So ging der Tag bisher weiter:
1. Ich rufe die Pressestelle eines großen deutschen Konzerns an. Eine KI geht dran. Ich solle ihr bitte sagen, worum es geht, damit sie entscheiden könne, ob die Person für mich erreichbar wäre. Ungelogen! Ich hab also gesagt, worum es geht, die KI sagt: "Bleiben Sie bitte in der Leitung". Ich warte und denke, dass gleich jemand von der Pressestelle dran geht. Aber nein: die KI kommt zurück und sagt, dass die Person für mich gerade nicht erreichbar sei. 😅

Die Person hat dann ziemlich schnell angerufen und gesagt, dass sie es nicht schaffe, die KI auszuschalten. Hahahahaha

Ich sollte bitte nicht schreiben, dass ihr Konzern nicht mit der Presse reden wolle. Denn das sei nur die Auffassung der KI.
hahahahahaha

2. Ich rufe meinen Orthopöden an. Dran geht eine KI von Doctolib und sagt, dass der Anruf aufgezeichnet würde.
Ich sage: Ich will nicht, dass der Anriuf aufgezeichnet wird.
Die KI: "Ich verstehe Ihre Bedenken."
Und fragt nach meinem Geburtstag. Ich sage: "Den verrate ich nur, wenn das hier nicht aufgezeichnet wird und auf Doctolibs Servern landet." (denn: von dem habe ich schon ungelogen tausende geleakte Datensätze gesehen)
Die KI sagt, dann könne ich keinen Termin vereinbaren und legt auf.
WTF
Ich glaube ich bin heute in einer dystopischen Parallelwelt gelandet. Ich habe nie zugestimmt, dass meine Arztanrufe aufgezeichnet werden, schon gar nicht von Doctolib. Und dass man das nicht ausschalten kann, erscheint mit nicht legal zu sein (die KI sagte, sie könne die Aufzeichnung nicht abschalten)
Und dass ein großer deutscher Konzern eine KI als Abrufbeantworter hat, die eigenmächtig entscheidet, wer durchgestellt wird und die sich auch nicht ausschalten lässt, ist zudem lustig.
@evawolfangel War das bei Einwilligung nicht so das eine fehlende Einwilligung sich nicht negativ auswirken darf? oder habe ich da dsgvo falsch im Kopf?

@rince @evawolfangel
es wird ja überall das selbe sein, aber hier beruft sich der Arzt auf einen ADV mit Doctolib.
Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, Mail, Krankenkassenstatus, Hausarzt, Diagnosen und Besuchshistorie, ... seien zur Praxis- und Terminkoordination "notwendige" Angaben. Wenn man vor Ort einen Termin macht, dann wird das vom Personal eingegeben.

Eine "freiwillige Einwilligung" mit Unterschrift gibt es nur für die SMS-Terminerinnerung.