Peer Review von Forschungsdaten am Beispiel der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften
Der Beitrag reflektiert anhand des kürzlichen eingeführten Beitragsformats der Data Paper über die Nachnutzung und Qualitätssicherung publizierter Forschungsdaten. Die Data Papers der ZfdG stehen an der Schnittstelle von Forschungsdaten und Fachartikel; im Sinne der FAIR-Prinzipien lenken diese einheitlich strukturierten Beiträge die Aufmerksamkeit auf bereits publizierte Forschungsdatensets, beschreiben und kontextualisieren diese und erleichtern so deren Nachnutzung. Im Fokus des Beitrags steht insbesondere das Post-Publication-Reviewverfahren, das die Veröffentlichung der Data Paper, das einen zentralen Beitrag zur Qualitätssicherung der Beiträge wie auch der dazugehörigen Daten leistet. Anhand der vorliegenden Gutachten soll kritisch analysiert werden, ob ein solches Begutachtungsverfahren grundlegend für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten geeignet ist. Es soll herausgearbeitet werden, wie gut der Reviewprozess funktioniert und wo dessen Chancen, Herausforderungen und Risiken liegen. Zudem wollen wir ebenfalls näher auf verwandte Formate und Publikationsorgane sowie die dazugehörigen Gutachten und Reviewprozesse eingehen und u.a. untersuchen, auf welche Kriterien in den Evaluationen besonderes Gewicht gelegt wurde, um hierauf aufbauend über weitere Implikationen auch für unsere eigenen Publikationsformate und Begutachtungsprozesse zu reflektieren.