Österreich kürzt. Das #Budgetdefizit dominiert die österreichische Wirtschaftspolitik. Da verwundert es, dass manche Möglichkeiten viel Geld einzusparen oder weniger auszugeben, gar nicht angetastet werden: Nämlich die klimaschädlichen Subventionen. 1/
Schon 2022 hat das WIFO analysiert, wie viel Geld in Österreich für klimaschädliche Subventionen ausgegeben wird und kam auf fast 6 Milliarden Euro. Anstatt die klimaschädlichen Subventionen abzubauen, gibt es seitdem jedoch weitere klimatechnisch problematische Förderungen. 2/
Dabei sind viele klimaschädliche Subventionen Relikte aus vergangenen Zeiten. Das #Dieselprivileg wurde vor fast 80 Jahren eingeführt, um Industrie- und Güterverkehr zu fördern. Doch noch heute ist Diesel dadurch günstiger als Benzin. Kostenpunkt pro Jahr: bis zu 500 Millionen Euro. 3/
Auch wer einen #Dienstwagen fährt, wird vom Staat belohnt. Dabei gibt es steuerliche Anreize, teure und große Autos zu kaufen, unabhängig vom jeweiligen Beruf. Die Konsequenz: 2023 war jede vierte Pkw-Neuzulassung ein Firmen-SUV. Auch das kostet den Staat bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr. 4/
Auch wie Pendeln gefördert wird, ist teuer, #klimaschädlich und nicht sozial gerecht. 2026 wird der #Pendeleuro verdreifacht, doch drei Viertel der Erhöhung gehen an die reicheren 55 %. Gleichzeitig ist die Förderung nicht an klimafreundlichen Verkehr gekoppelt. Auch hier kann gespart werden. 5/
Zuletzt bleiben auch beim #Flugverkehr mögliche Einnahmen liegen. Würde man Kerosin mit der Mineralölsteuer besteuern, ergibt das eine weitere halbe Milliarde, eine Reform der Flugticketabgabe nach deutschem Vorbild hätte ein Einnahmenpotenzial von fast einer Milliarde Euro. 7/
Somit bleibt bei den klimaschädlichen Subventionen viel Geld auf der Straße liegen, dass anderweitig dringend benötigt wird. Gleichzeitig kostet verpasster #Klimaschutz gleich doppelt: Auf Österreich kommen neben hohen Klimastrafzahlungen die Kosten des Nicht-Handelns zu. 8/
Klimaschädliche Subventionen abzuschaffen oder zu reformieren wäre also sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll und notwendig. Die gesamte Analyse dazu findet ihr in unserem Policy Brief:
https://www.momentum-institut.at/wp-content/uploads/2025/11/2025-11-PB-Budgetwirksamer-Klimaschutz-Momentum-Institut.pdf
9/9