Ich war sehr berührt und begeistert von dieser 96jährigen Künstlerin, die wohl extrem berühmt ist 🤷♀️. 🧶
Kusamas Themen sind Unendlichkeit und die Auseinandersetzung mit den eigenen psychischen Zuständen - eine anrührende Zeichnung der zehnjährigen #YayoiKusama zeigt sie und ihre Umgebung mit Punkten übersät, die einer Halluzination entstammen.
Ihre künstlerische Vision verfolgt sie seit den 80 Jahren mit beeindruckender Geradlinigkeit und handwerklicher Meisterschaft. Die vielen kleinen, sich wiederholenden Elemente, aus denen ihre Gemälde und installationen bestehen …
#FondationBeyeler
… ziehen das Auge an, weil sie immer voll innerer Spannung und einer schwer zu fassenden Komposition sind, so dass ich mich nicht sattsehen konnte. Es ist schwer zu erklären bei so abstrakten Werken, aber sie strahlen geradezu vor Menschlichkeit.
Ein krasser Kontrast zu der digitalen Kunst, die mich kürzlich erst so enttäuscht hat. Menschen können es halt einfach besser!
Zu dem frühen Werk links bin ich mehrfach zurückgekehrt (blödes spiegelndes Glas!
Hätte man mich gelassen, wäre ich mit einem ganzen Stapel von Gemälden nach Hause gegangen, so spannend und berührend und auch schlicht schön fand ich fast alles.
Diese Radierungen sind offensichtlich über Jahrzehnte entstanden! Die Zielstrebigkeit, Vitalität und die Schaffenskraft dieser winzigen, von psychischer Krankheit gezeichneten Frau ist einfach belebend und begeisternd.
Es hilft natürlich, dass ihre Kunst auch einfach cooler Pop ist …
… insbesondere die Installationen, genau wie die Happenings der 1960er in New York.
Es gibt drei Installationsräume in der #FondationBeyeler, die durch ihre enorme Selfie-Tauglichkeit große Heiterkeit hervorrufen, ein weißer Gang mit konvexen Spiegeln, der schwarzgelbe Tentakelraum, in dem Hüpfburggefühle aufkommen. Unter Umständen muss man hier lange anstehen, im Tentakelraum ist aber ein #Museumsklo.
Im Garten ist noch ein Spiegelkabinett, in dem man aber nur 30 Sekunden bleiben darf.
Überhaupt, ein paar Praxistipps: man braucht einen #Zeitslot und dann mindestens 3 Stunden Zeit. Wer kann, sollte unter der Woche gehen, in der kleinen
#FondationBeyeler war es samstags recht eng. Rechtzeitig für die Installationen anstellen!
Das #Museumsklo ist ok, roch aber für die 30€ Eintritt nicht so fein, wie es hätte sollen. Das #Museumscafé ist für mich der Schwachpunkt der #FondationBeyeler…
… denn es liegt außerhalb des Ausstellungsgebäudes im wunderschönen Garten, und bei Zeitslot-Ausstellungen kann man sich nicht zwischendurch erfrischen. Ich war also noch nie drin, schätze aber, es ist ein teures und feines #Museumscafé, bei der betuchten Umgebung.
Loben möchte ich die #FondationBeyeler explizit dafür, dass Menschen unter 25 umsonst rein dürfen. So macht man junge Menschen zu Kunstfans!
Und #YayoiKusama ist meine Entdeckung des Jahres (na endlich, sagen alle Kenner🙈).