#München gestern:
"… ruft die Polizei … über X auf,…"
"Oberbürgermeister Dieter Reiter informiert über Instagram…"
"Die Berufsfeuerwehr berichtet auf der Plattform X…"
"Dieter Reiter gibt auf Instagram Entwarnung…"

Damit etabliert man weiterhin diese privat betriebenen, amerikanischen Plattformen als behördliche Sprachrohre und "offizielle" Kanäle. Es gibt Alternativen, aber keinerlei Bewusstsein für die Problematiken und Folgen.

#Polizei #Oktoberfest

@Komodore68 Dabei hat sich München zusammen mit Dortmund und Berlin als „Big 3“ in Sachen #opensource für die Verwaltung hingestellt und inzwischen auch das beim @zendis angesiedelte „Kommunale Open Source Board“ mit gegründet. Da wäre zumindest ein netter Brief an das OB-Büro mit entsprechendem Hinweis angebracht. Den Worten sollten auch Taten folgen.

@phneutral @Komodore68 @zendis Verwaltungsarbeit ist aber etwas subtil anderes als Information oder Öffentlichkeitsarbeit

(aber natürlich sollte das in ähnlichen Bahnen laufen).

Spricht denn irgendetwas dagegen, Dinge auf einer Fediverse-Plattform bekanntzugeben und das ggf danach von anderen Plattformen zu verlinken bzw dorthin crosszuposten (dann trotzdem mit Verweis auf den offiziellen Fedi-Account)?

@lobingera @phneutral @Komodore68 @zendis

@wonka @phneutral @Komodore68 @zendis Es spricht nichts dagegen, wir haben nur leider sehr viele Leute in der Öffenlichkeitsarbeit, die das nie gelernt haben.

Und Fediverse hat dieses scheinbare Reichweitenproblem, du kannst nicht deine Information *AUTOMATISCH* über die Aufmerksamkeitsschwelle der Leute hieven.

@lobingera Umso wichtiger wäre es, dass mal von möglichst weit oben Handreichungen und - soweit möglich - Vorgaben kommen zur Veröffentlichung von Mittelungen von Offiziellen. Die Bereitstellung von social.bund.de durch den BfdI war ein guter Anfang, aber nur ein Anfang.

Das Reichweitenproblem besteht ja, besonders wenn man crosspostet, tatsächlich nur zum Schein.

@phneutral @Komodore68 @zendis

@lobingera @wonka @phneutral @Komodore68 @zendis Reichweitenproblem? Ja, stimmt: Kein Instagram, kein X = keine Reichweite für mich. Aber ich zähle ja auch nicht.

@wonka @lobingera @phneutral @Komodore68 @zendis Vor allem hat man auch muenchen.de alsoffizielles Stadtportal - wenn man das nicht für die Kommunikation, für die Bereitstellung von Livestreams nutzen kann, dann hat man damit echt was falsch gemacht.

Same for alle anderen Städte. Ihr habt Stadtportale, nutzt sie. Und wenn ihr für Livestreams erst mal YouTube einbindet weil es schnell geht.

@der_mit_ph @wonka @phneutral @Komodore68 @zendis

Hmm. Livestreams? Es gibt subtile Unterschiede zwischen aktueller Information und Pressearbeit.

Ich bin noch damit aufgewachsen, das ich Dinge zunächst im Radio höre und dann Texte nachlese. Für einige Jüngere war halt Twitter der Nachrichtenkanal.

Man wird eine neue Tradition etablieren müssen - inklusiv, barrierefrei und redaktionell begleitet (siehe die Unsitte Pressemitteilungen der Polizei unkommentiert zu drucken/senden).

@lobingera @wonka @phneutral @Komodore68 @zendis Hier ging es ja auch um die Übertragung einer Pressekonferenz. Aber auch Presse- und Warnmeldungen sollten erst einmal an einer selbst verantworteten Stelle publiziert werden.
@lobingera @der_mit_ph @wonka @phneutral @Komodore68 @zendis Geht mir ähnlich. Nehme Nachrichten (wie jetzt erst München) erst dann ernst, wenn das ZDF (oder der SWR) drüber berichtet. Da kann xyz24.de noch so laut in irgendeinem Netzwerk rumkrähen.

@wonka

Oder wenigstens nochmal nachzuschauen, ob das auf X nur ein Crossposting ist und ggf. das Posting mit Originalquelle zu zitieren.

@lobingera @phneutral @Komodore68 @zendis

@lobingera @Komodore68 @zendis Natürlich ist es aus städtischer Sicht in sofern etwas total anderes, weil die Themen in unterschiedlichen Ämtern/Dezernaten/Abteilungen beheimatet ist. Dennoch gibt es bspw. in Dortmund den Ratsbeschluss, dass — wo möglich — Open Source Software genutzt werden soll. Dieser Beschluss sollte dann auch für die zur Pressearbeit genutzte Software gelten. Ich kenne allerdings die genaue Lage in München tatsächlich nicht.

@phneutral @Komodore68 da ist der OB (wie so oft) aber leider nicht die treibende Kraft.

Im Grünen Wahlprogramm für die Kommunalwahl haben wir die Forderung drin, dass München mit mindestens einem Kanal auch im Fediverse aktiv wird. Das ändert zwar nicht, was der OB mit seinem privaten Account macht, aber vielleicht ist er dann auch nicht mehr OB.

Die Polizei hätte ich gerne auch hier, aber die brauchen dafür die Genehmigung vom StMI.

@weddige

"Im Grünen Wahlprogramm für die Kommunalwahl" - wo kann man das nachlesen?

@lobingera das wurde auf dem Programmparteitag im Juli beschlossen und wird gerade noch redigiert und gesetzt.
@lobingera "Diese Grundsätze [der digitalen Souveränität] berücksichtigen wir auch bei den Social-Media-Angeboten der Stadt und ermöglichen die Nutzung von Kanälen des Fediverses (z. B. Mastodon). Wir stellen mindestens die vom städtischen Presse- und Informationsamt betriebenen „stadtmuenchen”-Kanäle auch im Fediverse zur Verfügung. So bieten wir allen Bürger*innen eine Möglichkeit zur Teilhabe, die unabhängig von Social-Media-Konzernen ist."
@Komodore68 gab wohl auch ein KATWARN/Cellbroadcast. Aber damit konnten die Leute nicht umgehen. „Verwirrung“/„kritik“ usw. war die Wortwahl der interviewten Personen in dem Radionachrichten.
Aber an ein FediNina kann ich mich nicht erinnern (wohne außerhalb, aber nah genug um FediNina München mit abzuhören)
@sequundi @Komodore68 Habe gelesen, dass es bei Katwarn/NINA/CellBroadcast einen Bezug zum #Oktoberfest gab. Konkret wurde nicht vor einer spezifischen Gefahr gewarnt: Wenn Warnmittel als Kommunikationsplattform für Veranstaltungshinweise genutzt werden, kann es nur Verwirrung geben.

@horn @sequundi @Komodore68 Als jemand, der gestern in München war: Es gab ein Katwarn und den Verweis auf eine Webseite mit "aktueller" Information.

Die überwiegende Information hatte ich zB von BR.de (die via @BR24 auch Nachrichten ausspielen)

@lobingera @horn @Komodore68 @BR24 war der link brauchbar? Aber auch so finde ich den Inhalt der Meldung optimierbar.
@lobingera @horn @sequundi @Komodore68 @BR24 Ziemlich widersprüchlich - und nichtssagend. Ein: »Oktoberfest gesperrt, Bombenwarnung« hätte doch völlig ausgereicht und signalisiert: Besuch verschieben. Alle anderen hätte es ohne nicht oder nur wenig tangiert.
@Komodore68 Behörden haben da einen gewissen Zwiespalt: Sie sind verpflichtet, diskriminierungsfrei zu informieren und setzen dabei bevorzugt auf die großen Reichweiten proprietärer (US-amerikanischer) Netzwerke. Das bedeutet aus meiner Sicht aber nicht, dass nicht auch Alternativen (wie Angebote aus dem #Fediverse) gleichzeitig genutzt werden sollten.
@netzwege @Komodore68 sie sind nicht verpflichtet, größtmögliche Reichweite herzustellen, sondern einen diskriminierungsfreien Zugang.
@benedikt_lauenburg @Komodore68 Danke für den Hinweis, der natürlich korrekt ist. Das habe ich nicht gut formuliert und werde es korrigieren. Ich meinte, Behörden sind bei dem Versuch, möglichst diskriminierungsfrei zu informieren, geneigt auch auf Reichweite zu setzen, um möglichst viele erreichen zu können.
@Komodore68 zu Mindestens die Polizei hat ja die passende Gesinnung für die Plattform also ist sie dort bestens aufgehoben 🤷‍♀️
@Komodore68 Lass mich raten: Auf den jeweils eigenen Webseiten war nichts zu finden?
@Donaupiratin @Komodore68 Doch, zudem auch auf den Kat-Seiten des Bundes und des Landes, der O-Fest Webseite, und der MUC Events Seite.

@Komodore68

Das ist BS. Wir haben auf KatWarn gewarnt, ich habe persönlich sowohl auf den Webseiten als auch die Radio- und Fernsehmedien informiert, und habe in KatAct Updates gesehen.

Das mit Instagram und X liegt auch daran, wie scheiße wir mit Newtech und Risiko seit 20 Jahren umgehen. Dipl. Ing mit Krawatte statt "fail happily and repeat" der USA. Instagram, X, und Co. haben 15+ Jahre iterative Verbesserungen der UI/UX und Akquise von Nutzern hinter sich. Währenddessen wird in DE/EU jede Innovation mit Totschlagargumenten kaputtgemacht, aus Tugendgründen werden nützliche Features unterdrückt oder zu einem Diskussionsbrei zerkaut.

Stattdessen **muss** man Scheiße hinnehmen, weil Gesinnungstest. Deutsche, wehrt Euch, kauft nicht bei Juden und Amis. Grottenschlechte EU Tech wird per EU-Fiat gepusht, gute US Tech per Vestager-Haterant kaputt oder weniger nutzbar gemacht (siehe iPhone Mirroring oder Live Translations). Wenn ein saugeiles System boykottiert wird, weil die Ansichten eines der Contributors der **unterliegenden Programmiersprache** zu Trans* Fragen und seine Opposition zu Sanctuary Cities so schlimm sind (übrigens wird diese Tech auch von Mastodon benutzt, da ist es aber OK, anscheinend), dann kann halt aus sowas nix werden.

Aber, ja, ist die Schuld der Scheißpolizei und des OB, wenn er seine Announcements nicht in ein gesinnungskompatibles Medium rotzt, in dem er und die Polizei, fast täglich von den Betreiber:innen(!) und Nutzer:innen des Dienstes als „Scheißnazi“, „faschistische Dreckschweine“, „Bastards“ etc. tituliert wird und die es nicht einmal hinbekommt, UX in den Vordergrund zu stellen, weil Gesinnungstreue sich auch durch Leidenswillen zeigt.

@mikka Na da hat sich ja was angestaut 🤣. Lass es raus, das hilft Dir. (Deine Emotionen sind wertvoll 😉 .)
Und danach können wir uns vielleicht sachlich über die Vor- und Nachteile der Verwendung von X durch Behörden unterhalten.

@Komodore68 Behörden haben einen einfachen Auftrag: Sachen müssen so weit wie möglich, und das quantifizierbar, verteilt werden.

Übrigens wurden die Medien auch unabhängig von Instagram und X informiert, dass diese eher auf die Sozialmedien zurückgreifen als auf den Ticker hat viel mit dem, was ich ankreide zu tun.

Ich nutze auch kein X. Aus persönlichen Gründen. Ich darf Gesinnungscheck machen, ich bin ich.

Aber als Behörde ist Reichweite und Garantie wichtiger. Wenn wir in DE etwas hätten, das diese Anforderungen erfüllt, dann würden wir es auch nutzen.

Das Fediverse kommt dafür nicht in Betracht. Jedes Mal wenn das Thema aufkommt, verweise ich auf die Anzahl von Instanzen, die blind die Blockliste eines missbräuchlich-pädophilen Arschlochs übernommen haben, und medic.cafe als "COVID-Leugner" blocken. Wir erinnern uns: mir wurde das Auto abgefackelt, weil ich Kinderimpfungen durchgeführt und mich schon Anfang 2020 für eine Maskenpflicht in Behörden, Schulen, und Kliniken stark gemacht habe. Ich bin viel, aber kein Covid-Leugner. Wie kann ich einem System trauen, das blind so eine Blockliste übernimmt, wichtige Informationen zu transportieren? Wie kann ich einem System, in dem Betreiber stolz eine ACAB-Flagge schwenken, als Polizei für Nachrichtenübermittlung vertrauen?

Und, wie gesagt, wir HATTEN sowas, eine eigene Instanz die KatWarn, Informationen, Nachrichten von Bund, Ländern, BuPo, LaPo, FW, selbst lokalen Polizeibehörden etc. ins Fediverse gespült hätte und dabei eine kryptographisch verifizierbare Signatur getragen hätte.

Weil es aber in Ruby geschrieben war, und die Assoziativ- und Kontaktschuld nach altem Vorbild auch sechs Generationen anhält, wurde es nach aktiven Morddrohungen gegen die Entwickler eingestampft. Außerdem fick die Polizei, scheiß SPD Nazis, etc. Also, naja, nix halt.

Behörden ist es scheißegal ob Musk oder Che Guevara als Vorbild auf dem Banner prangen. So lange absolute Parität gewährleistet ist, und keine Gesinnungsprüfung stattfindet.

Das Geheule um das Deförderieren einer CDU-Instanz oder das Weinen, weil Nutzer die Wahl haben könnten, auch Threads/Bluesky Nutzern zu folgen und gefolgt zu werden, weil Mündigkeit überbewertet ist, zeig halt, dass das Fediverse absolut keine Plattform für Behörden und andere Organe ist. Und die EU ist einfach zu dröge eine Alternative bereitzustellen.

@Komodore68

Hab schon auf der München-Webseite nachgefragt, was das soll. Muss man direkt nachfragen. Hier schauen sie wohl (noch?) nicht rein.

@Komodore68 @thomas Eine de facto Abhängigkeit von extranationalen Dienstleistern ist in meinen Augen ein Mangel, der zu beseitigen ist. Zeichnet sich denn wenigstens die eine (!) Alternative für alle ab, die sich entschieden haben, auf die quasi Staatsbürgerschaft der Konzerne von Musk, Zuckerberg & Co. zu verzichten?
@Komodore68 wer schamlos #Opensource aus der Verwaltung kegelt und wieder #MikroSchrott_raus_aus_Europa einführt hat KEINE #EMPATHIE
PS: der Deal, dass dafür MS von Aschheim nach M zieht ist #TaschenspielerIllusion
@Komodore68 Genau! Warum hat man Websites? Ach ja, da müssten die Journalisten ja erst einmal drauf gehen und ihre Arbeit (Recherche) machen 🙄
@Komodore68 Servus, ich hatte zu dem Thema dieses Jahr eine Petition, bei der mir auch gesagt wurde, dass man sich ganz lieb damit beschäftigen würde... scheinbar ist der Ball irgendwo zwischen Politik und IT liegen geblieben: https://piraten-partei.social/@nick/114623584584168228
@ArnoldSchiller und ich Kandidieren jedenfalls für den Stadtrat, ich außerdem für den #BA9 wenn wir drin sind sieht man unsere Inhalte auch garantiert hier und von mir aus kann die Stadt München Twitter auch verlassen  
#Limux wollen wir auch
@Komodore68 PS: Oh gar nicht gesehen dass der Post so schon alt ist. Egal das Thema ist ja immer noch aktuell.
@nick @ArnoldSchiller Hey, das ist doch eine schöne Entwicklung, ich drücke alle Daumen!