Kolumne:
Einige Architekten von Trumps autoritärem Regierungsprogramm sowie Vertreter des Märchens »konservativ ist auch pro-fossil« kommen zu einer Konferenz nach Berlin. Organisiert wird sie von Unionsleuten - aber Prominente aus der Union sprechen dort nicht mehr. Gut so.
Wenn Europas Konservative an einer lebenswerten Zukunft interessiert sind, müssen sie die von der Ölindustrie herbeifinanzierte ideologische Propagandalüge, fossile Brennstoffe seien irgendwie »konservativ«, vollständig über Bord werfen. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-donald-trump-steht-auf-der-seite-der-verlierer-a-30a7a83b-b7c3-47e0-a42c-585134f7a34a
Energiepolitik: Trump steht auf der Seite der Verlierer

Einige Architekten von Trumps autoritärem Regierungsprogramm sowie Vertreter des Märchens »Konservativ ist auch pro-fossil« kommen zu einer Konferenz nach Berlin. Die Union scheint auf Distanz zu gehen. Gut so.

DER SPIEGEL

@chrisstoecker Wenn sie denn wären. Sind sie aber nicht. Stattdessen hängen sie den Prepperfantasien der Superreichen nach: dass man Klimawandel mit anderen Risiken abwägen kann, dass man Extremwetter mit genügend Geld überleben kann, dass ihre Lobbygruppen sie irgendwie mit retten würden, wenn es soweit ist.

Wer Ayn Rand gelesen hat, weiß, wie diese Phantasien aussehen. Und falls das jemand für böse Verschwörungsmythen hält:

https://www.blaetter.de/ausgabe/2025/februar/prepper-mit-milliarden-das-mindset-der-tech-elite

Prepper mit Milliarden: Das Mindset der Tech-Elite | Blätter für deutsche und internationale Politik

Eines Tages erhielt ich eine Einladung in ein Superluxusresort, um dort eine Rede zu halten. Nie zuvor war mir ein derart hohes Honorar für einen Vortrag angeboten worden – es entsprach etwa einem Drittel meines Jahresgehalts als Professor an einer staatlichen Hochschule. Und das für ein paar Überlegungen zur „Zukunft der Technologie“.

@papageier @chrisstoecker "weitere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Personen, wenn sie einmal Macht erlangt haben, ein ähnliches Verhalten an den Tag legen wie Personen, deren Orbitofrontalkortex beschädigt ist. Die Erfahrung von Macht und Reichtum entspricht in ihren Auswirkungen in gewisser Weise dem Verlust des Hirnareals, das „für Empathie und sozial angemessenes Verhalten entscheidend ist“. Ärmere Menschen können die Emotionen anderer sehr viel besser nachvollziehen als reiche."

@StmpAch @chrisstoecker Es lässt sich auch ganz gut damit erklären, was Mitgefühl und Sozialverhalten "bringt" bzw. "kostet":

Wenn alle wenig haben (nach Krieg, Katastrophe, Währungsreform etc.) ist Sozialverhalten ungefährlich (man hat nichts zu verlieren), bietet aber Chancen (die richtigen Netzwerke aufbauen, Ansehen gewinnen).

Wer später immer noch wenig hat, für den ändert sich daran nichts. Wer aber viel hat, für den sieht es anders aus: Sozialverhalten kann eigentlich nur Verlust bringen (ich muss was abgeben), bietet aber kaum Chancen (ich habe schon die richtigen Netzwerke und Ansehen).

Für Habende ist asoziales Verhalten hingegen viel attraktiver: es ist nicht riskant (ich muss nichts abgeben), bietet aber große Chancen (ich werde fast sicher Gewinne machen). Gut, das Geld brauche ich nicht und mein Ansehen steigt insgesamt kaum - innerhalb meiner Peergruppe aber sehr wohl, und das fühlt sich wie Aufstieg an.

Bewusst oder nicht, asoziales Verhalten ist erstmal logisch.

@chrisstoecker
Wer sind denn "Europas Konservative"? Gibt es die überhaupt noch?
Ich sehe überall nur noch Reaktionäre