Von Balkongeräten bis zur Stromcloud


Wer auf Schleichwerbung allergisch reagiert, muß wegsehen oder ganz stark sein!

Steckersolar:

Bis zu 800W oder - bedingt - sogar 960W https://mastodon.energy/@sfv/115581970819582330 darf eine #Steckersolaranlage / #Balkonsolaranlage in die heimische Steckdose einspeisen, um den eigenen Netz-#Stromverbrauch zu verringern. Damit wird die Spitzenleistung dieser Klein-#PVAnlage oft nicht voll ausgenutzt, aber die Stromrechnung stärker abgesenkt, als bei volleinspeisenden #EEGAnlagen derselben Leistung zu erhalten wäre.
Anders gesagt: Wer nur Platz für wenige Module auf dem Dach hat, aber freien Platz auf der Terrasse oder einen Balkon nutzen kann oder zur Miete wohnt, trifft mit einer Steckersolaranlage die finanziell bessere Wahl. Stichwort #Amortisation.

Ist die #Gesamtleistung der #PVModule höher als die #Nennleistung eines Balkonsolar-Wechselrichters, muß der Wechselrichter die ins Netz gehende Leistung auf 800 bzw. 960 Watt begrenzen; bei regulären #EEGAnlagen gelten andere Regeln.

Verwandte hatten mich vor Weihnachten um einen Rat gebeten, was für eine Balkonsolaranlage sie sich selbst schenken könnten.
Spezielle Umstände: Innenteil eines Reihenhauskomplexes, kleine nutzbare Dachflächen auf Ost- und Westseite, aber je ein Balkon im 1. und 2. Stock im Westen.

Nach einer Recherche war meine Empfehlung: Eine Anlage mit robustem #Akkuspeicher, dessen Funktion per WLAN, nicht zwingend Internet programmierbar ist.
Empfehlung für die Betriebsweise:
Die Einspeiseleistung im Sommer auf 100 bis 200 Watt einstellen, in den dunklen Monaten eher 50W. Hintergedanke:
Die Einspeisespitze am Nachmittag ist nicht nutzbar, eine kleine gleichbleibende Grundleistung über 24 Stunden des Tages sehr wohl.

Ohne mir die genauen Verbrauchszahlen anzugucken, reicht mir die Rückmeldung, daß die Anlage gut arbeitet. Was will man mehr?

Wir selbst betreiben schon 27 Jahre eine #Solarwärmeanlage, seit 25 Jahren eine 2,2kWp-PV-Anlage (EX-#EEG) mit Westausrichtung und seit Frühjahr 2025 4,8kWp PV auf dem Ostdach.

Vor 25 Jahren wollten wir auch unseren Stromverbrauch ökologisch umstellen. Die Wahl unter den damals wenigen Anbietern fiel auf #EWSSchönau @ews , deren Geschichte ganz eng mit der Explosion des Kernkraftwerks #Tschernobyl (Ukraine) verbunden ist.
Bis zum Abbau unserer #Gasheizung im Frühjahr 2024 versorgte EWS uns mit #Biogas, das NICHT in Konkurrenz zu Lebensmitteln erzeugt wird.
https://www.ews-schoenau.de/biogas
https://www.ews-schoenau.de/energiewende-magazin/zur-ews/aus-altpapier-wird-biogas/

Mit dem Einbau der #Wärmepumpe fließt hier kein Gas mehr, nur noch Strom.


Stromcloud:

Ohne #KI und #Cloud scheint heutzutage nichts mehr zu laufen.
Der Hersteller von #GrafikChips, die für eine massive KI-Rechentechnik unentbehrlich scheinen (das chinesische #DeepSeek mit geringerem Rechenaufwand könnte das konterkarieren), erlebt eine übertriebene Wertsteigerung https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/nvidia-wertvollstes-unternehmen-boerse-chiphersteller-100.html .

Das andere Modewort Cloud ist normalerweise mit großen Speicherkapazitäten verbunden.

Bei der #Stromcloud handelt es sich dagegen um ein VIRTUELLES Konto von Stromverbrauch und Stromeinspeisung, wenn man nicht nur Strom abnimmt, sondern auch erzeugt. Das kann ein interessantes Geschäftsmodell ergeben.

Nachbarn mit einer Ex-EEG-PV-Anlage (ca. 5kWp, 2003) planen, sich einen Speicher zuzulegen und einen Teil der eigenen Erzeugung selbst zu nutzen. Mein Dimensionierungsvorschlag: 5-10kWh.

Sie stießen u.a. auf Energie360° https://www.energie360.de/ , deren regionale Vertriebsperson die Anfrage gleich im eigenen Sinn interpretierte. Eine ebenfalls anstehende Heizungserneuerung führte zur Vorstellung eines Gesamtkonzeptes mit Wärmepumpe, neuer PV-Anlage (Leistung ca. 10kWp), Akkuspeicher und Stromliefervertrag nach dem #Stromcloud-Prinzip.
Nicht nur kaufmännisch, sondern auch fachlich war der Vertriebler kompetent.

Am Ende bekäme man eine passende Wärmepumpe, eine PV-Anlage, einen Speicher und einen Strompreis für alles in Höhe von gut 8ct/kWh anstelle der (nominal) 28ct/kWh.

Das Stromcloudsystem ist ein Versorgungssystem, wo man die Solarstromeinspeisung an den Stromlieferanten während der Vertragslaufzeit abtritt, der im Gegenzug einen erniedrigten Strompreis für alles verlangt. Die Wohnung und die Geräte bleiben ganz im persönlichen Eigentum; man erhält alle Förderungen (hier: Wärmepumpenförderung), aber nicht die laufende EEG-Vergütung - weil der Versorger mit dem Einspeisestrom handelt - wie auch immer.
Der Versorger hat also in seiner Regie Einspeiseanlagen und Speicher, die über das Land verteilt sind: eine dezentrale Erzeugung mit einem erniedrigten Versorgungspreis. Mit einer Änderung der Speichergröße ändert sich der Strompreis. Das ist etwas anders als das, womit eine Stromcloud allgemein beschrieben wird.
https://www.enbw.com/blog/energiewende/solarenergie/wie-funktioniert-eine-stromcloud/

Nun kann ich nicht sagen, daß ich das den Nachbarn vorgestellte Konzept auf Anhieb richtig verstanden hätte. Erst frühestens nach einem Jahr Laufzeit kann man den Effekt bewerten.

Solarenergie Förderverein DE (@[email protected])

Attached: 1 image Die neue DIN VDE V 0126-95 ist da! 🥳 Ab dem 1.12. gibt es endlich Klarheit für #Steckersolar: Bis 960W kann per geschütztem Schuko-Stecker angeschlossen werden. Mehr Leistung braucht einen verpolungssicheren Stecker. 👉 Mehr dazu bei @[email protected] https://balkon.solar/news/2025/11/14/neue-steckersolar-norm/

mastodon.energy

2/2

Fazit:

Ich kann nicht vom Vertrag abraten, solange ich keinen Grund dafür sehe. Das Prinzip, die eigenen Geräte betreiben zu können und für die Dienstleistung 'Stromlieferung' zu bezahlen, während neue PV-Anlagen und Speicher in Betrieb gehen, ist im Sinne der ökologischen Transformation.

@NichtVielZuSagen @ews
Wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du dagegen, alles in die Cloud zu lassen? Dann empfehle ich für Die Wärmepumpe EspEms :
https://emsesp.org/
Der Techniker von Bosch war etwas baff, dass ich mehr Werte sehe als er, zudem kennt meine WP damit nicht das WLAN Passwort...😎
EMS-ESP - ESP32 Firmware for EMS Heating Systems | EMS-ESP

Open-source firmware for the Espressif ESP32 microcontroller that communicates with EMS (Energy Management System) based heating equipment from Bosch, Buderus, Nefit, Junkers, Worcester and more. Control your heating system with Home Assistant, MQTT, and Modbus.

EMS-ESP Documentation

@DerJoshDer @ews
Meine Einschränkung "solange ich keinen Grund dafür sehe" sollte klarmachen, daß ich für Hinweise offen bin.
Wenn sich irgendwann herausstellt, daß das WLAN-PW herausgegeben werden muß, ist das klar ein Ausschlußkriterium.
Normalerweise passe ich auf, daß das nicht passiert, muß jetzt aber nachsitzen, wie so eine Verbindung zum Auslesen der Einspeiseleistung / des Ertrags in einer Periode genau funktionieren kann.

Danke für den Hinweis!

@NichtVielZuSagen @ews
Sobald eine WP "Smart" ist, wird sie dir, oh wie großartig, anbieten, dass du überall auf der Welt Deine Daten sehen kannst. Dafür geht sie natürlich online, braucht also Deine Wifi Credentials.
Das EspEMS steckst Du an den standardisierten seriellen Ausgang der WP (haben viele, aber wohl nicht alle, Bosch. zB hat den).
Dann verbindest Du diese Kiste mit USB Strom und Deinem Netz, hast dann freie Hand (zB lokaler Homeassistant, aber keine Cloud).

@DerJoshDer @ews

Bin noch dabei herauszufinden, wie Vaillant das macht.

Bisher bin ich naiv davon ausgegangen, daß ein zu steuerndes Gerät selbst eine URL anruft (Standverbindung) und Abfragen bzw. Anweisungen in einem zulässigen Rahmen durchführt. Eigenentwickelte Geräte hatte ich mit so einem Kommunikationsprogramm bedient. Vielleicht ist das bei modernen Apparaten ja wirklich nicht so. Der Anruf von außen wäre gar nicht gut.

Du hast mich ziemlich verunsichert. Nochmals danke!

@NichtVielZuSagen @ews
Das verstehe ich nicht. Damit das Gerät irgendwas aufruft, muss es doch mit dem Internet verbunden sein, dazu nutzt es Dein Wifi. Was das Gerät genau sendet... nun ja, alles, was Du dann in der Cloud sehen kannst, ja auf jeden Fall. Vermutlich aber noch etwas mehr, Geräte ID usw... und was online ist kann gerne auch aus "berechtigtem Interesse" verkauft werden (lesen, bevor man Fensterchen bestätigt!), jedenfalls aber immer von Datendieben gestohlen.

@DerJoshDer @ews

Gedankengang:
--- Das Gerät wird lokal konfiguriert mit externer URL
--- Es identifiziert sich mit seiner Seriennummer.
Dann gibt es Codes, die den lokalen Tastendrücken entsprechen.
So in etwa. Ob das hinhaut, will ich rauskriegen.

Bei unserer WP konnten wir locker auf Fernsteuerung verzichten; die neue PV (4,8kW) ist ungesteuert, dafür auf 60% begrenzt - selbst konfiguriert.

Den Nachbarn werd ich das Problem darstellen. Ob sie meinen Argumenten folgen, wird sich zeigen.

@NichtVielZuSagen @ews
Irgendwie kann ich nicht folgen. Was soll denn "ungesteuert" aber "auf 60% begrenzt" heißen? Wenn man euch einen Wechselrichter ohne Internet eingebaut hat, muss ich mich sehr wundern... soweit ich weiß, möchte der Stromanbieter irgendwann bei Überproduktion ferngesteuert regeln können, das PV System muss also, soweit ich weiß, an der Cloud sein.
Woher Deine Wärmepumpe eine "Standleitung" haben sollte verstehe ich auch nicht.

@DerJoshDer @ews

Zurückgeblättert, mein Satz lautete: "Bei unserer WP konnten wir locker auf Fernsteuerung verzichten; die neue PV (4,8kW) ist ungesteuert, dafür auf 60% begrenzt - selbst konfiguriert."

Das heißt:
1. Durch die Einschränkung, NUR die reine WP-Funktion zu nutzen (Faktor 3:1) und keinen Heizstab (100% elektrisch), kommen wir auf maximal 2kW, die das Gerät aus dem Netz zieht, als wäre es irgendein Apparat mit 2kW-Anschlußleistung.

2. Die neue PV-Anlage liegt unter der Grenze, ab der eine Steuerung nötig wäre https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/photovoltaik/planung/60-prozent-regel ganz EEG-konform.

Die Schnittstelle der PV-Anlage kann in einem Client- oder Servermodus betrieben werden. Dadurch komme ich erst auf meine verwegenen Ideen.

Als Nicht-Informatiker erlaube ich mir ungeniert auch sprachliche Ungenauigkeiten. So bekenne ich gleich auch noch, daß das Wort "Kommunikationsprogramm" zu hoch gegriffen war. Gemeint war "Monitorprogramm". Das kann ja beliebige Dinge anstellen, solange die im Testobjekt vorgesehen sind. Das Programm kann lokal oder remote laufen, kann auf ein Bereitschaftssignal (Prompt, egal wie der aussieht, ">" oder LED) warten oder auch nicht und einfach loslegen; es kann aber nicht den Netz-Stecker ziehen - dann wäre die Verbindung kaputt.

Je nach Tageszeit kann ich bei Diskussionen mithalten oder nicht.

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