@ueckueck schreibt:

"Das Fediverse ist ein überaltertes Netzwerk, dem der Nachwuchs fehlt. Aber damit all die Dienste entwickelt, die Server betrieben und das Netzwerk am Leben gehalten werden, braucht es auch junge Menschen, die sich für das Fediverse interessieren. Gerade ein Netzwerk, welches von Freiwilligenarbeit lebt, muss sich um den eigenen Nachwuchs kümmern!"

Es fehlt an Werbung und Heranführung.
Lesenswerter Blogpost:
https://gnulinux.ch/wo-ist-die-jugend

#Mediennutzung https://chaos.social/@plinubius/114711793321432128

Ückück und das Fediverse: Wo ist die Jugend?

Zumindest nicht im Fediverse, oder? Ein Meinungsbeitrag über die Überalterung eines Netzwerkes und mögliche Gründe dafür.

GNU/Linux.ch
@plinubius Ich habe den Eindruck, dass wir Älteren mit einer kritischeren Haltung gegenüber großen Konzernen wie Microsoft und Themen wie Datenschutz oder Überwachung aufgewachsen sind. Viele von uns hatten damals einen eigenen Homecomputer, haben selbst programmiert, Disketten getauscht. Wir waren Nerds, neugierig und wollten die Technik nicht nur nutzen, sondern damit auch selbst etwas erschaffen.

@plinubius Es gab Mailboxen, IRC-Chats und Newsgroups – Kommunikationsformen, die eher im Verborgenen liefen und fast ausschließlich von Technikbegeisterten genutzt wurden.

Heute scheint das ein Stück weit verloren gegangen zu sein. Jüngere wachsen oft mit eher geschlossenen Systemen auf – Spielkonsolen, Smartphones –, bei denen es deutlich schwieriger ist, selbst etwas zu entwickeln oder zu verändern. Kommunikation läuft

@plinubius heute auch über geschlossene Plattformen wie Instagram, WhatsApp oder was gerade im Trend ist.

Ich glaube, das erklärt auch, warum das Interesse am Fediverse eher bei Älteren zu finden ist.

Klar, es gibt auch heute viele junge Leute, die richtig coole Sachen bauen. Keine Frage.
Aber früher ging es mehr um die Technik an sich. Um das Tüfteln, Ausprobieren, Verstehen.

Ich hätte mir damals nie vorstellen können, dass ich damit mal meinen Lebensunterhalt verdienen würde.

@plinubius Es war einfach ein spannendes Hobby (worüber ich auch Gleichgesinnte gefunden habe), das Spaß gemacht hat. Heute, habe ich das Gefühl, steht oft mehr der Gedanke im Vordergrund, damit irgendwann Geld zu verdienen oder damit Karriere zu machen.

Aber vielleicht sind das auch nur Vorurteile.

@plinubius Ich habe neulich eine alte Doku über den Chaos Computer Club und Dr. Wau gesehen. Wir waren schon ein bisschen „verschroben“ damals.
Wenn man sich die Aufnahmen heute anschaut, wirken wir wohl tatsächlich etwas seltsam.

Ich habe zum Beispiel damals auch regelmäßig die Datenschleuder gelesen. Oder kennt ihr noch den Computerflohmarkt (Abzeigenblatt) als Kommunikationsmedium? 😂

@plinubius Ich glaube, viele junge Leute von heute finden das, wofür wir uns früher begeistert haben, eher merkwürdig.
Und irgendwie komisch.

@plinubius Das Fediverse erinnert mich ein bisschen an die „gute“ alte Zeit des Internets. An dieses offene, experimentelle Gefühl von früher. Möglicherweise auch einfach Nostalgie.

Vielleicht spricht es uns Ältere deshalb mehr an und ist bei uns erfolgreicher. Was könnte die Jungen daran begeistern? Das müssen wir uns fragen, wenn wir mehr Jüngere ansprechen wollen.