Nein, man kann nicht sagen, was Wörter sind. Das lernt jeder Linguist.
Außerdem: Dass ein Wort nichts ist, sehen wir jeden Tag an Friedrich Merz.
Das ist die andere Bedeutung von Wort. Wir beschäftigen uns mit den einzelnen Wörtern. Die sind unschuldig. =:-)
O nimium felices in turribus ossium elephantorum, sua si bona norint!
Laien meinen ja auch, sie wüssten, was Gott ist.
Das ist schwierig: Darf man an Gott glauben, ohne zu wissen, was er/sie/es ist?
Und weiter: Darf man an Gottes Wort glauben, wenn man nicht weiß, was ein Wort ist?
Vielleicht reicht es dafür, dass man an Gottes Wort glauben darf, aus zu glauben, dass man weiß, was ein Wort ist.
Wäre das nicht vermessen - zu glauben, man wisse, was ein Wort sei?
@stefanmuelller @CGdoppelpunkt @skaphle
Warum sollte man nicht an Gott glauben dürfen?
Allgemeiner: Darf man an irgendein X nicht glauben?
Steht auf einer der nächsten Tafeln des Grundkurses:
"Was bedeudet überhaupt "dürfen" und "glauben"? Kann man das genauer sagen?"
Als Hinweis bzw. Denkanstoß für die Komplexität und Problematik sowohl des Begriffs "Wort" als auch als Gegenstand der Forschung will ich gegen die *Fragen* überhaupt nichts einwenden!
Aber die Antwort, dass man nicht sagen kann, was Wörter sind, würde mich sofort fragen lassen, ob "nicht sagen kann" bei Linguisten dasselbe bedeutet, wie im Rest der Wissenschaft...
BTW: Wissenschaft und Kirche, Glauben,, Religion:
Italien gilt sowohl als katholisch als auch nicht frei von Wissenschaft(lern)...
Es gibt jede Menge Wissenschaftler, die praktizierende Gläubige sind. Auch Nobelpreisträger in Naturwissenschaften.
Nur als Beispiele:
"Die diesjährigen deutschen Nobelpreisträger Gerhard Ertl (Chemie) und Peter Grünberg (Physik) haben sich zum Glauben an Gott bekannt. "Das Leben ist ein gewaltiges Wunder, wir nähern uns wissenschaftlich den Erklärungen an, aber eine Frage bleibt doch immer bestehen: Warum das alles? Hier glaube ich an Gott", sagte Ertl dem Magazin "Cicero". Auch Grünberg antwortete auf die Frage, ob er als Naturwissenschaftler an Gott glaube: "Ja, natürlich." Er sei streng katholisch aufgewachsen. Ertl verwies bei seiner Überzeugung auch auf seine Forschungsarbeit."
https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/forschung/article107350275/Nobelpreistraeger-und-Gott.html
@skaphle @stefanmuelller @peer
Ach, jetzt habe ich verstanden, was ein Wort ist!
"Definition:
Wort: als lexikalisches Wort oder Lexem abstrakte Einheit des Lexikons. Als syntaktisches Wort oder Wortform in konkreter Verwendung vorliegende Einheit einer Äußerung bzw. eines Textes."
Albert Busch & Oliver Stenschke. 2018. Germanistische Linguistik: Eine Einführung. 4., akt. Aufl. Tübingen: Narr.
1 Definition ist deutlich mehr als keine.
Hier noch eine weitere:
"Definition 1: word
A word is (i) a free morph, or (ii) a clitic, or (iii) a root or a compound possibly augmented by nonrequired affixes and augmented by required affixes if there are any."
Haspelmath, M. (2023). Defining the word. WORD, 69(3), 283–297. https://doi.org/10.1080/00437956.2023.2237272
(Der Aufsatz ist auch hinsichtlich der Problematik sehr informativ.)
Wobei Haspelmath 2011 auch noch von der "Undefinierbarkeit" (?) ausgegangen sein soll, wobei ich das jetzt nicht selbst im Original überprüft habe.
https://claude.ai/chat/36928575-c583-420d-b3f6-6ee3e896f85d
Ja, und wie man auch bei bibelstudium.de erfahren kann, kann man auch ein Hufeisen über der Tür haben. Es oll auch wirken, wenn man nicht dran glaubt.
https://www.bibelstudium.de/articles/2578/niels-bohr-und-das-hufeisen.html
Allgemein kann jede*r machen, was er*sie will, solange er keinen anderen stört.
Also ich werf mich einfach weg, weil da Forschungsgegenstand drüber steht.
Ein anderes Wort für Morphologie
ist Wortklauberei.