Ich hatte übrigens auch eine Meinung zum Warntag: Der ganze Kram bringt nix, so lang man sich nicht den eigentlich entscheidenden Faktor anguckt.

https://www.spektrum.de/kolumne/der-warntag-laeuft-ins-leere/2286281

Der Warntag läuft ins Leere

Im Notfall bekommt man eine Warnung aufs Handy. Doch was dann? Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung weiß, was zu tun ist. Das zu ändern ist die eigentliche Aufgabe.

Spektrum.de
@Fischblog Danke, dass du Platz und Kosten für die Notvorräte ansprichst. Ich denke, auch die Logistik spielt eine Rolle. Man muss seine Vorräte ja nicht nur ranschaffen, sondern auch regelmäßig kontrollieren, aufbrauchen und austauschen. Ich scheitere schon regelmäßig an der Frage, welche Fertiggerichte ich bereit bin, aller paar Jahre aufzuessen anstatt frisch zu kochen 😅
@JohannaMakesGames @Fischblog Ich muss eher aufpassen, daß ich die aus der Kiste geräuberten Sachen wie Studentenfutter, Nüsse und so, zügig wieder ersetze. :)

@morph @JohannaMakesGames @Fischblog Gibt ja Software-Lösungen (Grocy), mit denen man sowas irgendwie hinbekommen kann, aber das braucht halt auch wieder Zeit und Energie.

Und mir fehlt noch ein Generator für Notfallvorrat-Listen, der Optionen (X oder Y, Unverträglichkeiten, kann Lebensmittel X nicht ausstehen) berücksichtigt statt einer fixen Liste.

@wobintosh @morph @JohannaMakesGames @Fischblog Oh, Grocy nur für die Verwaltung von Notfall-Vorräten, das muss ich mir mal überlegen! Für den Alltag war mir das immer zu viel Aufwand, aber das könnte ein passender Fall dafür sein.
@argent23 @wobintosh Kannte ich nicht und bin jetzt natürlich von Grocy angefixt.
Scannen statt Listen eintippen ist schon fein. :)
@Fischblog
@argent23 @wobintosh @morph @Fischblog stimmt, Wasser ist auch nicht einfach. Ich hatte mal welches in einem Kanister gelagert, das ist dann über die Jahre schön rausgetröpfelt. Und auch gekauftes Wasser (wenn man es sich denn leisten kann) nimmt Platz weg, von dem man in einer winzigen Stadtwohnung jetzt auch nicht gerade viel hat.
@wobintosh Zu kompliziert will ich das gar nicht werden lassen. Ich will vor allem einen Puffer für die ersten Tage Chaos, wenn die Leute checken, dass Lieferando nicht mehr kommt und das Gefriergut im A... ist. Da sich erstmal nicht um Besorgungen kümmern, ist viel wert. Bei der Pandemie hat man gesehen, wie schnell sehr unentspannt reagiert wird.
Hier gibt's auch ein Meshtastic Netz. War zwar schon in Kontakt mit den Leuten. Hab's aber natürlich seither verbummelt mit Einsteigen.
@Fischblog
@JohannaMakesGames @Fischblog Die Lagerhaltung von Wasser finde ich noch schwieriger als die von Konserven und Reis. Denn letztere bekomme ich im normalem Umlauf verbraucht. Beim Wasser klappt das aber nicht ohne Downcycling.
Und wie so eine Aufgaben von Bürger:innengeldempfangenden gestemmt werden soll (also der Teil mit den 40l Trinkwasser pro Person): unklar.

@Fischblog Der Warntag besteht daraus, möglichst schnell auf die Schaltfläche des Smartphones zu tippen, damit der Alarm verstummt. Und dann ist die Meldung ja auch schon verschwunden, ohne dass man sie gelesen hat.

(Bei einer echten Warnung kramen wir die dann mühsam aus den Einstellungen wieder hervor, richtig?)

@mithos @Fischblog würdest du, wäre keine Probewarnung verkündet worden, nicht erstmal lesen was los ist wenn dein Handy derart fies tönt?
@tino76H Das kommt auf die Situation an, in der ich gerade bin: Wenn ein klingelndes Telefon gerade stören würde, ich würde als ersten Impuls den Alarm "weg drücken" wollen. Ich denke, das ist eine absehbare und damit vermeidbare Fehlbedienung: Die Schaltfläche könnte nach einmal drücken auf "Alarmton aus" zu "Ok, verstanden" wechseln und die Meldung erst beim zweiten drücken verschwinden lassen. @Fischblog
@mithos @Fischblog ich war auch irgendwie zu doof den Alarm schnell auszubekommen.
Hta ne ganze Weile getrötet.
@mithos @tino76H @Fischblog Den Gedanken hatte ich auch, nachdem ich heute Mittag auf OK getippt hatte, damit der Ton aufhört und mich dann fragte was in der (kleinen) Wall of Text überhaupt stand.
@tino76H
Grundregel im Katastrophenfall: “Ruhe bewahren”.
Solange dieser penetrant laute Alarm deines Handies schrillt ist man im Panikmodus und die meisten versuchen durch abschalten, egal wie, erstmal in den Ruhemodus zu kommen. Erst dann kann man sich mit der Situation auseinandersetzen indem man anfängt zu lesen. Es ist nicht Aufgabe des Tons weiter zu plärren während man schon liest.
Dazu gehört nicht viel Psychologiewissen. 🙄
@mithos @Fischblog
@tino76H @mithos @Fischblog Im Urlaub in Frankreich haben wir mal eine Broadcast Nachricht bekommen. Die habe ich versucht zu übersetzen. Also denke schon, dass man es liest, wenn es unangekündigt kommt.

@Fischblog , ja, erstmal nur ein Anfang. Ohne den Warntag werden manche Menschen nicht daran erinnert, dass da was los sein kann. Wenn nur diese Menschen wiederrum mit ihren Nachbar*innen reden, vegane Vorräte austauschen und damit zur weiteren Verbreitung beitragen, ist das doch gut.

Diese Zwangsbetütelung z.B. in der Schule geht gleich wieder raus aus dem Kopf. Ein freiwilliges Jahr mit ausreichend Finanzierung ist auch nur ein Anfang, um junge Menschen den Rettungsdiensten näher zu bringen.

@Fischblog Ich ergänze hierzu diese Folge vom #sicherheitshalber Podcast. Katastrophenschutz ist seit 1990 irgendwie aus dem deutschen Gedächtnis verschwunden.

https://sicherheitspod.de/2024/09/07/folge-85-was-ist-gesamtverteidigung-braucht-man-dafur-wehrpflicht-zeitenwende-im-katastrophenschutz/

Folge #85 Was ist Gesamtverteidigung & braucht man dafür Wehrpflicht? | Zeitenwende im Katastrophenschutz? - Sicherheitspod

“Sicherheitshalber” ist der Podcast zur sicherheitspolitischen Lage in Deutschland, Europa und der Welt. In Folge 85 sprechen Thomas Wiegold, Ulrike Franke, Frank Sauer und Carlo Masala zuerst über Gesamtverteidigung und ordnen die Begriffe und Konzepte. Dann diskutieren sie die Frage, ob man für zivile Verteidigung, Zivilschutz und Katastrophenschutz – anders gesagt das, was man gesellschaftliche … Folge #85 Was ist Gesamtverteidigung & braucht man dafür Wehrpflicht? | Zeitenwende im Katastrophenschutz? weiterlesen

Sicherheitspod

@Fischblog

Yep, ich war der einzige der im #MünsterlandChaos Wasser, Essen, Kochgelegenheit und ein Zelt im Wohnzimmer hatte damit wir nicht erfrieren.

@Fischblog In einer TV-Sendung zum Thema empfahl ein Experte unter anderem, den nächstgelegenen Schutzraum zu recherchieren. Meine innere Streberin folgte dem sofort - und weiß jetzt, dass es sowas in München praktisch nicht mehr gibt.
@kaltmamsell Danke für die Bestätigung, ich suchte auch und war ziemlich ernüchtert. @Fischblog
@deuxcvsix Auch keine Info, was statt dessen als Schutzraum dienen könnte (U-Bahn-Tunnel?). @Fischblog
@kaltmamsell Genau, inkl der Antwort von der Stadt, dass die Schutzräume, die es eh nicht gibt, geheim gehalten werden. @Fischblog
@deuxcvsix @kaltmamsell Ich hab da ein Trüffelschwein im Bekanntenkreis, der so etwas wissen kann, bzw. weiß, wie er das in Erfahrung bringen kann.

@kaltmamsell @Fischblog Schutzräume gibt es hier schon, wobei der halbwegs verwendungsfähige Hochbunker in meiner Nähe dann auch für knapp 3.500 Personen reichen müsste.

Ich nehme an, wenn die Bomben fallen, ziehen wir erst mal Nummern

@zynaesthesie @kaltmamsell @Fischblog "Bitte warten, Sie werden plaziert."

@slowtiger @zynaesthesie @kaltmamsell @Fischblog Ich kann https://welt.unter.koeln/1-Atombunker.html zu dem Thema empfehlen.

Zum Thema Nummern ziehen: Schleuse der Anlage war so ausgelegt, dass es eine Vereinzelungsanlage gab, um die letzen Menschen einzeln in den Bunker zu lassen. Die Türe dieser Anlage war bewusst darauf ausgelegt, dass sie beim finalen Schließen Gliedmaßen sauber abscheren kann, weil klar war, dass draußen komplette Anarchie herrschen würde.

Atombunker Köln (DOKK) - Welt.unter.Koeln

Dokumentationsstätte Kalter Krieg, Institut für Festungsarchitektur (CRIFA)

@dystopic @slowtiger @zynaesthesie @kaltmamsell

"Heute beherbergen die Räumlichkeiten die chirurgische Klinik der Universität Köln."

@kaltmamsell Praktisch nirgends. Hier in Heidelberg ist es auch mau, vielleicht abgesehen von den Servicetunneln der Uni.
@Fischblog @kaltmamsell ich glaube, hier hat die Uni (RUB) sowas bestimmt noch.
Ansonsten bleibt vermutlich nur der eigene Keller.
Edit: Kurze Recherche ergab in ganz NRW kein einziger einsatzfähiger Schutzraum.
@FrauZeitlos @Fischblog @kaltmamsell Wobei es selbst zu Hochzeiten des kalten Krieges nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung Schutzräume gegeben hätte, mal ganz davon abgesehen dass die auch im damals geplanten Ernstfall nicht gehalten hätten oder die absolute Hölle für die Geschützten gewesen wären.

@Fischblog @kaltmamsell Ich erinnere mich mal dran, als Sume eine Führung bekommen zu haben, wo sowas fiel wie "solche Luftschutzkeller gab's mal überall in HD", aber im Prinzip waren das hier immer Artefakte der Vergangenheit für mich.

Genauso wie das Bereithalten von einer Woche Nahrung ... In Norwegen ist das Gesetz. Hier eine Empfehlung, die ich dieses Jahr zum ersten mal von einem Münchner Freund gehört habe.

@kaltmamsell @Fischblog

wie gut das mit Schutzräumen in der Innenstadt von München funktioniert, hat man am Tag des OEZ-Attentats beim dem heillosen Chaos in der Innenstadt gesehen. Das waren alle Geschäfte und Kaufhäuser, die kurzfristig etwas organisiert hatten, aber behördlicherseits ist nicht viel passiert (es gibt ja z.B. im Hauptbahnhof mehrere Bunker - kann mich nicht dran erinnern, daß da einer geöffnet wurde.

@Fischblog Yup, ich hatte ähnliche Gedanken, vor allem im Hinblick auf armutsbetroffene Menschen.

Persönlich bin ich gut mit Lebensmitteln versorgt (günstig Essen retten, gerade haltbare Lebensmittel, und auch genug Stauraum dafür), aber der Normalfall bin ich vermutlich nicht.

#IchBinArmutsbetroffen

@Fischblog

Der Staat wird euch in einem Ernstfall kaum helfen. Aber die Verantwortung für das Überleben allein auf Individuen zu übertragen ist auch neoliberalen Bullshit!

Bildet stattdessen Communitys mit eurer Nachbarschaft und bereitet euch solidarisch vor. Es kann sich jeder ein eigenen Gaskocher kaufen, womit man 2 Leute bekochen kann oder ihr kauft einen großen und versorgt die halbe Straße

#solidarischesPreppen

@Fischblog

Das fängt schon bei der Warnung selbst an.

* Nur eine Sprache.

* Solange die Meldung angezeigt wird, brüllt dich das Gerät an.

* Willst du Ruhe haben, ist die Meldung weg und du weißt dann nicht mehr, was gewarnt wurde oder ob es Links zu weiterführenden Infos gibt.

* PCs warnen nicht.

Und ja, nach der Warnung fehlt so viel... Niemand weiß, was dann zu tun ist. 🤷

@beandev @Fischblog Wie sollen PCs/Notebooks denn warnen können? Sowas wie Cell Broadcast gibt es im Internet nicht. Ich wüßte kein Protokoll, das sowas hergibt.
@atarifrosch
Was aber nun nicht wirklich schwierig wäre. Ich denke halt an die Orte, wo man Smartphones manchmal nicht nutzen kann oder darf. Aber vielleicht ist das ein Edge Case.
@Fischblog
@beandev @Fischblog Du meinst, das sei nicht schwierig? Na, dann bau mal den rfc 😉
@atarifrosch
Ich glaube du denkst viel zu kompliziert 😅. Dafür braucht es überhaupt nichts Neues. Genauso wenig, wie öffentliche Infodisplays auch kein neues Protokoll brauchen, um Alarmmeldungen anzuzeigen.
@Fischblog

@beandev @Fischblog Ein PC ist aber kein öffentliches Info-Display, das auf die Anzeige von Meldungen quasi spezialisiert ist. Die Funktion müßte einheitlich und sicher in alle Betriebssysteme eingebaut werden. Einheitlich, damit es überall funktioniert, sicher, damit es nicht mißbraucht werden kann.

Ich glaube, Du denkst Dir das zu einfach.

@atarifrosch
Die Technologie ist da. Ob sie im Betriebssystem oder als zusätzliche Komponente dazu installiert wird, sei dahingestellt. Es muss nicht überall funktionieren. Denn das Cellbroadcasting funktioniert auch nicht überall. Alte Mobiltelefone sind ausgeschlossen. Und immer sicher funktionieren muss es auch nicht. Es muss nur möglichst viele erreichen.

Das Einzige was man sicherstellen muss, dass nur eine gesicherte Entität die Infos zur Verfügung stellt. Und die Software auf dem PC diese auch nur von dort, unverändert abholt.

Aber das ist in vielen Client / Host Kommunikationen millionenfach schon implementiert.
@Fischblog

@beandev @atarifrosch @Fischblog nein, die Technologie dafür ist nicht da. Wirklich.
Volker Krause (@[email protected])

Attached: 2 images #KDE's upcoming emergency alert integration based on @foss_public_alert_server seems to have worked flawlessly for Germany's nationwide test alert.

FLOSS.social
@beandev @atarifrosch @Fischblog ja, wirklich nicht, steht doch sogar da.

Jetzt hat die Nase, die die ganze Zeit nicht meine Posts wirklich gelesen hat, nun alles gelöscht oder mich geblockt?

Echt, auf so eine Interaktion kann ich wirklich verzichten 🙄

@atarifrosch @Fischblog

@Fischblog wir werden alle sterben ... 🙄 😉
@Fischblog Ja und nein, an solchen Programmen wird ja gearbeitet. Ich habe letztens an einer solchen Schulung teilgenommen. Ausgerichtet durch das Rote Kreuz. Begleitet von der Uni Hamburg.

@Fischblog

Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz widersprechen der deutschen Mehrheits-Vorstellung von Freiheit.
Ob es sich wirklich lohnt, dann noch eine Woche oder so länger als die Mehrheit zu (über)leben, lasse ich mal dahingestellt.