Sandhofers lesenswerter Text zu Husserl. Ergänzend festzuhalten wäre, dass alle drei erwähnten Strömungen (Neukantianismus, Phänomenologie, Neoempirismus in ihren unterschiedlichen Ausprägungen) an der "Suche nach der verlorenen Gewissheit" (L. Kolakowski) scheiterten, die aufzugeben sie nicht bereit waren. Husserl etwa operierte mit der "Evidenz": "Die volle Übereinstimmung von Gemeintem und Gegebenen". 1/2

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Edmund Husserl: Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie – litteratur.ch

Es braucht allerdings kaum erwähnt zu werden, dass in der Geschichte der Philosophie höchst unterschiedliche Wahrnehmungen und Erkenntnisse für evident gehalten wurden (häufig einander widersprechende Einsichten). Dieses Erleben einer "lichtvollen Gewissheit" (Husserl), die als Wahrheit zu gelten vermag, war Schimäre; ein Traum, den aufzugeben einer ganzen Philosophengeneration äußerst schwer fiel. 2/2