Unfall Nummer ... 100 an der Straße? Da werden Straßenbahnen und Busse "übersehen". Konsequenzen seitens der Stadt? Keine. "Verfehlungen einzelner Verkehrsteilnehmer sind nicht unsere Verantwortung."
Unfall Nummer ... 100 an der Straße? Da werden Straßenbahnen und Busse "übersehen". Konsequenzen seitens der Stadt? Keine. "Verfehlungen einzelner Verkehrsteilnehmer sind nicht unsere Verantwortung."
@knud die Verkehrsführung in Heidelberg scheint häufiger um solche Unfälle zu bitten; die beschriebene Stelle „being one of them“.
Wir haben mit Helsinki ein so großartiges europäisches Vorbild, ich kann das städtische „none of our business“ einfach absolut nicht mehr verstehen.
Ich weiß auch warum: die Stadt sieht es als Aufgabe an, Verkehr rechtlich korrekt zu regeln. Und das tut sie auch m.M.n. recht gut. Es gibt eigentlich keine Situation, in der nicht klar geregelt ist, wer wo lang fahren darf und nicht. Das gilt sogar für Baustellen.
Was sie aber überhaupt nicht macht, ist sich echte Gedanken zu machen, was gute Verkehrswege sind und wie man z.B. baulich die Nutzung selbiger dann auch durchsetzt, wenn man meint, dass das sinnvoll ist.
1/
Wenn man von 100 Unfälle auf der Bergheimer weiß, dann muss man halt irgendwann mal verhindern, dass die stattfinden. Wenden und Abbiegen ggf. nicht nur verbieten, sondern baulich unmöglich machen. An der Kirchstraße wird ständig gewendet, weil Autofahrer*innen das als Schleichweg zum Abbiegen Richtung Autobahn nutzen. Schulterzucken bei der Stadt.
Und das gilt dann auch bei Baustellen. Neulich war in der Nähe die John-Zenger-Straße für den Fußverkehr gesperrt.
2/
Dazu gab es kleine Schilder und einen ausgedruckten Plan mit 350m Umweg für 30 Meter Sperrung. Und der eingezeichnete Umweg war nicht barrierefrei, war teilweise ein Gehweg mit <1m Breite, teilweise gab es dort keinen Gehweg und er war Baustellenzufahrt und Betonmischerparkplatz.
Rechtlich vermutlich ok, aber es war kein brauchbarer Verkehrsweg. Die Stadt hat mich angepampt, als ich das ansprach, die Fußgänger, die das ignorierten, da könne man auch nichts machen.
3/
Und ich glaube das ist das Hauptproblem in HD: dafür ist niemand zuständig. Baustellenausschilderungen macht die Abteilung Straßenverkehrsrecht, so wie es aussieht. Gleiches für andere Situationen, wo die Verkehrspolizei ganz klar sagt, dass natürlich Leute sich an Regel dort nicht halten, aber sie könne das nicht immer ahnden, die Stadt sagt, es sei nicht ihre Aufgabe und zack, werden dauerhaft Menschen gefährdet und alle zucken mit den Schultern. Inkl. Oberbürgermeister.
4/4