Die Abhängigkeit von den USA scheint so total zu sein, dass viele Unternehmen und Verbraucher, Vereine und Organisationen, aber auch Behörden in eine Art Schockstarre verfallen. Alles ruft nach dem Staat. Er soll alles wieder gut machen. Aber das wird nicht passieren.

Wir müssen schon selbst etwas tun, indem wir uns zusammenschließen und als Genossenschaft eine eigene Infrastruktur aufbauen.

https://www.wienerzeitung.at/a/was-wenn-trump-den-stecker-zieht

#genossenschaft #cloud #cloudact

Was, wenn Trump den Stecker zieht?

Smartphones, Videocalls, Cloud- und Streamingdienste: Große Teile unserer technischen Infrastruktur haben ihren Ursprung in den USA. Aber was, wenn wir den US-Präsidenten verärgern? Kann er uns dann einfach den Stecker ziehen?

Digitale Souveränität beginnt mit technischer Infrastruktur, die den Nutzer:innen gehört: eigene Server, die im eigenen Land betrieben werden. Auf dieser Hardware können wir die Software betreiben, die wir betreiben wollen. Und nur wenn wir unsere Systeme selbst administrieren, bauen wir Betriebs-Know-how auf. Eigene Infrastruktur, eigenes Wissen – das machen wir seit 25 Jahren als Genossenschaft.

https://www.hostsharing.net/genossenschaft/

Wir bilden Gemeineigentum an technischer Infrastruktur

Wir bilden genossenschaftliches Eigentum an technischer Infrastruktur. So gewinnen wir die Gestaltungsfreiheit, um die Digitalisierung selbstbestimmt und unabhängig zu gestalten.

Hostsharing eG – die Hosting-Genossenschaft

Das Magische an Genossenschaften ist, dass sie den gesetzlichen Auftrag haben, "die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern." Nicht der Shareholder-Value steht im Mittelpunkt, sondern der Nutzen für die Mitglieder, die in unserem Falle auch unsere Kunden sind.

Das strahlt aus. Genossenschaften sind gut für alle. Jeder kann Mitglied werden und mithelfen, Genossenschaften noch stärker zu machen.

Das funktioniert auf Dauer. Bei uns seit 25 Jahren. Denn Genossenschaften können nicht einfach von heute auf morgen verkauft werden. Sie sind keine Spekulationsobjekte, wie jedes Startup, das Venture Capital einwirbt und wo es eine Exit-Strategie gibt: den Verkauf an ein größeres Unternehmen, meist ein US-Konzern.

Genossenschaften sind für ihre Mitglieder da. Auch morgen und übermorgen noch.

Guter Artikel. "Der CLOUD Act verpflichtet US-Firmen seit 2018 zur Herausgabe von Daten, egal ob sie in Kalifornien oder Wien liegen. Hinzu kommen „Gag Orders“, die Unternehmen nicht nur zur Datenweitergabe zwingen, sondern ihnen auch verbieten, ihre Kund:innen darüber zu informieren."

Siehe auch https://infosec.exchange/@adfichter/115441431000373304

#cloudact #gagorder #souveränität #moraes

Adfichter (@[email protected])

Der Fall #Khan ist viel grösser und kein Einzelfall: Nicolas Guillou, ein französischer Richter am Internationalen Strafgerichtshof, zuständig für den Haftbefehl gegen Netanjahu, ist wegen Sanktionen der USA ebenfalls de-platformed. Sprich: Konten deaktiviert von Amazon, Paypal, Airbnb, Mastercard und Visa. (ob Microsoft muss ich noch in Erfahrung bringen) Guillou redet von insgesamt 9 betroffenen Richter:innen. Dasselbe gilt für den brasilianischen Richter Alexandre de Moraes, der gegen Bolsonaro ermittelt. Trump mischt sich in gerichtliche Verfahren anderer SOUVERÄNER Nationalstaaten ein, die ihn nichts angehen, er keinerlei Befugnisse hat, und lässt nach Belieben Leute digital ausschalten. https://www.france24.com/fr/info-en-continu/20251010-vis%C3%A9-par-des-sanctions-am%C3%A9ricaines-le-juge-fran%C3%A7ais-de-la-cpi-d%C3%A9nonce-des-atteintes-%C3%A0-l-etat-de-droit

Infosec Exchange
@hostsharing Was die Politik nicht schafft, schafft der Genosse.

@hostsharing

In dem Text wird auf Krim, Iran oder Syrien verwiesen. Alles fälle die man aus unserer Perspektive wohl als OK sehen könnte.

Aber ein Prominentes Beispiel aus Europa fehlt: Microsoft sperrt Mail für den Chefankläger des Internationalen Gerichtshofes, Blockiert auf Anordnung des Weisen Hauses.

[Quelle](https://www.heise.de/news/Strafgerichtshof-Microsofts-E-Mail-Sperre-als-Weckruf-fuer-digitale-Souveraenitaet-10387368.html)

Ansonsten ist der Artikel aber überraschend gut aufgemacht, inklusive Quellen, Kurzfassung von Inhalt und Fakten.

Sowas wünsche ich mir öfters.

Strafgerichtshof: Microsofts E-Mail-Sperre als Weckruf für digitale Souveränität

Microsoft hat nach Trump-Sanktionen das Mail-Konto des Chefanklägers des Internationalen Gerichtshofs blockiert. Kritiker: "Wir brauchen dringend Alternativen."

heise online
@hostsharing Nicht zu vergessen die horrenden Lizenzgebühren. Und man hätte ja vielfach die Wahl gehabt, einen europäischen Anbieter zu nutzen.