Von den 10 reichsten Familien in Österreich haben laut „trend“-Reichenliste 7 ihren Reichtum geerbt. #Erbschaften sind in Österreich noch ungleicher verteilt als #Vermögen. Seit Jahren wird beides nicht besteuert. Die #Reichenliste offenbart erneut den Bedarf an vermögensbezogenen Steuern. 1/
Jede:r einzelne der Top-10 Milliardär:innen besitzt mehr Vermögen als das ärmste Fünftel der Bevölkerung – 650.000 (schuldenfreie) Haushalte. Der drittreichste Österreicher etwa besitzt als Einzelperson mehr Vermögen als 410.000 Haushalte der unteren Mittelschicht zusammen. 2/
Die Top 10 sind heute siebenmal reicher als noch vor 20 Jahren. In der gleichen Zeit hat sich das Vermögen des untersten Fünftels gerade einmal verdreifacht. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft also immer weiter auseinander. 3/
Reiche Haushalte erben häufiger und höhere Beträge. In den kommenden 25 Jahren wird sich außerdem das jährliche Erbvolumen verdoppeln. Selbst wenn man nur von den Top 10 Superreichen Erbschaftssteuern einheben würde, brächte das zwischen 6,7 und 28 Mrd. Euro an zusätzlichen Mitteln. 4/
Mit 76 Prozent kommt der Großteil der Steuereinnahmen aus Arbeit und Konsum. Nur 4 Prozent kommen aus vermögensbezogenen Steuern (Kapitalertragssteuer, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Stiftungseingangssteuer, Zweitwohnsitzabgabe). Das verschärft die enorme Vermögenskonzentration. 5/
Auch die #OECD empfiehlt höhere vermögensbezogene Steuern und die Einführung von Erbschaftssteuern. Denn Österreich liegt im OECD-Ranking der Länder mit den geringsten vermögensbezogenen Steuern (ohne KESt) auf dem vierten Platz. 6/
Damit sich #Vermögen nicht immer stärker in den Händen einiger weniger Superreicher konzentriert, braucht es die Wiedereinführung der #Vermögenssteuer sowie der Steuer auf #Erbschaften & #Schenkungen. So können wir die Schieflage bei der #Vermögensverteilung endlich angehen. 7/
Mehr Details zur Vermögenskonzentration der Extremreichen gibt es auf unserer Website:
https://www.momentum-institut.at/news/reichenliste-reichster-mensch-besitzt-126-000-mal-so-viel-wie-der-durchschnitt/
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Reichenliste: Reichster Mensch besitzt 126.000-mal so viel wie der Durchschnitt - Momentum Institut

Unter den zehn reichsten Familien in Österreich der „trend“-Reichenliste finden sich sieben Erb:innen, einen bedeutenden Teil ihres Beteiligungs,- Erbschafts-, und Stiftungsvermögen geht auf Erbschaften zurück. Erbschaften sind in Österreich noch ungleicher verteilt als Vermögen, beides wird nicht besteuert – trotz der maroden budgetären Lage sollen Erb:innen und Extremreiche weiterhin nichts beitragen. Die enorme Vermögenskonzentration wird dadurch verschärft. Gleichzeitig kommt der Großteil der Steuereinnahmen aus Arbeit und Konsum. Eine Erbschaftssteuer und bessere vermögensbezogene Steuern könnten diese Entwicklung abmildern.

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