Aus dem Buch "Die Donut-Ökonomie" (S.171):

» So wurden beispielsweise in mehreren Dörfern im Umkreis der Stadt Morogoro in Tansania die Einwohner gebeten, einen halben Tag lang gemeinsam auf dem Gelände ihrer örtlichen Schule Gras zu mähen und Bäume zu pflanzen. In jenen Dörfern, in denen sie dafür eine geringe Bezahlung erhielten, waren 20 Prozent weniger Menschen bereit, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen, als in jenen Dörfern, wo es kein Geld dafür gab. Zudem zeigten sich die meisten Leute, die eine Bezahlung erhalten hatten – in der Regel einen Tageslohn –, hinterher unzufrieden mit der Arbeit und der Entlohnung, während jene, die kein Geld bekommen hatten, überwiegend ihre Befriedigung darüber zum Ausdruck brachten, dass sie etwas Sinnvolles für ihr Dorf geleistet hatten. «

Merke: Vieles funktioniert am besten, wenn man gar nicht erst anfängt, es über "den Markt regeln" zu wollen.

@StefanMuenz Solche Modelle funktionieren aber nur in Gesellschaften, in denen Leistungen für das Gemeinwohl Wertschätzung erfahren und die Leistung für das individuelle Wohlergehen nicht im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Anerkennung steht.
@Mark_Bonsai Richtig. Aber wie kommt es zu Gesellschaften, in denen das individuelle Wohlergehen die meiste Anerkennung erhält? Doch dadurch, weil die Gesellschaft es so eingerichtet hat, dass man sich alles kaufen muss und kaufen kann (sofern man genügend Knete hat). Egal ob Trinkwasser, Beförderung von A nach B, oder gute Bildung.