Hintergrund und Historisches
zu "Taubstumm".
Die Verwendung dieses Begriffs gilt btw als Diskriminierung, Beleidigung.
Hintergrund und Historisches
zu "Taubstumm".
Die Verwendung dieses Begriffs gilt btw als Diskriminierung, Beleidigung.
Dem Sprachgebrauch als Gegenstand gesellschaftlicher Debatten gegenüber steht die Selbstbenennung von Menschen mit Behinderung (diverser Art).
Wenn Menschen sich selbst mit defizitärem Begriff beschreiben (auch hier im Fediverse in den selbst gewählten Profilnamen z.B. einer Person mit Sehbehinderung und eines Profils mit Schwerhörigkeit- und Hörtechnik-Themen),
so ist es ihr gutes Recht.
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Ja, ich stimme Dir da zu, es ist so gesehen, ein defizitärer Begriff, der im Übrigen als medizinische und juristische Definition verbreitet, gültig ist.
An dieser Stelle mal ein Blick auf aktuelle Signale/Diskussionen aus der Gehörlosen-Community im deutschsprachigen Raum:
Es sind zweigeteilte Meinungen.
Die einen sehen kein Problem mit 'gehörlos', die anderen beschreiben sich als 'Taub', mit großem 'T' als Merkmal einer kulturellen Zugehörigkeit.
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Die Debatte: die kulturell verankerte Gebärdensprach- und Gehörlosengemeinschaft ist nach diesem Selbstverständnis eine sprachliche und kulturelle Minderheit.
Tendenz: Gebärdensprache als Minderheitensprache anerkennen, wie es in anderen Ländern der Welt bereits der Fall ist.