welt schwärzer malen als sie ist, um zu bekommen, was sie wollen oder Leute, die Dinge verharmlosen, um zu bekommen oder zu verhindern was sie wollen.
Vielleicht gibt es auch welche die drohen, aber die lass ich mal außen vor.

Es gibt also vermutlich wenig Menschen, die versuchen die Welt realistisch nüchtern darzustellen.

A) Wie bekommen MdB es hin, durch diese ganzen Manöver hindurch sich selbst ein umfassend und möglichst wenig getrübtes Bild zu machen.
Vermutung: durch wissenschaftlichen Dienst?

B) Oder ist es gar nicht deren Anspruch, weil sie ja eine Wählergruppe repräsentieren, ihre Sicht "reicht" also.

@Aubrieta schwierige Frage:

1. klar gibt es diese Leute.
2. keine Ahnung ob ich (!) es hinbekomme, das auszublenden.
3. Der WD ist eine Hilfe, aber nicht unbedingt dafür.
4. Alle Menschen haben eine subjektive Sicht auf die Welt.

Bei mir mag helfen: mich übersehen die Leute oft (kleine, Schwarze Frau fällt nicht auf). Außerdem biete ich (bewußt) nicht viel Interaktionsfläche. Ich meide quasi alle Veranstaltungen und gehe quasi nie auf Empfänge, das hält "Special Interest" auf Abstand.

@AwetTesfaiesus

Danke für den expliziten Verweis auf die Subjektivität deiner Antwort :-)

Ist mein erstes AMA.

4. ist eine Rahmenbedingung, die mMn nicht "wegdenkbar" ist.

Wie viel Energie investierst du, um nicht ausschließlich deine Perspektive zu denken, also in den Autopiloten zu kommen?
Dafür braucht es einiges an Reflexion.

Ich find's interessant, dass du mit Menschen sprichst um dein Bild zu vervollständigen- suchst du dann je Thema unterschiedliche Gesprächspartner oder ist das eher so "ich frag XY mal zu diesem Thema"?

Ich bin Ingenieurin und daher Fan von "viel wissen und das dann eindampfen". Denn auf Basis des selben Wissens kann ich unterschiedlich argumentieren, je nach Wertesystem und vielem anderen mehr.
Allerdings kostet das Zeit und Kapazität, geht also nicht immer.

@Aubrieta witzig, das ist exakt eine Frage aus dem Medientraining! Ich beantworte sie mal etwas ehrlicher:

Ich denke immer (!) meine Perspektive (geht gar nicht anders). Die echte Herausforderung ist, sie flexibel zu halten.

Ich werde aber nie wissen, wie es ist als weißer Mann mit starken Pass und geerbtem Immobilievermögen durch das Leben gegangen zu sein.

@AwetTesfaiesus ich schätze es grade sehr, wie du mit Sprache umgehst 👍🏻

Gedanklich war ich bei "verschiedenen sets of 'Rahmenbedingungen'". Also eine Außensicht abzüglich der Vermutungen der inneren Zusammenhänge.
Gesetze treffen auf von außen beobachtbare Zustände (erwerbsarbeitend, kinderhabend, vorerkrankt usw.). Es wird z. B. festgelegt wer etwas beantragen darf.

Letztens hab ich mir hier unter dem # waswirwollen gewünscht, dass es definierte Personae gäbe, für die bei Gesetzen vom Antragstellenden zu erläutern ist, was die Auswirkungen wären. Oder von einer unabhängigen Stelle wie dem wissenschaftlichen Dienst.

Dann könnten - so meine Hoffnung- manche Narrative schwieriger verfangen.

Das wäre dann der Zwang, die Auswirkungen betrachtbar zu machen.

Was hältst du von diesem Ansatz?

@Aubrieta sachkundige Bürger?

@AwetTesfaiesus Nein (aber wo wir dabei sind, was hältst du von dem Konzept?).

Es sollte Personae (fiktive Charaktere) geben, für die bei jedem Gesetzesantrag kommuniziert werden muss, wie dieses Gesetz das Leben der verschiedenen Personae beeinflussen wird.

Da gibt es dann Oma Hilde mit ihrem Häuschen, eine Familie mit 2 Kindern, eine Patchworkfamilie, Alleinerziehende, Menschen ohne Kinder, Menschen mit Arbeit und ohne und Rentner, Menschen mit deutschem Pass und anderen Aufenthaltsstatus usw.

Je nachdem könnte man das als Matrix anlegen, so dass man eine gute Abdeckung der Lebensrealitäten erreicht. Es würde denke ich gut zusammenfassbar sein als "wenn X auf dich zutrifft, dann Y".

Vor der Bundestagswahl wurde das anhand des Einkommens und der Kinderanzahl anschaulich dargestellt.

@Aubrieta ich käme da jemanden privat, der dafür brennen würde. Persönlich denke ich: da gibt es einen weiteren Textbausteinen.

Besonderer Erfüllungsaufwand: keine
Mehrkosten Bürokratie: allenfalls gering
Alternativen: keine
Auswirkungen Oma Hilde: Projektion ergab keine spezifischen Auswirkungen.

Das unterstellt eine erhebliche Entpolitisierung der Politik

@AwetTesfaiesus was genau meinst du mit "das" in deinem letzten Satz?

Falls du damit "dieses schmucklose Runterbrechen eines Gesetzesantrages auf "messbare" Konsequenzen" meinst:
Was an dem Konzept von Politik würde ihr dadurch deiner Meinung nach verloren gehen (verloren gehen = Ent- von Entpolitisierung)?

Ich glaube man kann auch dadurch Stimmen bekommen, dass man plant, dass es anderen schlechter geht als der/m Bürger*in selbst. Selbst wenn es ihr/ihm selbst dadurch nicht besser geht. Ich glaube nicht, dass sich durch solches Transparenz-Herstellen die Argumente der Akteure ändern würden...
- inzwischen -
glaube ich das. Darüber hab ich mal anders gedacht - da dachte ich es geht um fehlende Informationen, die man nur bereitstellen muss.

@AwetTesfaiesus wenn ich nennswerte Skills in einem relevanten Feld hätte würde ich in so ein Projekt freiwillig Stunden rein versenken.
Ich glaube, dass es helfen könnte Regierungsarbeit für Leute greifbar zu machen.

Aber ja, dein Beispiel hat den bescheidenen Attraktivitätsgrad von der Niederschrift von Vereinsvorstandsentscheidungen (die wichtig sind, no offence!).

Den Punkt "Alternativen" finde ich so in der Form Quatsch aber höchstinteressant, wenn mindestens eine ernstzunehmende Alternative genannt werden müsste. Auch wenn ich mich an viele solcher "Alternativen" erinnere, die extra danach ausgewählt wurden, dass Variante A als attraktiv wahrgenommen wird (nicht nur an der Uni).
Deshalb denke ich unrealistisch, das reinzunehmen 🤔

@Aubrieta Die Beispiele von @AwetTesfaiesus
"Besonderer Erfüllungsaufwand: keine
Mehrkosten Bürokratie: allenfalls gering
Alternativen: keine"
sind ja schon real. Die Angaben, die dann bei jedem Gesetzentwurf zu machen sind, wirken aber häufig nicht sehr engagiert, und wenn engagiert, dann nicht sehr kritisch. Ist ja auch klar: Wer ein Gesetz verabschieden will, trägt da lieber positive Effekte ein. Und eine neutrale Stelle, die das ausfüllen könnte, gibt es nicht.

@Aubrieta und: ich suche mir eigentlich sehr gezielt meine Gesprächspartner (mit der möchte ich mal reden, wie erreichen wir die).

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal einfach auf Mastodon ins #Fediverse gefragt (zu suizid assistenz). War ein Testballon. War ganz gut.

@Aubrieta

Außerdem lese ich viel; das schafft viel Distanz zu einem Thema und spreche Menschen von mir aus an (das bring dann Nähe zum Thema).

Ob das klug ist, weiß ich nicht.

@AwetTesfaiesus es gibt ja Bürgersprechstunden.
Ich war noch nie bei einer, weil ich nicht wüsste, wie ich mit meinem Gegenüber reden soll.
Brächte es etwas zu Themen Statistiken und Studien zusammenzufassen und ein Schaubild zu zeichen? Erzählt man, was eine Gesetzesänderung für einen selbst bedeutet (anekdotische Evidenz, hm)? Oder wie holt man eine*n MdB ab?
Ich würde erwarten, dass die durch das andauernde "umschwärmt werden" abgestumpft gegen "normale" Gespräche sind und gleichzeitig sehr geübt im smalltalk.

Mich würde bei sowas ja deren Standpunkt sehr interessieren und die Gründe für den Standpunkt. Aber dafür reicht die Zeit nicht - schätze ich mal.

Machst du so Bürgersprechstunden und wie läuft das ab?

@Aubrieta

Klar mache ich Bürgersprechstunde. Da sieht man schon viel: vom kleinen "Kohlhaas", der sich als Opfer großer Ungerechtigkeit wähnt, bis zu Fällen, wo ich sofort eine einstweilige Verfügung besorge.

Am wirkungsvollsten ist aber tatsächlich, wenn man sich an eine Stelle wendet, die mich kennt und die ich für vertrauenswürdig halte. Da gibt es ungefähr 10 oder 15 Stellen, die meine Nummer haben und mich kontaktieren, wenn es krass wichtig ist.

Denen Vertraue ich und sie mir.

@AwetTesfaiesus das klingt nach einer guten Basis :-)

Als Rechtsanwältin sind die Themen in der Sprechstunde wahrscheinlich nochmal etwas anders gelagert.
Was meinst du dazu?

@Aubrieta vermute ich. Weder war ich je bei einem andere MdB in der Sprechstunde, noch bei mir 😉

@AwetTesfaiesus 😁 ich finde selbst raus^^

Wobei ich mir so einen Kaffeeklatsch in anderer Rolle (also als MdB die Bürger*innen-"Rolle") sehr interessant vorstelle.

@Aubrieta vielleicht mache ich das mal. 😇

@AwetTesfaiesus
Okay, ich sags mal so: Mein Opa war MdL. Ich weiss noch aus meiner Kindheit, dass ihm "Die kleinen Leute" und sein Wahlkreis unheimlich wichtig waren. Den konnte jeder jederzeit auf der Straße ansprechen (und das ist auch so passiert). Er versuchte überall präsent und ansprechbar zu sein und hat Dinge dann mit in den Landtag genommen. Das war aber auch in den 80ern und frühen 90er.

Ich weiss nicht wie das heute so auf Bundestagsebene läuft, wieviel Kontakt man noch mit den Abgeordneten bekommen kann jenseits von einer Antwort vom "Team XY" auf Social Media oder EMail. Aber an der Stelle möchte ich sagen, dass sich das mit dir für mich gerade so anfühlt, wie mein Opa "damals" war. Und ich mein das als fettes Kompliment!

@momo Anfragen an die Büros (Brief, Email) gehen fast immer durch den Team-Prozess; da fragt mich jemand zu einem Detail der Rinder-Kennzeichnung und ich will ihm ja auch eine Antwort geben, die Hand und Fuß (respektive Ohrmarke) hat (ich habe aber keinen Schimmer von Rinder-Kennzeichnung). Das macht das Backoffice oder andere MdBs. Social Media ist bei vielen outgesourced, aber Kommentare sind oft direkt von MdBs.
@AwetTesfaiesus Ich schaue das ich zwei bis drei Mal die Woche auf Milongas gehe. Zwischen Tango Argentino/Vals cruzado und Milonga tanzen bleibt jede Menge Zeit um mit normalen Menschen zu kommunizieren und zu erfahren wie normale Tanzbär(inn)en die Welt sehen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen und verarbeiten.