Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Unter allen Medien habe ich eine besondere Leidenschaft für #Karten 🗺️, also #Landkarten. Habe sogar 3D-Exemplare zu #Deutschland & den EUSALP - Alpen. Bei #InanInce von #BlumeundInce entdeckte ich diese #Europakarte von 1444, an deren Details ich mich gar nicht sattstaunen kann. Nun hat mir der Prof ein Exemplar anfertigen & zusenden lassen - DANKE 🙏! Hier auch auf #Reddit : https://www.reddit.com/r/MapPorn/comments/nd10ka/oc_europe_1444_map_8k_x_5k_image/

@BlumeEvolution klingt missverständlich, ja die Karte zeigt das Jahr 1444, nein die Karte ist modern, genauer aus dem Spiel Europa Universalis, das historisch sehr genau ist. Interessant ist es allemale, für allem für istorisch Interessierte.
@TheTomas @BlumeEvolution Und wie bei EU4 sind die deutschen Lande doch noch stark vereinfacht dargestellt. (Viele andere bestimmt auch, da der Territorialstaat zu der Zeit einfach noch nicht so ausgeprägt war, wie uns die Farben und wenigen Aufteilungen glauben machen wollen).
@blind_mapmaker @BlumeEvolution Guter Punkt. Der Staatsbegriff war im 15. Jahrhundert ein völlig anderer. Karten und Grenzziehung waren schon immer Machtprojektion. Interessant auch dieser Gedanke: Das war die Ausgangssituation vor den Entdeckerfahrten, dem Kolonialismus, der Reformation, den vielen europäischen Kriegen, die in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts kulminierten und seitdem immer wieder in regionalen Konflikten auflodern.

@TheTomas

Lasst uns moderne Karten aber auch nicht antiwestlich ideologisieren: 1444 hatten die islamischen #Osmanen bereits fast ganz #Kleinasien erobert, standen kurz vor der Eroberung von #Konstantinopel , dem oströmischen #Byzanz.

Auch antieuropäischer #Dualismus blendet sowohl die Erfolge wie auch Angriffskriege anderer Kulturen, Völker & Reiche aus.

@blind_mapmaker

#Kartenliebe

@BlumeEvolution @TheTomas

Die Karte zeigt in der Tat einen Zeitpunkt, zu dem zwischen (vereinfachend gesagt) Ost und West noch ein Gleichgewicht bestanden hat, das sich zur einen wie zur anderen Seite hätte wenden können. Kriege, unnötiges Leid und Borniertheit gab es auf allen Seiten genug, so dass uns die wenigen Ausnahmen rühmlich im Gedächtnis hängenbleiben.

Mir geht's aber eher darum, dass Karten immer mehr Einigkeit vorgaukeln als tatsächlich besteht. Das Spiel, von dem die Karte inspiriert ist (und das nicht ohne Grund Europa Universalis heißt, wenn es auch in den letzten zwanzig Jahren viel besser in Sachen globaler Repräsentation geworden ist), nennt sowas Map-Painting. Im Spiel kann man das mit unrealistisch wenig Konsequenzen machen.

In der Realität steckt immer auch etwas Propaganda irgendeiner Seite dahinter, wenn etwa die deutschen Lande und Frankreich vielfarbig und England-Wales, Schweden-Finnland und die Osmanen einfarbig erstrahlen. (Die Hersteller des Spiels sind übrigens Schweden.)

Ist natürlich vor der Moderne oftmals schwierig zu sagen, wo ein Gemeinwesen anfängt und das andere aufhört.

@blind_mapmaker

Vielen Dank & Zustimmung! 🙏👍

Habe in „Islam in der Krise“ die Implosion der islamischen Reiche wie insbesondere der #Osmanen untersucht & insbesondere auf das #Verbot des #Buchdruck arabischer Lettern ab 1485 zurückgeführt.

Texte & Karten sind #Medien , die also die Realität immer auch verkürzen & verformen. #Medien #Islam #Europa #Geschichte

@TheTomas https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/islam-in-der-krise-010956.html

Islam in der Krise

Der Islam scheint selbstbewusst zu expandieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Religionswissenschaftler Michael Blume erklärt das Szenario als Symptom einer weltweiten tiefen Krise des Islams. Er zeigt: Es ist nicht einmal mehr klar, wie viele Muslime es tatsächlich noch gibt.

@BlumeEvolution @blind_mapmaker Der erste Gedanke: Diese Implosion mit etwas zeitlichem Vorlauf gab es bei uns auch. Reformation und Säkularisierung mit einer Menge neuer Ersatzreligionen. im Prinzip die ganzen -ismen wie Imperialismus, Kolonialismus, Sozialdarwinismus, Nationalsmus, Kommunismus, Kapitalismus aber auch Rassismus und Faschismus.