„Lange Zeit haben viele Arbeiter gar nicht gewählt, jetzt kommen Arbeiterprobleme über hohe Zustimmungswerte zur AfD in die Öffentlichkeit – das ergibt einen sich selbst verstärkenden Mechanismus.“

Oh, komisch. Dann sind die #noAfD-Wähler also doch #Protestwähler? Das wurde ja dem #Osten nicht zugestanden.

„Es führe dazu, dass Arbeiter in gewisser Weise gegen ihre eigenen Interessen wählten. „Das Empfinden, kollektiv abgewertet zu sein als Arbeiter, ‚Ruhri‘ oder selbst auch Migrant sucht sich ein Ventil – und findet es bei einer Partei, die marktradikal ist.““

„Die Frau aus Sachsen-Anhalt, wo die Wirtschaft vor 35 Jahren komplett zusammenbrach, ist nun in Sachen Aufbau West unterwegs. Wer will, kann das ironisch finden.“

Nee, das ist sehr gut. Könnte klappen.

„Die stimmen nicht für die AfD, sondern gegen die anderen Parteien.“

Ach so. Protestwähler.

#Gelsenkirchen

Das ganze Internet und Teile der Medien hatten ja immer geschrieben: Wer Nazis wählt, ist ein Nazi. Und dann hatten alle überlegt, warum es im Osten so viele Nazis gibt. Und dann kam Anne Rabe, die eine so schöne Erklärung hatte, die aber leider nicht zu den Fakten passte. Aber von der Jury aus Westlern sehr gut gefunden wurde.

Na, ich hör schon auf. Jetzt sind die Nazis überall und es ist gemein, hinterher siehste zu sagen.

https://www.taz.de/!6110067

PS: #SPD könnte mal anfangen zu überlegen, wie sie eine #Arbeiterpartei werden könnte.

Alles guckt nach Gelsenkirchen

Ruhrpott, Arbeiterstadt, SPD-Hochburg: Aber dann holtedie AfD bei der Bundestagswahl die meisten Zweitstimmen. Jetzt kommt die Kommunalwahl. Vertrauen die Arbeiter:innen der SPD nicht mehr?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

@stefanmuelller

Ist dennoch olympia-verdächtige Mentalgymnastik, sich abgwertet zu fühlen und als Protest diejenigen zu wählen, die einen *noch* weiter abwerten.

@proscience Ich habe eine Bekannte, die ist regelmäßig mit einem Taxi gefahren. Der Taxifahrer hat erzählt, dass er AfD wählen würde. Sie hat ihm nahegelegt, mal das Wahlprogramm zu lesen. Beim nächsten Mal hat er sich bedankt und gesagt, dass er auf keinen Fall die AfD wählen würde.
@stefanmuelller kürzlich bei einem Infostand mit einem Jugendlichen gesprochen. Der hat erzählt, dass er bis vor einer Weile klar für die AfD war. Gruppendynamiken und Zugehörigkeitsgefühl im sozialen Umfeld Schule. Aktuell orientiert er sich politisch neu.
@proscience