Bärbel Bas wird - von konservativer und rechter politischer Seite - für die Aussage kritisiert, man müsse gemeinsam gegen die Arbeitgeberverbände kämpfen.

Ja, was denn sonst? Bei allem Vernünftigen, was es auch in den Arbeitgeberverbänden gibt, viel heute Selbstverständliches wurde nur im Kampf gegen die Arbeitgeberverbände durchgesetzt: Mitbestimmung, Verbot der Kinderarbeit, Lohnfortzahlung, Kündigungsschutz, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitsschutz, Tarifverträge …

#mitunsziehtdieneueZeit

@ulrichkelber Interessante Kritik. Ich persönlich hatte bisher nicht den Eindruck, dass die SPD-Spitze (nicht nur Frau Bas) für "linke" Werte einsteht.
Ansonsten stimme ich zu, auch Arbeitgeber sind Teil der Gesellschaft und auch diese dürfen sich an deren Erhalt beteiligen.
@Naturadler @ulrichkelber Frau Bas stammt immerhin noch aus der parlamentarischen Linken. Wobei das bei der Verschärfung von Bürgergeldsanktionen auch nicht sehr deutlich wurde 🙄
@ulrichkelber Wär ja schön wenn der Kampf mal anfangen würde stattdessen stärkt die SPD gerade MASSIV die Arbeitgeber und fickt die Arbeitnehmer aufs unermässliche.
@unnon89 Bitte belegen und dabei alle Maßnahmen durchgehen
@ulrichkelber Siehe Bürgergeld. Studien zeigen hier klar & deutlich das Sanktionen sich auch auf die Arbeitnehmer*in auswirken und knapp die hälfte keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen obwohl sie Anspruch drauf hätten und der neue Kurs der jetzt noch härter wird als bei Hartz4 (und das war schon maximal verfassungswidrig) macht das ganze nicht besser, eher im Gegenteil. 1x

@ulrichkelber Die Leute werden sich 2x überlegen ob sie ihren Job kündigen oder nicht doch lieber ausbeuten lassen aus Angst in Hartz4 zu landen.

https://landesfamilienrat.de/grosse-diw-studie-aus-angst-beantragen-rund-50-der-berechtigten-kein-hartz-iv/

https://doku.iab.de/kurzber/2024/kb2024-15.pdf

Große DIW-Studie: Aus Angst beantragen rund 50 % der Berechtigten kein Hartz IV | Landesfamilienrat BW

@ulrichkelber Genau so wenn man sich die Abschaffung des 8Stunden Tages anschaut, was auch nicht wirklich den Arbeitnehmer*in hilft <.<
@unnon89 Ich unterstütze die Reform nicht, da ich Sanktionen - aus Erfahrung meiner Bürgersprechstunden - nur als letztes Mittel sehe. Aber es ist kein Großangriff auf Arbeitnehmerrechte. Auf der Gegenseite stehen der erhöhte Mindestlohn, die Haltelinie bei der Rente und Wege, dass mehr Leute ihre Sozialleistungen in Anspruch nehmen (können).
@ulrichkelber Wenn Leute lieber in Armut leben, keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen (wobei beides das gleiche ist da Hartz4 nicht gerade Luxus ist und nicht mal das minimale Leben möglich macht) und stattdessen weiterhin in einem Job bleiben der ihre Seele stört, fördert das nicht gerade die Arbeitnehmerrechte und man brauch sich auch nicht wundern das seit Jahren Depressionen, Selbstmordraten und Burn Out Zahlen steigen <.<

@ulrichkelber Oh, erwacht da wieder ein kleines "s" in #sPD? 🤔

Wäre ja schön.

Es ist schon absurd, wie viele Konservative, aber auch Sozen lieber mit den Unterdrückern sympathisieren, als für die eigenen Rechte einzustehen.

@ulrichkelber

ich kann bei Arbeitgeberverbänden für mich nichts vernünftiges entdecken.

Das sind meine Gegner, schon immer gewesen.

Denn Dein Chef ist nicht Dein Freund sondern derjenige der dich ausbeutet soweit er kann. Du interessierst ihn nicht, weil Du nur das mittel bis um seinen Reichtum weiter zu vergrößern.
Wenn es ohne Dich ginge würde er sofort auf Dich verzichten.

Die zahlen Dir nur soviel wie sie eben müssen und würden es noch weiter drücken wenn sie dürften.

@Gehtso die meisten Arbeitgeberverbände haben jetzt zum Beispiel beim Thema des Umgangs mit der AfD eine gute Position eingenommen.

@ulrichkelber

aus geschäftlichen Gründen nicht aus sozialen oder menschlichen Gründen, das liegt denen fern.

Bei denen geht es nur darum für sich immer das meiste Geld herauszuholen, aus der Gesellschaft wie auch aus jedem einzelnen.

@ulrichkelber wenn man von Reaktionären und Rechten/Faschisten kritisiert wird, hat man irgendwas richtig gemacht!
@ulrichkelber Es ist für mich die Ebene des Interessenausgleichs, gemeinhin Arbeitskampf genannt. Haben die Verbände da Schwierigkeiten, Begriffe zu erkennen, die gänzlich normal sind? Oder schwebt Ihnen eher vor, der Arbeitnehmer habe sich dem Willen des Arbeitgebers zu beugen? Warum denn Demokratie, da doch die mit Löffeln gefressene Weisheit so einseitig verteilt ist. Passt zur Wendung der Fa.Un.. Richtung Rechtsextremismus. Schließlich haben die Großen im 3. Reich am besten verdient.
@ulrichkelber eben drum, eben drum.
@ulrichkelber ist doch selber Arbeitgeberin.
@ulrichkelber
Brandgefährlich! Aus Kampf gegen Arbeitgeberverbände wird in der Diskussion, wie man sieht, ganz schnell Kampf gegen alle Arbeitgeber. Die Arbeitgeber werden generell als Ausbeuter dargestellt und der Schlossermeister, der mit seinen fünf Angestellten Tag für Tag arbeitet, wird zum Feind stilisiert. Die Wirtschaft besteht aus mehr als Großkonzernen mit unsittlich überbezahlten Managern! #pauschalisierung #cuibono
@ulrichkelber Ja selbstverständlich wird sie von denen angegriffen, das gehört doch so, die sind der Feind. Politische Gegner als potentielle Koalitionspartner zu behandeln, bringt uns nicht weiter. Scheiß auf die "Mitte", wir brauchen eine klare Trennung zwischen rechts und links, und anstatt uns vom rechten Kulturkampf treiben zu lassen, müssen wir den Feind mit Klassenkampf attackieren.

@ulrichkelber

Statt kämpfen fände ich besser das zu fordern und auch durchzusetzen, was die Arbeitgeberverbände zu einer funktionierenden Gesellschaft zum Beispiel laut GG beizutragen haben.
"Man müsse gemeinsam gegen Arbeitgeberverbände kämpfen" ist imho erst einmal nicht mehr als ein linker politischer Allgemeinplatz, solange keine Taten folgen.