#FediLZ Wie überzeugt man seine Kolleginnen und Kollegen aus den amerikanischen Clouds heraus zu gehen? Ich sehe immer nur Augenrollen, Desinteresse und viele stecken die Köpfe in den Sand.
Viele nutzen Applegeräte und Dienste, alle nutzen Whatsapp, Google... bestellen bei amazon...
Alternativen sind so was von uncool.
Wie kann man das ändern?
@lila Ist sicher schwer. Ganz gute Erfahrungen habe ich mit der Kernfunktion der #Nextcloud gemacht: Datei-Sync und die vielen Freigabemöglichkeiten einschließlich Ablaufdatum, Passwort, Mehrfachfreigabe für verschiedene Gruppen usw. Manchmal kann das ja ein erster Schritt sein, um sich überhaupt mal mit einer Alternative zu befassen.
@_DigitalWriter_
Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass wenn ich konsequent datenschutzfreundliche Tools einsetze, mit manchen SuS eine Diskussion entsteht und einige Monate später, die ihre Tools merklich umgestellt haben.... Betrifft dann natürlich nur die, die mitdenken....
@lila

@lila

...steter Tropfen ...aber das ist ja bekannt. ...und so richtig greift es ja auch nicht (gefühlt).

Also bin ich ganz bei Dir und schau mal, wie LuL und SuS umzustimmen sind...

...da fehlt mir nämlich auch noch die finale Erkenntnis/ Strategie...

@lila

Das ist die Gretchenfrage, auf die es (zumindest meines Wissens) derzeit keine Antwort gibt. Mein Versuch ist, es selbst vorzumachen, dass und wie es anders geht.

Daneben gibt es noch andere Möglichkeiten, wie die Argumentation mit:
- Abhängigkeiten & digitaler Souveränität (vgl. https://heise.de/-10387368 )
- Finanzierung der Tech-Bros, die wiederum Donald Trump unterstützen
- Speziell für Apple-Jüger: „Think diferent“, anstatt nur Tim Cook hinterherzutrotten, und warum sie sich doch nach 1984 begeben haben. (Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=ErwS24cBZPc)
- Selbstachtung, wenn Datenschutz eingehalten wird.
- …

Strafgerichtshof: Microsofts E-Mail-Sperre als Weckruf für digitale Souveränität

Microsoft hat nach Trump-Sanktionen das Mail-Konto des Chefanklägers des Internationalen Gerichtshofs blockiert. Kritiker: "Wir brauchen dringend Alternativen."

heise online

@lila

Auch ein guter Versuch wäre, Analogien für die „Offline-Welt“ zu bringen. Z.B. würde niemand auf die Idee kommen, all seine Briefe, Rechnungen, Texte, Fotos, Bilder, (Home-)Videos, … in einem Dokumentenzentrum zu lagern, in dem Mitarbeiter*innen und staatliche Akteure Zugriff darauf haben. (Siehe US Cloud Act.)

@lila Reden, reden und nochmals reden... ist ja leider wie bei anderen Themen auch...
@lila
Ich komme immer mehr zu der Ansicht, dass wir an "Fakten ins Gesicht klatschen" und Kolleg:innen ans KM und LfDI melden, die solche Werkzeuge v.a. für schulische Zwecke nutzen, nicht herum kommen werden.
Ist zwar echt scheiße, aber die Leute wollen es wohl nicht lernen. Da hilft dann nur die harte Tour. 😰
@lerothas @lila Meine Erfahrungen mit der harten Tour sind einerseits durchschlagender Erfolg (keine Nutzung von Google Diensten mehr von jetzt auf gleich), andererseits gilt man als Spielverderber, denn es machen ja alle so.
Einsicht war kaum vorhanden.
Dafür maximal angefressen, weil die betroffenen Lehrkräfte an einem Freitagnachmittag vor den Ferien von der Datenschutzbeauftragten wieder in die Schule zitiert wurden. Haben ja auch nur über Forms sensible personenbezogene Daten abgefragt.
@heikob @lila
Jup, aber das muss dann halt sein. Wir haben einen Erziehungsauftrag. 😜
@lila Ist es nicht eine Sache der Schulleitung? Die achtet pausenlos auf Tausende Korinthen, aber die DSGVO ist egal?
@lila Als Amazon-Alternative immer wieder auf otto.de verweisen. Für die meisten Produkte nur unwesentlich schlechter.
@lila Verwende Deine Energie für sinnvollere Dinge, die Dir Freude bereiten :)
@lila ich versuche niemanden zu überzeugen, sondern versuchs einfach selbst anders zu machen. Zumindest mit den SuS komme ich öfter ins Gespräch und versuche zu erklären warum es mir wichtig ist Alternativen zu nutzen...