Der deutsche Bundeskanzler ist sich im Juli 2025 “nicht sicher” ob Elektroautos bis 2030 (!) “schon marktfähig” sein werden. 2024 (!) wurden weltweit 17 Millionen reine Elektroautos verkauft (https://ev.com/news/2024-saw-17-1-million-evs-sold-driving-a-25-global-growth-surge). Das Wachstum verläuft über weite Strecken exponentiell.

Der Verbrennermarkt schrumpft seit 2017, längst auch in Europa. Das EV-Wachstum in Europa liegt derzeit bei 25%.

Wie soll dieser Mann das Autoland Deutschland vor dem Niedergang bewahren?

https://www.n-tv.de/politik/Merz-kontert-EU-Vorschlaege-zum-Verbrenner-aus-bei-Mietwagen-article25915479.html

"Verengung auf Technologien": Merz kontert EU-Vorschläge zum Verbrenner-Aus bei Mietwagen

Die EU-Kommission überlegt, Verbrenner in Mietwagenflotten zu verbieten. Konkrete Pläne gibt es jedoch noch nicht. Kanzler Merz erklärt den Ansatz dennoch als falsch und plädiert für Technologieoffenheit. Zudem sei die Marktreife von E-Autos unsicher. Dabei geht es bei denen zuletzt bergauf.

n-tv NACHRICHTEN

@chrisstoecker
Im Ernst: Dieser Mann (diese Regierung) bewahrt nicht das Autoland Deutschland vor dem Niedergang, sondern bereitet es darauf vor: Mit Sozialkürzungen, Überwachungsprogrammen, NGO-Bekämpfung und Taser-Einführung.

Und um den Niedergang zu bremsen wird versucht, das Verbrenner-Aus aufzuweichen und zu verschleppen.
Denn der Niedergang wird kommen, und er wird hart werden.

Aus 2 Gründen:

@chrisstoecker
1. BEV brauchen viel weniger Menschen am Band & bei Zulieferern (für Motor, Getriebe, Schmierstoffe usw). D.h. da gehen in kurzer Zeit zehntausende Arbeitsplätze verloren, ohne dass ich realistische Alternativen in gleicher Größe sehe.

2. Am Verbrenner-Know-How hängen in DE Millionen € Börsenwert, bei Herstellern & Zulieferern… dabei werden diese Technologien mit der Wende zu BEV massiv an Wert verlieren. Und die investierten Fonds, Versicherungen, Altersvorsorgen ebenfalls.

@chrisstoecker
NB: Man könnte Punkt 2 auch so formulieren: An Fossil-Know-How und Assets hängen in DE Mrd € Börsenwert, vom Verbrenner-Antriebsstrang bis zum Gasnetz.
Und an diesem Börsenwert hängen Fonds, Versicherungen, Altersvorsorgen usw., die bei einem Wertverlust durch Mobilitätswende und dezentrale erneuerbare Energien massiv an Wert verlieren werden.
@musevg @chrisstoecker ach und in dieses Szenario laufen CxU seit 30 Jahren rein und behaupten dann, sie hätten es nicht gewusst, wo wir schon wirklich seit mindestens 15 Jahren klar und deutlich sagen, dass das Festhalten am Verbrenner eben auch krass fehlgeleitete Wirtschaftspolitik und Verantwortungslosigkeit ist. *kopfschüttel* wie können die so ein Risiko eingehen und die Menschen mit "weiter so" einlullen? *kopfschüttel*
@wonshu @chrisstoecker
Hypothese: Als der Clusterfuck aus meinen letzten Toots im politischen Berlin ankam (vor… 8, 9, 10 Jahren?) war es bereits zu spät. Da war klar dass die BEV-Wende unaufhaltsam kommt - mit den o.g. Folgen.
Da haben sich Merkel & die betroffenen CEOs tief in die Augen geschaut und Stillschweigen & Stillhalten vereinbart (ich glaube, es gab *einmal* ein Interview o.ä. von Gabriel in die Richtung, und dann nie wieder einen Mucks).
Und seitdem hoffen alle auf ein Wunder.
@wonshu @musevg @chrisstoecker die CxU macht keine Politik für "die Menschen". Sie schaffen es nur immer wieder, sich so darzustellen. "Die Menschen" sind der CxU kackegal, sie machen Politik für die 100.000 reichsten Menschen, der Rest ist ihnen Wurst.
@musevg @chrisstoecker Sehe ich nur teilweise so. Auch bei BEV wird KnowHow aufgebaut und es gibt zig weitere Bereiche die profitieren (EE Branche, Batterien, Infrastruktur ...). Ebenso hat ein BEV viele Teile eines klassischen Autos, eben nur einen anderen Antriebsstrang.
BMW z.B. baut Motoren ohne "seltene Erden" die darüber hinaus effizienter und besser steuerbar sind. Man darf nur nicht alles schwarz sehen. Deine Sichtweise ist mir zu pessimistisch, aber OK jeder hat andere Meinungen.
@musevg @chrisstoecker Außerdem vollzieht sich in den Automobilhersteller und Zulieferfirmen seit Jahren ein Wandel. Entwicklungsabteilungen für Verbrennertechnik wurden jetzt schon teils aufgelöst und durch Entwicklungsbereiche in Richtung E-Mobilität ersetzt, noch bevor überhaupt Fertigungstechnik geändert wurde. Vielleicht gibt es hier Leute mit mehr Einblick die darüber was schreiben könnten. Bei mir ist es nur Wissen aus zweiter Hand.

@Ameise
Jaja, aber schau auch hier nochmal hin: Du sprichst von Entwicklern, ich von Giessern, Schlossern, Monteuren, ungelernten Werkern, LKW-Fahrern…

@chrisstoecker

@Ameise
Zwischen dem Produktions-Aufwand für einen Verbrenner- und einen BEV-Antriebsstrang liegen Welten. Fahr mal zur nächstgelegenen Motorengiesserei und schau dir an, was da in Zukunft alles wegfällt… an Manpower & obsoleter Technologie.

Und das BEV-Know-How der deutschen Hersteller + Zulieferer ist nur einen Bruchteil des Verbrenner-Know-Hows wert… da sind uns Tesla & die Chinesen weit, weit voraus. Dazu kommt: Öl, Filter, Leitungen usw. werden kaum noch gebraucht.

@chrisstoecker

@musevg @chrisstoecker Ich weiß, leider ist die Erwärmung des Planeten ein bitterer Fakt. Ob wir wollen oder nicht wird es zum Wandel speziell in der Autoindustrie kommen und besser man ist vorbereitet. Unsere einheimischen Autohersteller sind da auch bestens aufgestellt, persönlich habe ich da wenig Sorge vor Tesla und auch den Chinesen. Die aktuellen Zulassungszahlen sprechen Bände. Ja, als Motorengiesser wird es sicher schwer. Aber es werden auch neue Jobs entstehen.