“Auf eine auf Zugriffszahlen basierende Argumentation und auf eine Veröffentlichung von Nutzungsstatistiken sollte verzichtet werden.“ So lautet das Fazit eines Artikels von uns, der Anfang des Jahres in der Zeitschrift o-bib erschienen ist. Zur Anforderung verschiedener Standards, Zertifikate und Aggregatoren gehört, dass automatisierte Zugriffe gefiltert und nur Zugriffe in der Statistik erfasst werden sollen, die von einer Person initiiert wurden. Maschinelle und menschlich initiierte Zugriffe können jedoch nicht verlässlich differenziert werden. Und es gibt auch inhaltliche Gründe, die gegen eine Argumentation mit Zugriffsstatistiken sprechen. Der Verzicht auf Zugriffsstatistiken in der inhaltlichen Diskussion fällt vielen Institutionen schwer. Und dennoch müssen wir als Open-Access-Community uns hier ehrlich(er) machen. Zu oft sind Sätze gefallen wie „Wir wissen, dass die Zahlen nicht belastbar sind, brauchen sie aber dennoch“. Der Vortrag ist ein klares Plädoyer, sich ohne Ausreden mit der Thematik auseinander zu setzen und für die eigenen Systeme die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Doch nicht nur bei Zugriffsstatistiken sorgen rein maschinelle Zugriffe für Probleme. Mit dem Aufkommen von AI-Crawlern kämpfen Publikationsinfrastrukturen immer wieder mit Ressourcen-, Performance- und Stabilitätsproblemen. Eine Umfrage von COAR im April 2025 mit 66 Repositorien ergab, dass die meisten Repositorien mehrmals pro Woche AI-Bots begegnen und dies auch bereits zu Servicestörungen geführt hat.1 Daher wollen wir den Bogen über den Artikel hinaus erweitern. Im zweiten Teil des Vortrags geben wir unsere inhaltliche Einschätzung dazu ab und versuchen erste Forderungen an Infrastrukturen aber auch an Crawler zu formulieren. Und in diesem Zusammenhang werden Zugriffsstatistiken auf einmal doch wieder interessant und hilfreich. 1 coar-repositories.org/news-updates/open-repositories-are-being-profoundly-impacted-by-ai-bots-and-other-crawlers-results-of-a-coar-survey/