@Reinald Mir fällt wie
@die_christine Tonfall + Formulierung jedes Mal schwer, meine Tendenzen: Sehe ich Leute mit zurückgerufenem Klettersteigset mitten in der Route, können sie/wir akut nichts an der Gefahr ändern, daher versuche ich primär Panik zu vermeiden und von unnötiger Risikobereitschaft abzubringen, sage etwa, ein paar Modelle mit ähnlichem Konstruktionsprinzip seien zurückgerufen, nach der Tour sollten sie mal schauen ob ihr konkrtes Modell auch betroffen ist, und beim Rest der Tour Spierenzchen besser meiden und einen möglichst frühen Ausstieg wählen. Gefährdet jemand andere akut, greife ich im Zweifel auch physisch ein, etwa wenn jemand das Sicherungsgerät falschrum hat so dass es keine Bremswirkung entfaltet, benenne ich die Gefahr während ich das Bremsseil unterhalb der Bremshand bei mir in die Sicherung nehme und als Backup fungiere. Bei allem dazwischen formuliere ich meistens als Frage (reduziert Wahrscheinlichkeit als belehrend rüber zu kommen), etwa "ist euch bewusst, dass ihr keine Redundanz habt?" oder "du stehst rund 4m weit weg, hast du schonmal bei einem Sturztraining erlebt, mit welcher Wucht du an die Wand gezogen wirst, wenn dein Partner stürzt?" – die Antwort lässt meistens sofort erkennen, ob jemand ziemlich genau weiß was er/sie tut (dann gehe ich weiter weg weil ich den Unfall nicht miterleben will) oder nicht (dann ist fast immer ein sachliches Gespräch möglich und oft in positiver Atompshäre). Gelegentlich kann ich mich nicht beherrschen, etwa wenn jemand sein Kind oder einen völligen Laien mit dünner Bandschlinge um die Taille als "Gurt" losschickt UND nach freundlicher fragender Ansprache völlig uneinsichtig ist, dann sage ich der gefährdeten Person ganz unverblümt, dass sie in Lebensgefahr schwebt und das dem "Partner" offensichtlich scheißegal ist, frage, ob sie wirklich weiter machen will oder lieber abbrechen und sich in einem Kurs die Kenntnis aneigenen will um es selbst einschätzen zu können. Ja, danach gab es schon Knartsch, aber der ist mir viel lieber als dass jemand stirbt ohne überhaupt von der Gefahr zu wissen.